Was gehört eigentlich in die Reiseapotheke?
21.04.2009
Ausgerechnet während des Urlaubs krank zu werden – keine schöne Vorstellung, doch Schicksal unzähliger Reisender. Zum Glück lassen sich die meisten Beschwerden mithilfe einer gut sortierten Reiseapotheke in den Griff bekommen. Beachten Sie jedoch: Auch die beste Reiseapotheke kann bei ernsten Erkrankungen den Arztbesuch nicht ersetzen. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden suchen Sie bitte in jedem Fall eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus auf.
Individuelle Besonderheiten (je nach Reiseziel)
- Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor und kühlendes Gel gegen Sonnenbrand
- Mittel gegen Beschwerden im Bereich von Hals, Nase, Ohren: abschwellendes Schnupfenspray (beugt gegebenenfalls auch Innenohrerkrankungen vor), desinfizierende Lutschtabletten
- Mittel gegen konkrete Beschwerden, mit denen Sie es vielleicht ab und an zu tun haben, wie Herpes, Sodbrennen, Pilzinfektionen und Allergien
- Mittel gegen Reiseübelkeit: Scopolamin-Pflaster machen nicht müde, sind aber verschreibungspflichtig
- Mittel gegen Durchfallerkrankungen: Besser vorbeugen als heilen – am sinnvollsten ist die peinlich genaue Einhaltung von Hygieneregeln (Hände häufig waschen, Trinkwasser immer abkochen oder mit Silbernitrattabletten keimfrei machen); für den Notfall und wenn gefährlicher Flüssigkeitsverlust droht: Mittel mit dem Wirkstoff Loperamid helfen sofort, Kohletabletten gelten heute als wirkungslos
- Mittel gegen Verstopfung: Wenn Sie ausreichend trinken und viel Obst essen (Achtung: Obst und Gemüse vor dem Verzehr immer sorgfältig reinigen), ist keine besondere Vorkehrung notwendig; wenn Sie allerdings auch sonst Probleme in diesem Bereich haben, nehmen Sie ein mildes Abführmittel mit
- Entzündungshemmende Mittel zur Behandlung von Prellungen und Zerrungen
- Mittel gegen Augenbeschwerden wie Bindehautentzündung oder trockene Augen
- Mittel zur Abwehr von Insekten – besonders wichtig bei Reisen in Gegenden, in denen gefährliche Krankheitserreger durch z. B. Mücken übertragen werden
- Spritzen, Kanülen, Infusionsbesteck (für Notfallsituationen, da derartige Dinge nicht überall selbstverständlich sind)
- Malariatabletten (für den konkreten Krankheitsfall)
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