So grillt Fischers Fritze - Gesunde Abwechslung auf dem Grill: Fisch
Erst unlängst warnten Wissenschaftler wieder: Die Deutschen essen zu viel Fleisch. Besonders „rotes“ Fleisch – also Fleisch vom Schwein, vom Rind und vom Lamm – steht im Verdacht, bei übermäßigem Verzehr die Entstehung von Krebs zu begünstigen. Hinzu kommt, dass Fleisch auch durch die standardmäßige Gabe von Antibiotika, Wachstumshormonen und weiteren veterinärmedizinischen Pharmazeutika sowie durch fragwürdige Zusatzstoffe und Produktionsmethoden immer wieder Negativschlagzeilen macht. Das gilt im gleichen Maß auch für Geflügel. Warum also nicht zur Abwechslung mal Fisch grillen? Fisch ist bekannt für seine wertvollen Inhaltsstoffe wie die Cholesterinspiegel-senkenden Omega-3-Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Außerdem enthält Fisch wenig Bindegewebe und ist leicht verdaulich.
Tipps für den Fischeinkauf
Gräte sorgt für volles Aroma
Kaufen Sie möglichst oft ausgenommene ganze Fische – Fisch an der Gräte gegrillt schmeckt besser als Fischfilets. Wenn Sie Fischfilets bevorzugen, sollten sie frisch von der Gräte gelöst sein. Bitten Sie Ihren Händler, einen frischen Fisch für Sie zu filetieren.
Frischetest
Die Frische lässt sich am besten am ganzen Fisch überprüfen: Die Augen sind klar, treten leicht hervor, der Fischkörper ist fest und biegsam. Und vor allem: Frischer Fisch stinkt nicht nach Fisch, sondern riecht nach Meer bzw. nach Wasser. Übrigens eignen sich auch Fische aus der Gefriertruhe. Die sollten zwei bis drei Stunden vor dem Grillen aus dem Eis geholt werden.
Ökologie
Besonders überfischte Arten wie z. B. Blauflossenthunfisch, Kabeljau und Rotbarsch sollten geschont werden; Makrele, Lachs oder Köhler (auch als Seelachs bekannt) hingegen können gekauft werden. Auch überwiegend aus Zucht stammende Fische wie Forelle und Zander eignen sich sehr gut. Der in Deutschland sehr beliebte Pangasius aus Zuchtfarmen im Mekong ist bei echten Fischfeinschmeckern übrigens verpönt, die die wässrige Konsistenz und den oft leicht moderigen Geschmack bemängeln. Außerdem werden gerade beim Pangasius gelegentlich Tierarzneirückstände gefunden. Auch der Victoriaseebarsch gehört aufgrund der mit ihm verbundenen ökologischen und sozialen Katastrophe sowie des langen Transportweges eigentlich nicht auf den Teller. Am besten halten Sie sich an die Arten, die in mittel- und nordeuropäischen und nordatlantischen Gewässern heimisch und in ausreichender Menge vorhanden sind.
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