Olivenöl - ein echtes Lebenselixier

 

Olivenöl - ein echtes Lebenselixier

Olivenbaum Der Olivenbaum (Olea europea), aus dessen Früchten der goldene Zaubertrank gewonnen wird, ist eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt. In Nordafrika fand man Überreste von Olivenblättern, die auf etwa 5000 v.Chr. zurückdatiert werden. Im Altertum galt Olivenöl als Kraftsubstanz und Heilmittel. In der kultischen Salbung verleiht es über das diesseitige Leben hinausreichende Kräfte. Der gedrungene, knorrige Olivenbaum, der bis zu 20 m hoch und 1500 bis 2000 Jahre alt werden kann, war Sinnbild für Wohlbefinden, Fruchtbarkeit und Glück. Heute ist der Olivenbaum im gesamten Mittelmeerraum verbreitet.

Von der Frucht zum Öl

Ab September werden erste unreife grüne Essoliven gepflückt. Von November bis in den März hinein wird für die Ölgewinnung geerntet. Im Idealfall wird von Hand geerntet, um die empfindlichen Früchte nicht zu beschädigen und ein besonders hochwertiges Öl zu gewinnen. Der Erntezeitpunkt bestimmt den Geschmack: Öl aus jungen violetten Früchten schmeckt würzig, fruchtig, herb und pfeffrig; Öl aus vollreifen schwarzen Oliven hat einen dezenten, harmonischen, nussigen und milden Charakter. Grundsätzlich sind zwei Arten der Ölgewinnung zu unterscheiden: Industriell hergestellte Öle werden mit Hilfe eines Lösungsmittels aus der Frucht extrahiert. Bei der anschließenden Raffination wird das Öl entschleimt, entsäuert, gebleicht und desodoriert.
Das Desodorieren erfolgt bei ca. 250 °C. Das so entstandene Endprodukt ist farb-, geruchs-, geschmacksneutral und völlig inhaltsleer. Hochwertige Öle hingegen (z. B. im Naturkostladen und in Reform-häusern erhältlich) werden nicht auf chemischem Wege, sondern durch eine rein mechanische Pressung mit traditionellen Mahlsteinen oder in der Schneckenpresse gewonnen. Bei dieser Form der Kaltpressung werden Temperaturen von ca. 40 °C erreicht, die wertvollen Inhaltsstoffe bleiben erhalten.

Die Qualität entscheidet

 EU-Richtlinien regeln Olivenölqualitäten verbindlich: „Natives Öl extra“ bezeichnet die höchste Qualitätsstufe, auch „Natives Öl“ ist von guter Qualität. Alle anderen Öle sollten Sie besser im Regal stehen lassen. Olivenöl ist aufgrund des sehr hohen Anteils an einfach ungesättigten Fettsäuren (ca. 76 %) und eines hohen Anteils an Antioxidantien ein extrem stabiles Öl, das seine wertvollen Aromen und Inhaltsstoffe 9 - 12 Monate hält, sofern es licht- und luftgeschützt bei ca. 14 bis 16 °C aufbewahrt wird. Das stabile Olivenöl kann ohne Qualitätseinbußen zum Braten oder Kochen verwendet werden.

Innerlich: Olivenöl als Lipidsenker.

Tees und Tropfen aus dem Olivenblatt wirken blutdrucksenkend. Auch zur Entgiftung des Körpers wird Olivenöl eingesetzt: Morgens einen Esslöffel Olivenöl in den Mund nehmen, einige Minuten „kauen“, ausspucken. Doch vor allem bei der Regulierung des Cholesterinspiegels im Blut spielt Olivenöl eine wichtige Rolle. Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz (Lipid), die in allen tierischen und menschlichen Organen vorkommt. Cholesterine sind Grundbausteine der Gehirnzellen und Hormone und notwendig zur Fettverdauung und bei der Bildung von Vitamin D. Im Körper ist Cholesterin an Proteine gebunden. Man unterscheidet Lipoproteine hoher Dichte (HDL; im Sprachgebrauch auch „gutes Cholesterin“) und Lipoproteine geringer Dichte (LDL; im Sprachgebrauch auch „schlechtes Cholesterin“).Ist der Anteil an LDL-Cholesterinen zu hoch, kommt es zu einer krankhaften Veränderung der Arterienwände. Im schlimmsten Fall drohen Herzinfarkt und Schlaganfall. Olivenöl sorgt mit seinem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren für elastischere Blutgefäße und reduziert das LDL-Cholesterin. Studien belegen eine Verbesserung des Blutbildes bei Herzinfarktpatienten und eine Senkung des Blutdrucks bei täglichem Verzehr von Olivenöl. Ferner hat Olivenöl eine säuresenkende Wirkung und kräftigt die Zellmembran. So schützt Olivenöl die Zellen gegen den Angriff „freier Radikaler“ und möglicherweise auch gegen Krebs. Auf jeden Fall kann Olivenöl den Einsatz von Lipidsenkern überflüssig machen, wie überhaupt eine gesunde und ausgeglichene Ernährung Nahrungsergänzungsmittel entbehrlich machen kann.

Äußerlich: Olivenöl als Hautregenerator.

Plinius, Demokrit und Kaiser Augustus hatten Recht, Olivenöl auch in der äußerlichen Anwendung zu schätzen. Aufgrund seiner Zusammensetzung kann Olivenöl besonders gut von der Haut aufgenommen werden. Es wirkt regenerierend und ist deshalb auch das Basisöl für viele Massageöle und therapeutisch eingesetzte Öle. Auch auf Abszesse, Nagelerkrankungen, Wunden, Insektenstiche, rheumatische Beschwerden, Muskelkater und Krämpfe soll Olivenöl sich positiv auswirken.

Olivenöl. Innerlich und äußerlich ein echtes Lebensmittel im Sinne eines Mittels zum Leben. Garantiert ohne Nebenwirkungen. Positiver Nebeneffekt: Lipidsenker werden überflüssig.

Brotaufstrich mit Fenchel, Olivenöl und Oliven

Weißbrot mit Olivenpaste Zutaten:

  • ca. 150 g Fenchel
  • 1 EL Kapern (gehackt)
  • 1 EL Petersilie
  • 60 ml Zitronensaft
  • 1 TL abgeriebene Zitronenschale
  • 2 EL grüne Oliven (gehackt)
  • 1 EL Olivenöl

Fenchel putzen, waschen und raspeln. Kapern, Petersilie, Zitronensaft, Zitronenschale Oliven und Olivenöl unterrühren.

Tipp: Ideal für Bruschetta! Baguette in Scheiben schneiden und toasten. Heiß mit aufgeschnittener Knoblauchzehe einreiben, mit Olivenöl bepinseln. Ein gesunder Genuss für laue Sommerabende!

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