Einheitliche Telefonnummer für ärztlichen Bereitschaftsdienst kommt
KV-Service - Unter der Rufnummer 116 117 können Patienten ab 2011 kostenlos den ärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen.
Ab dem kommenden Jahr soll der ärztliche Bereitschaftsdienst in ganz Deutschland unter einer einheitlichen Telefonnummer erreichbar sein. Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) haben von der Bundesnetzagentur den entsprechenden Zuschlag erhalten. Unter der Rufnummer 116 117 können sich die Bürger künftig außerhalb der Praxiszeiten an einen Bereitschaftsarzt in ihrer Umgebung vermitteln lassen. Die Nummer ist entgeltfrei aus dem Fest- und dem Mobilfunknetz zu erreichen.
Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der KBV, erklärte dazu: "Mit der Rufnummer 116 117 bieten wir ab 2011 einen deutschlandweit einmaligen Service. Bislang gibt es viele unterschiedliche Rufnummern für den ärztlichen Bereitschaftsdienst, oft sogar mehrere in einem Bundesland, die überdies schwer zu merken sind. Das wollen wir ändern. 116 117 ist künftig in nicht lebensbedrohlichen Situationen der direkte Draht zum Arzt. Nur das KV-System ist in der Lage, ein solches Angebot für alle Versicherten auf die Beine zu stellen."
Die Initiative für die bundesweit einheitliche Bereitschaftsdienstnummer kam von der KV Brandenburg. Dort wurde das Vorhaben in einem Pilotprojekt bereits getestet. Der ärztliche Bereitschaftsdienst wird von allen KVen betrieben. Mit ihm ist sichergestellt, dass Patienten im Krankheitsfall auch außerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten, also abends, an Feiertagen und am Wochenende, einen niedergelassenen Arzt kontaktieren können. Der Bereitschaftsdienst ist nicht zu verwechseln mit dem Notdienst, der in lebensbedrohlichen Fällen Hilfe leistet.
Ansprechpartner
Roland Stahl, Pressesprecher
Fon: (0 30) 40 05 - 22 01
Fax: (0 30) 40 05 - 22 90
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