BKK-Umfrage: 84 % der Berufstätigen sind außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit „stand-by“

21.10.2011

Jeder Zweite hat Schlafprobleme

Der wirtschaftliche Erfolg und die sich ändernden Arbeitsbedingungen haben ihren Preis: Die Arbeitswelt drängt sich bei den meisten Berufstätigen über Handy und PC immer weiter ins Privatleben. Nach einer Umfrage der Betriebskrankenkassen sind 84 % außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit für Kunden, Kollegen oder Vorgesetzte erreichbar. Die Hälfte davon ist sogar jederzeit „stand-by“. Die Studie zeigt außerdem, dass in Deutschland rund die Hälfte der Befragten keiner „regulären“ 5-Tage-Woche nachgeht. Sie arbeiten regelmäßig an Samstagen, Sonn- und Feiertagen, im Schicht-, Nacht- oder Bereitschaftsdienst.

Jeder zweite Berufstätige hat Schlaftprobleme. Als häufigsten Grund gaben die Befragten allgemeinen Stress an, gefolgt von beruflichem Stress bzw. beruflicher Überforderung, dem Nichtabschalten können von der Arbeit sowie privaten Sorgen und familiären Problemen. Ständige Abgeschlagenheit kann ein Warnzeichen für seelische „Ausgebranntheit“ sein. So hat sich in den letzten fünf Jahren die Zahl der Krankentage, die nach ärztlichen Verordnungen auf das „Burnout-Syndrom“ zurückgehen, verzehnfacht.

Mail-Checken kurz vor dem Schlafengehen

So geht jeder Fünfte kurz vor dem Schlafengehen noch berufsbezogenen Tätigkeiten nach, z. B. dienstliche E-Mails oder SMS überprüfen. Inzwischen fällt vielen die Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben durch die ständige Erreichbarkeit schwer. Sie sollten kritisch überprüfen, ob es wirklich notwendig ist, jederzeit erreichbar zu sein. Auch das Erlernen von Entspannungstechniken kann helfen, besser in den Schlaf zu kommen, ebenso der Verzicht auf koffeinhaltige Getränke oder schwere Mahlzeiten.

Der Film zum Thema „Schlafstörungen“ unter unserem Video des Monats gibt darüber hinaus Tipps, Hilfestellungen und Hinweise, wie man mit einfachen Mitteln zu einem ruhigen Schlaf finden kann.

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