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Infos zur Ernährung

Wissenswertes rund um das Thema Ernährung.

Kinderlebensmittel

Tipps für mehr Lust statt Frust beim Essen

Allenthalben werden Kinder und Eltern von der Lebensmittelindustrie umworben mit speziellen Kinderlebensmitteln. Kinder werden mit Sammelkärtchen, Minispielzeug oder einem Wiedersehen mit ihren Helden aus dem Fernsehen auf der Verpackung, Eltern mit einem Plus an Vitaminen, Mineralstoffen oder wichtigen Milchbestandteilen gelockt. Doch Kinder, die sich abwechslungsreich mit Obst, Gemüse und Vollkornprodukten ernähren, brauchen keine eigenen Kinderlebensmittel.

Gerade Kindermüslis sind oft stark gezuckert; spezielle Kindermilchprodukte enthalten fast immer viel Zucker und Fett bei geringem Fruchtanteil. Ein selbst gemischtes Müsli mit Vollkornflocken, frischem Obst der Saison, Milch oder Naturjoghurt und bei Bedarf einer Spur Honig ist natürlich gesund und kommt ohne Zusätze aus. Und das belegte Brot wird mit Käse, einem Salatblatt, Kresse, Schnittlauch, Scheiben von Ei oder Gurke bunt und gesund, da kann die niedliche Bärchenwurst mit ihren zweifelhaften Zutaten auf Dauer nicht mithalten.

Warme Mahlzeiten

Viele Kinder lieben warmes Essen. Aus Resten vom Mittagessen oder vom Vortag lassen sich leckere Kleinigkeiten zubereiten wie Bratkartoffeln oder gebratene Nudeln mit Gemüse. Fastfood aus der Mikrowelle ist als zusätzliche warme Mahlzeit allerdings ungeeignet.

Süßigkeiten

Süßes ist in Maßen erlaubt, sollte aber nicht ständig zwischen den Mahlzeiten zur Verfügung stehen. Eine mögliche Regel wäre, direkt nach dem Essen gemeinsam noch etwas Süßes zu essen. Wer als Kind mit Süßigkeiten getröstet oder belohnt wird, kommt später wahrscheinlich immer wieder darauf zurück: Übergewicht als Folge nicht ausgeschlossen. Müsliriegel oder Ähnliches sind übrigens nicht als gesunde Zwischenmahlzeiten, sondern wegen des hohen Fett- und Zuckeranteils als Süßigkeiten einzustufen.

Gemeinsame Mahlzeiten

Kinder essen gern in großer Runde. Auch wenn es wegen Schul und Arbeitszeiten schwierig ist: Versuchen Sie, wenigstens einmal täglich gemeinsam mit der ganzen Familie in entspannter Atmosphäre am Tisch zu sitzen. Streitgespräche haben beim Essen nichts zu suchen. Lassen Sie Ihr Kind auch gelegentlich Freunde zum Essen einladen. Vielleicht lässt Ihr Kind sich von der Esslust des Freundesdazu anstiften, auch bislang ungeliebte Gemüsesorten zu probieren.

Essensplanung

Wenn alle Familienmitglieder an der wöchentlichen Planung beteiligt werden, ist für Abwechslung gesorgt. Kinder sollten alle Gerichte zumindest probieren. Wenn sie ein Gericht nicht so gern mögen, essen sie mal etwas weniger. Es ist keinesfalls nötig, für ein Kind noch die berühmte Extrawurst zu braten.

Zubereitung

Lassen Sie Ihre Kinder beim Kochen helfen, sie können meist schon mehr, als Sie denken. Viele Kinder probieren gern während des Kochens und entdecken auf diese Weise spielerisch neue Gemüseund Obstsorten. Kinder essen mit allen Sinnen: Ein Käsebrot mit Salat, Tomaten, Gurken oder Radieschen sieht nicht nur gut aus, sondern schmeckt auch lecker und liefert die verschiedensten Nährstoffe.

Angebot schafft Nachfrage

Auch wenn Ihr Kind ein ausgesprochener Obst- oder Gemüsemuffel ist – machen Sie immer wieder Angebote. Geschnittenes Obst oder ein Obstsalat, rohes Gemüse mit Dip: Irgendwann wird Ihr Kind dem bunten Angebot nicht mehr widerstehen können.

Alternativen anbieten

Manche Kinder verweigern phasenweise fast jegliches Obst und Gemüse. Bleiben Sie geduldig, Mangelerscheinungen sind so schnell nicht zu befürchten. Wenn Ihr Kind nur Kartoffeln oder Möhren mag, sollten diese täglich auf den Tisch kommen. Manche Kinder bevorzugen Rohkost, andere sind mit püriertem Gemüse zu überzeugen. Wer kein Obst isst, trinkt vielleicht gern Apfelsaft. Ein naturtrüber Direktsaft enthält viele Nährstoffe, und eine Apfelsaftschorle im Verhältnis eins zu drei ist auch als Durstlöscher geeignet.