Menü Menü schließen

Herz-/Kreis­lauf­er­kran­kun­gen

Herz und Hirn gemeinsam trainieren

Dem Altern davonlaufen? Ja, das geht, jedenfalls bis zu einem gewissen Grad. Unser Körper unterliegt natürlichen Alterungsprozessen: Die Elastizität der Gefäße nimmt mit dem Alter ab, die Organe werden nicht mehr so gut mit Blut versorgt. Im Gehirn gehen Zellen verloren und werden nicht mal eben einfach so ersetzt. Die Signalübertragung funktioniert damit immer weniger gut, die geistigen Fähigkeiten lassen immer mehr nach. Doch diesen Vorgängen muss man nicht tatenlos zusehen. Das Zauberwort heißt Bewegung! Besonders Ausdauersport, und dazu zählen jede Wanderung und auch schon jeder zügige Spaziergang, entfaltet viele positive Wirkungen auf Herz und Hirn. Jeder bewegt sich seinem Alter und Fitnessstand entsprechend in angemessener Weise, wobei man sich natürlich schon ein bisschen fordern sollte. Untersuchungen zufolge verfügen Probanden mittleren Alters, die sich regelmäßig bewegen, nicht nur über eine bessere kardiorespiratorische Fitness, sondern damit einhergehend auch über bessere kognitive Fähigkeiten als ihre bewegungsfaulen Zeitgenossen. Am besten beginnt man natürlich schon in jungen Jahren mit einem Plus an Bewegung.

Stärkung der kardiorespiratorischen Fitness

Herz und Kreislauf profitieren in vielfacher Hinsicht von regelmäßigen Bewegungseinheiten. Einer Versteifung der Blutgefäße kann man sozusagen entgegen laufen. Je geschmeidiger die Gefäße, desto besser werden die Organe mit sauerstoffreichem Blut versorgt. Doch nicht nur die Organe, auch das Gehirn läuft bei optimaler Versorgung zur Hochform auf. Eine elastische Hauptschlagader hat daran einen wesentlichen Anteil. Den Zusammenhang zwischen einer guten Lungenfunktion, die das Blut mit frischem Sauerstoff anreichert, und einem leistungsfähigen Gefäßsystem, das die Versorgung des gesamten Körpers sicherstellt, bezeichnet man auch als kardiorespiratorische Fitness. Neueren Untersuchungen finnischer Ärzte zufolge gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen einer guten kardiorespiratorischen Fitness und dem Risiko, einem plötzlichen Herztod zu erliegen. Von vier männlichen Vergleichsgruppen mittleren Alters, die über einen Zeitraum von 19 Jahren beobachtet wurden, hatten diejenigen das geringste Sterberisiko, die bereits über eine gute kardiorespiratorische Fitness verfügten und sich zusätzlich weiterhin regelmäßig bewegten. Auch chronische Erkrankungen traten seltener auf.

Bewegung regeneriert das Gehirn

Regelmäßige Bewegung verringert erwiesenermaßen das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Darüber hinaus leistet das Training aber auch einen direkten und aktiven Beitrag zur Verbesserung der Hirnfunktionen. Unter Belastung bilden die bewegten Muskelzellen nämlich bestimmte Eiweiße und Wachstumsfaktoren, die über die Blutbahn ihren Weg direkt ins Gehirn finden und hier an der Bildung neuer Nervenzellen beteiligt sind. Auch die Verbindungen der Zellen untereinander und die Signalübertragung bekommen einen neuen Schub. Das Gehirnvolumen und damit einhergehend die Leistungsfähigkeit können so in jedem Alter noch gesteigert werden. Man muss es nur wollen. Gelegenheit zu zusätzlicher Bewegung gibt es schließlich überall.