Gute Fette, schlechte Fette
Dabei ist Fett neben Eiweiß der wichtigste Baustoff unseres Körpers. Fett liefert konzentrierte Energie und ist für die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen unverzichtbar. Fett ist allerdings nicht gleich Fett: Es gibt Fette tierischer und pflanzlicher Herkunft, Fette mit gesättigten und ungesättigten Fettsäuren, naturbelassene Fette und industriell verarbeitete Fette. Und natürlich gibt es auch ein Zuviel an Fett!
Tipps für den richtigen Umgang mit Fett
- Fette sollten etwa 25-30 % der gesamten Nahrung ausmachen oder etwa 0,9 g pro Kilogramm Körpergewicht (bei Normalgewichtigen). Heute nehmen viele Menschen aber bis zu 40 % der Nahrung in Form von Fett zu sich. Wird dem Körper zu viel Energie zugeführt, speichert er diese in Depots, auf die in Notzeiten zurückgegriffen werden kann. Da es heutzutage keine Mangelzeiten mehr gibt, bleiben diese Depots bestehen oder vergrößern sich noch, wenn die Energiezufuhr dauerhaft zu hoch ist.
- Ein großer Teil der täglich aufgenommenen Fette versteckt sich in verschiedenen Lebensmitteln wie Wurst, Käse oder Schokolade. Um den Körper optimal mit Fetten zu versorgen, sollten höchstens ein Drittel der aufgenommenen Fette gesättigt sein, ein Drittel sollte einfach ungesättigt und ein Drittel mehrfach ungesättigt sein. Einfach ungesättigte Fettsäuren sind z. B. in Oliven- und Rapsöl enthalten, mehrfach ungesättigte z. B. in Sonnenblumen-, Distel- und Maiskeimöl. Bitte immer darauf achten, dass es sich um hochwertige, naturbelassene Öle handelt.
- Zwei Seefischmahlzeiten pro Woche versorgen den Körper mit den wichtigen Omegafettsäuren. Abgerundet wird die Versorgung mit der Aufnahme der essenziellen Fettsäuren, allen voran der Linolsäure, die in Sonnenblumen-, Soja- und Erdnussöl enthalten ist, aber auch im vollen Korn und in Nüssen.
- Wählen Sie fettarme Zubereitungsarten, um ein Zuviel an Fett zu vermeiden: Viele Gerichte lassen sich in Folie garen, im Römertopf zubereiten oder dünsten. Zum Braten sollte man spezielle Bratöle verwenden, nur diese dürfen hoch erhitzt werden. Öle mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren dürfen gar nicht erhitzt werden, weil die empfindlichen Fettsäuren sonst zerstört werden.
- Um die schädlichen Transfette zu vermeiden, sollten Fertiggerichte wie Pommes, Chicken Wings oder Tiefkühlpizzen möglichst selten auf dem Speiseplan stehen. Wenn es mal schnell gehen muss, lieber eine Obstmahlzeit einlegen. Eine ausgewogene, abwechslungsreiche Vollwertkost versorgt den Körper nicht nur mit den nötigen Fetten, sondern auch mit Mineralstoffen, Vitaminen und Ballaststoffen.
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