So gesund kann Marathon sein
Der altgriechische Ort Marathon, der zum Namensgeber eines Leistungssports wurde, hat nicht nur deswegen einen Bezug zu kraftstrotzender Gesundheit. Der Name Marathon bedeutete bei den alten Griechen nichts weiter als Fenchel – Marathon war also ein Ort, an dem der wilde Fenchel reichlich gedieh. Der aber stand schon bei den alten Griechen und Römern als potentes Heilmittel hoch im Kurs. Auch die moderne Ernährungsheilkunde weiß, was sie am Fenchel hat.
Zweite Karriere als Gemüsepflanze
Zwar wurden Samen und Kraut bereits seit der Antike als Zutat für Speisen verwendet, doch die eigentliche Entwicklung zum Edelgemüse stand dem Fenchel noch bevor: Italienischen Gärtnern der Renaissance-Zeit gelang es, den Finocchio zu züchten – den neuzeitlichen Gemüsefenchel mit seinen weißlichen, zwiebelartig verdickten, grundständigen Blattscheiden.
Auch diese neu gezüchtete knollenartige Verdickung des Fenchels hat eine wohltuende Wirkung auf den menschlichen Organismus: Der Vitamin- C-Gehalt übertrifft den der Orange um das Doppelte, auch B-Vitamine, Kalium, Kalzium, Phosphor und Eisen sind reichlich enthalten.
Die in der ganzen Pflanze enthaltenen ätherischen Öle (neben dem bereits erwähnten Athenol auch Fenchon) fördern die Durchblutung des Verdauungstraktes und der Atmungsorgane, regen die Nieren- und Lebertätigkeit an und wirken keimtötend.
Als Wintergemüse kann er – roh gegessen – teure und oft ungesunde Salate aus dem Treibhaus ersetzen. Doch auch im Herbst mundet der Fenchel vortrefflich. Nutzen Sie unbedingt auch die Kraut und Stielreste!
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