Aldosteron



Was ist Aldosteron?

Aldosteron spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation von Blutdruck und Wasserhaushalt. Aldosteron ist ein Hormon, das in der Nebennierenrinde produziert wird. Gemeinsam mit dem Renin-Angiotensin-System regelt es die Konzentration von Natrium und Kalium im Blut.

Die Produktion von Aldosteron und die Abgabe in das Blut wird von verschiedenen Faktoren gesteuert, unter anderem sind dies:

  • Andere Hormone (Renin-Angiotensin-System)
  • ACTH (Adreno-Corticotropes-Hormon)
  • verschiedene Neurotransmitter (Botenstoffe im Nervensystem, z.B. Dopamin, Serotonin)
  • Blutdruck

Wann wird der Aldosteron-Wert bestimmt?

Die Aldosteronkonzentration wird in folgenden Fällen bestimmt:

  • Abklärung eines Bluthochdruckes (Hypertonie)
  • Bei Verdacht auf übermäßige Aldosteronproduktion (Hyperaldosteronismus)
  • Bei Verdacht auf Störungen des Natrium-Kalium-Haushaltes

Um die Aussagekraft des Aldosteron-Wertes zu erhöhen, lässt der Arzt meist gleichzeitig im Serum der Renin-Wert bestimmen.

Woraus wird der Aldosteron-Wert bestimmt?

Aldosteron wird im Serum oder im Urin (24-Stunden-Sammelurin) bestimmt.

Normalwerte im Blut
Erwachsene, stehend
40-310 pg/ml
Erwachsene, liegend 10-160 pg/ml

Die Blutentnahme sollte immer morgens zwischen 8.00 und 9.00 Uhr erfolgen, bestimmte Medikamente wie ACE-Hemmer und wassertreibende Mittel (Diuretika) müssen rechtzeitig vor der Blutentnahme abgesetzt werden, da sonst das Ergebnis verfälscht wird.

Wann ist der Aldosteron-Wert zu niedrig?

Eine zu geringe Konzentration von Aldosteron kann gemessen werden bei:

  • zu geringer Produktion von Aldosteron (Hypoaldosteronismus, Morbus Addison)
  • Gabe von Glukokortikhaltigen Medikamenten

Folgende Medikamente können ebenfalls zu niedrigen Werten führen:

  • Beta-Blocker (gegen Bluthochdruck)
  • Zentrale alpha-Blocker (gegen Bluthochdruck)
  • Antazida (zur Neutralisierung der Magensäure)
  • Kortikosteroide

Wann ist der Aldosteron-Wert zu hoch?

Erhöhte Konzentration von Aldosteron können gemessen werden bei:

  • Hyperaldosteronismus (zu viel Aldosteron im Blut)
  • Schwangerschaft
  • Bartter-Syndrom (angeborene Nierenerkrankung)
  • nach Operationen

Weitere Faktoren, die ebenfalls zu erhöhten Werten führen können, sind:

  • Diuretika (Harntreibende Mittel)
  • Abführmittel (Laxantien)
  • Ovulationshemmer ("Pille")
  • Sympathikotonika (Arzneimittel, die die Wirkung der körpereigenen Botenstoffe Adrenalin und Noradrenalin nachahmen)
Aktualisierung 11.03.10

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