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Er­näh­rungs­trends

Vegetarische Ernährungsformen im Überblick

Alternative Ernährungsformen liegen voll im Trend. Warum auch nicht, schließlich ist es gut, sich Gedanken über seine Ernährung zu machen, die ja ein wesentlicher Baustein unserer Gesundheit ist. Und ein immer größer werdendes Angebot an verschiedenen Nahrungsmitteln aus fremden Ländern schafft neue Möglichkeiten. Während für unsere Großeltern eine Orange noch eine echte Rarität war, sind für uns Goji-Beeren, Kokosnüsse oder Avocados eine Selbstverständlichkeit. Das macht Lust auf allerlei Kochexperimente. Der Blick über den Tellerrand erlaubt außerdem einen Einblick in vielerlei Ernährungsformen: Da gibt es solche mit sehr langer Tradition wie die ayurvedische oder die traditionelle chinesische. Und es gibt ganz neue Trends wie Steinzeiternährung oder Clean Eating. Während einige der neueren Ernährungsformen schnell wieder in der Versenkung verschwinden, haben sich besonders solche inzwischen etabliert, die pflanzliche Nahrungsmittel ins Zentrum rücken. Aber auch hier gibt es verschiedene Formen, sozusagen streng pflanzliche und leicht erweiterte Konzepte.

Grundlagen vegetarischer Ernährungsformen

Meist begründen gesundheitliche oder ethische Überzeugungen eine vegetarische Ernährung. Die Achtung vor anderen Lebewesen und der Schutz der Ressourcen stellen die verschiedenen Ausprägungen des Vegetarismus auf eine gemeinsame Grundlage: Pflanzliche Produkte aus ökologischer Erzeugung werden bevorzugt. Eine hochtechnisierte Verarbeitung der Nahrungsmittel etwa mit Hilfe von Gentechnik wird abgelehnt. Statt Fertigprodukte zu konsumieren, kochen Vegetarier überwiegend selbst, allein schon, um unerwünschte Zusatzstoffe zu vermeiden. Oftmals stehen dabei vermehrt regionale und saisonale Nahrungsmittel auf dem Speiseplan.

Formen vegetarischer Ernährung

  • Ovo-Lakto-Vegetarier meiden Fleisch, Fisch und Meerestiere. Pflanzliche Kost steht im Mittelpunkt der Ernährung. Ergänzend werden auch Milch- und Milchprodukte und Eier verzehrt.
  • Lakto-Vegetarier essen alles Pflanzliche, dazu Milch- und Milchprodukte. Nicht erlaubt sind Eier, Fleisch, Fisch und Meerestiere.
  • Ovo-Vegetarier oder Vegganer ergänzen eine durchweg pflanzliche Ernährung mit Eiern. Milch- und Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Meerestiere stehen nicht auf dem Speiseplan.
  • Veganer ernähren sich konsequent pflanzlich. Alle tierischen Produkte inklusive Honig werden abgelehnt. Diese Einstellung betrifft oft die gesamte Lebensweise, denn auch Ledergürtel oder Ledertaschen sowie Tierhaltung in Zoos oder Reitbetrieben stehen in der Kritik.
  • Rohköstler leben ebenfalls meist streng vegan. Sie essen nur, was nicht über 40 °C erhitzt wurde. In seltenen Ausnahmefällen könnte auch mal ein rohes Ei dabei sein.
  • Frutarier essen nur das, was die Pflanze von allein abwirft wie Nüsse und Früchte, aber auch Gemüse wie Kürbisse oder Tomaten. Obst und Gemüse dürfen aber bei Bedarf erhitzt werden.
  • Pescetarier leben einen eingeschränkten Vegetarismus, denn Fisch und Meeresfrüchte sind ein wesentlicher Bestandteil ihres Speiseplans. Fleisch von Rind, Schwein oder Geflügel lehnen sie allerdings strikt ab und verfolgen auch sonst eine vegetarische Lebensweise.