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Herz-/Kreis­lauf­er­kran­kun­gen

Wenn Untergewicht zum Problem wird

Wer sehr schlank ist, zieht meist viele neidische Blicke auf sich – gilt doch Schlanksein als Schönheitsideal schlechthin. Und kaum jemand hat Verständnis dafür, dass Untergewichtige den Wunsch nach ein paar zusätzlichen Pfunden haben. Zunehmen kann doch wirklich nicht allzu schwierig sein!

Untergewicht geht zwar nicht notwendig mit einer Mangelernährung einher, doch birgt es durchaus gesundheitliche Risiken, z. B. eine erhöhte Infektanfälligkeit oder eine größere Gefahr, an Osteoporose zu erkranken. Außerdem werden Dünne und ihre Gewichtsprobleme meist nicht ernst genommen. Zunehmen ist oft ein langwieriger Prozess, der nur mit einer konsequenten Ernährungsumstellung gelingt. Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengestellt.

Gesundheitliche Risiken von Untergewicht

Als untergewichtig gilt, wer einen BMI unter 18,5 aufweist. Die Zahl der Betroffenen liegt hierzulande bei etwa fünf Prozent, es gibt mehr dünne Frauen als Männer. Bei älteren Personen ab dem 65. Lebensjahr gelten Experten zufolge andere Richtwerte: Ein BMI von weniger als 22 kann bereits problematisch sein. Damit liegt der Anteil der Untergewichtigen in dieser Altersgruppe bei mehr als 20 Prozent. Viele Untergewichtige würden nur zu gern mehr Gewicht auf die Waage bringen. Dafür gibt es auch gute Gründe: Oft fühlen sie sich weniger leistungsfähig, ihr Blutdruck ist meist im sehr niedrigen Bereich mit verminderter Konzentration, vermehrter Wetterfühligkeit oder Schwindelattacken als Folge. Die Infektanfälligkeit ist oftmals erhöht und akute Infekte heilen langsamer aus. Auch die Wundheilung kann verzögert sein. Das Risiko für Osteoporose steigt bei extrem niedrigen Gewicht deutlich an. Gerade bei jungen Frauen kann Untergewicht auch hormonelle Veränderungen nach sich ziehen, wenn die Regelblutung ausbleibt. Die verminderte Fruchtbarkeit kann aber Männer gleichermaßen betreffen. Und nicht zuletzt birgt Untergewicht auch immer die Gefahr einer echten Fehlernährung mit gravierenden gesundheitlichen Folgen.

Krankhafte Ursachen ausschließen. Grundsätzlich unterscheidet man primäres und sekundäres Untergewicht, das als Begleiterscheinung verschiedenster Krankheiten wie Krebserkrankungen oder Stoffwechselstörungen auftritt. Extreme Diäten und Essstörungen können ebenfalls die Ursache von Untergewicht sein. Solche krankhaften Ursachen sollten die Betroffenen im Vorfeld ausschließen. Auch für ein primäres Untergewicht kommen verschiedene Ursachen in Frage: Zum einen gibt es immer eine genetische Disposition. Oft sind Dünne körperlich äußerst aktiv, sie treiben immens viel Sport und sitzen auch sonst nie still. Manche schätzen einfach ihr Essverhalten falsch ein. Sie essen zwar viel, bevorzugen aber Nahrungsmittel mit einem sehr geringen Energiegehalt. Andere wiederum vergessen schlichtweg das Essen oder haben ständig einen leeren Kühlschrank, weil sie nur selten einkaufen. Die Strategien zur Gewichtszunahme müssen also individuell angepasst sein.

Mehr Gewicht für ein Plus an Lebensqualität

  • Sowohl eine Ernährungsumstellung als auch eine Verhaltensänderung ermöglichen eine dauerhafte Gewichtszunahme.
  • Jedes Kilo mehr zählt auf dem Weg zum Wohlfühlgewicht!
  • Ich kaufe regelmäßig ein und sorge für ausreichende Vorräte im Haus.
  • Ich plane mindestens fünf Mahlzeiten fest in meinen Tagesablauf ein und nehme mir genügend Zeit zum Essen.
  • Ich verwende viel Butter, Sahne und Öl zum Kochen und kaufe niemals fettarme Produkte.
  • Ich habe immer einen Vorrat an hochkalorischen Snacks wie Müsliriegel, Nüsse oder Trockenfrüchte im Haus, im Auto und am Arbeitsplatz.
  • Ich gehe regelmäßig zum Sport, denn Bewegung macht hungrig. Im Anschluss an die Trainingseinheit nehme ich immer eine kleine Mahlzeit zu mir oder ein energiereiches Getränk, etwa einen Milchshake oder einen Smoothie.