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Infos zur Ernährung

Warm frühstücken

Warm frühstücken

Wohlige Wärme für Körper und Seele schon am frühen Morgen! Nein, damit ist nicht die morgendliche heiße Dusche gemeint und auch nicht der schnelle Kaffee im Stehen, sondern der warme Getreidebrei auf dem Frühstückstisch. Ein Frühstück mit Tradition: Porridge, ein gekochter Haferbrei, war ursprünglich ein schottisches Bauernessen, das zu allen Tageszeiten verzehrt wurde. Haferbrei ist nicht nur in Großbritannien, sondern auch in Skandinavien fester Bestandteil des Frühstücks. Kein Wunder, sättigt er doch lang anhaltend und liefert jede Menge wichtige Nährstoffe für einen guten Start in den Tag.

Der gekochte Brei schmeckt mit frischem oder getrocknetem Obst, mit Nüssen und Gewürzen immer wieder anders. Und dann gibt es noch weitere Varianten mit anderen Getreidesorten, auch eine glutenfreie Zubereitung ist lecker. Wer sich vegan ernährt oder keine Milch verträgt, bereitet seinen Lieblingsbrei mit Wasser, Soja- oder Getreidedrink zu. Am besten einfach mal ausprobieren!

Energie für den Tag

Ein gesundes, leckeres Frühstück ist die Basis für einen guten Tag, indem es uns optimal mit Energie und Vitalstoffen versorgt. So sind wir konzentriert bei der Arbeit und in der Schule und auch stressige Aufgaben können wir gelassen angehen. Brot, Marmelade, Käse oder doch lieber ein Müsli mit Joghurt? Die Vielfalt am Frühstückstisch ist hierzulande groß, besteht jedoch fast ausschließlich aus kalten Speisen. Ganz anders in Ländern wie Großbritannien und, allen voran, Indien oder China: Der Tag beginn warm! Und zwar in der Regel mit einem warmen Getreidebrei, gedünstetem Obst oder einer Suppe. Auch ein Glas warmes Wasser oder ein gekochtes Ingwerwasser werden empfohlen. Nach der ayurvedischen Lehre regen das Ingwerwasser oder auch der Agni trunk, ein warmes Getränk aus Wasser, Ingwer, Kreuzkümmel, Pfeffer, Salz und Zucker, die Verdauung an, indem sie das Verdauungsfeuer Agni stärken. Der Stoffwechsel kommt so richtig in Schwung.

Die warme Mahlzeit aus Getreidebrei und Obst ist leicht und bringt dennoch Energie für den ganzen Tag, besonders bei kaltem und windigen Wetter. Auch nach der chinesischen Ernährungslehre ist es wichtig, die Mitte, also Magen und Milz, durch warme Speisen zu stärken. Das sorgt für einen guten Energiefluss im Körper. Die verschiedenen Organe sind gemäß der Organuhr zu bestimmten Tageszeiten aktiv: Morgens ist die Zeit des Magens, das (warme) Frühstück wird also besonders gut aufgenommen. Generell gilt, dass kalte Nahrung im Verdauungstrakt immer erst energieaufwändig angewärmt werden muss. Diese Energie fehlt dann an anderer Stelle. In der Tat vertragen Menschen mit empfindlichem Magen ein warmes Frühstück oft besser als ein kaltes. Aber auch jenseits solcher energetischer Erwägungen weiß jeder von uns, dass eine warme Mahlzeit gerade in der kalten Jahreszeit die Lebensgeister weckt und neue Energie schenkt.

Auch mal Abends gerne warm

Kinder essen gern warm, am liebsten auch abends. So ist das Abendessen eine gute Gelegenheit, aus Resten vom Mittagessen schnell eine warme Kleinigkeit zuzubereiten: Nudeln, Kartoffeln, Reis oder Kartoffelbrei einfach braten, mit Gemüse-, Fleischresten oder einem Ei verfeinern. Eine warme Mahlzeit hat nicht unbedingt mehr Kalorien als eine kalte, denn gerade Käse und Wurst haben oft eine hohe Kaloriendichte. Und während beim Essen aus der Mikrowelle jeder für sich allein auf die Schnelle isst, bringt die warme Mahlzeit die Familie gemeinsam an den Tisch.

Und so einfach geht’s

Die Basis:
Feine oder grobe Getreideflocken (Hafer, Weizen, Dinkel oder Mehrkorn) oder fein geschrotetes Getreide, für die glutenfreien Varianten Hirse, Reis oder Maisgrieß.

Schnell gemacht:
Die gewünschte Menge Flocken oder Getreide in Wasser, Milch, Soja- der Getreidedrink aufsetzen, unter Rühren zum Kochen bringen und zehn bis 15 Minuten ausquellen lassen. Geht schneller als Brote belegen, da man die Quellzeit zum Duschen nutzen kann.

Die Extras:
Klein geschnittenes Obst der Saison oder Trockenfrüchte; gehackte Nüsse fordern auch die Kaumuskulatur, die beim Breiverzehr etwas zu kurz kommt, evtl. Zimt oder etwas Honig, Agavendicksaft oder Ahornsirup zum Süßen.

Oder auch herzhaft:
Warum nicht auch eine leichte Gemüsebrühe zum Frühstück? Die sollte man dann aber schon am Vortag kochen, da die Zubereitung mehr Zeit braucht.

Und für unterwegs:
Für ein warmes Bürofrühstück einfach eine vorbereitete kleine Portion mitnehmen und mit kochendem Wasser übergießen und quellen lassen oder auf Fertigmischungen zurückgreifen, die speziell für die Zubereitung unterwegs konzipiert sind.