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Rückenleiden

Schmerzender Kinderrücken

Rückenbeschwerden sind keineswegs den älteren Semestern vorbehalten. Fast jedes zweite Kind zwischen 11 und 14 leidet gelegentlich unter Rückenschmerzen. Selbst Kinder im Grundschulalter bleiben nicht verschont. Die Gründe dafür sind vielfältig: zu wenig Sport, zu schwere Schulranzen oder grundsätzliche Defizite in der Motorik. Eltern sollten jede Gelegenheit nutzen, ihre Sprösslinge zu Bewegung zu motivieren. Am besten gehen sie mit gutem Beispiel voran. Und statt am Wochenende gemütlich auf dem Sofa DVDs zu schauen oder im Web zu surfen, stehen gemeinsame Radtouren oder Besuche in Schwimmbädern oder Klettergärten auf dem Programm.

Ein Minus an Bewegung

Die motorischen Fähigkeiten wie Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit haben in den letzten Jahren bei Kindern immer mehr abgenommen. Statt auf dem Bolzplatz zu kicken, spielen schon die Jüngsten Fußball lieber am PC. Und viele Eltern begrüßen das sogar, denn so gibt es keine schmutzigen Hosen, keine aufgeschlagenen Knie und der Nachwuchs ist immer unter Kontrolle. Stubenarrest als Höchststrafe bei kleinen Vergehen wird heute kaum noch verhängt – dort halten sich die lieben Kleinen eh am liebsten auf. Auch die körperliche Aktivität im Kinderalltag ist rückläufig. Weitere Strecken zur Schule werden nicht mehr zu Fuß oder mit dem Rad bewältigt, sondern per Bus oder im Eltern-Taxi absolviert. Verlängerte Schulzeiten haben ebenso einen Anteil an dieser Entwicklung. Der Ausfall einer Sportstunde scheint Eltern oft weniger gravierend zu sein als der Fortfall von Mathe- oder Englischstunden. Dabei ist ausreichend Bewegung auch wichtig fürs Lernen.

Motorik stärken

Die meisten Kinder bewegen sich von Natur aus gern und haben auch vor schlechtem Wetter keine Angst. Das Spielen in freier Natur bedeutet für sie die neugierige Erkundung der Umwelt: Zunächst bleibt man am Haus, dann im angrenzenden Straßenzug und mit zunehmenden Alter erschließt man sich immer weitere Gebiete. Dabei wird gelaufen, geklettert, gehüpft, gekrabbelt oder balanciert. Die Schulung der motorischen Fähigkeiten ist gewissermaßen eher ein Abfallprodukt solcher Erkundungsgänge. Aber ein äußerst wertvolles! Denn eine gute Beweglichkeit, ein gewisses Maß an Ausdauer, eine gute Koordination und eine kräftige Muskulatur sorgen für eine umfassende Fitness. Bandscheiben und Gelenke werden unter Belastung optimal mit Nährstoffen versorgt. Rückenschmerzen haben kaum eine Chance. Und oft bleibt die Freude an der Bewegung auch ein Leben lang erhalten.

Und so geht's:

  • Seien Sie Vorbild! Vermitteln Sie Ihren Kindern Freude an Bewegung, indem Sie selbst regelmäßig aktiv sind. Ihre Kinder können Sie bei Ihrer Laufrunde mit dem Rad begleiten oder selbst mitlaufen.
  • Viele Sportvereine bieten sogenanntes Sporteln an, da kann die ganze Familie mitmachen.
  • Legen Sie zusammen mit Ihrem Kind möglichst viel Alltagswege zu Fuß oder mit dem Rad zurück.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nur die wirklich notwendigen Bücher mit zur Schule nimmt. Der Schulranzen darf nicht zu schwer sein und auch nicht zu tief hängen.
  • Lassen Sie Ihr Kind verschiedene Sportarten ausprobieren. Nicht jeder Junge möchte Fußball spielen und nicht jedes Mädchen ist auf Ballett fixiert. Viele Kinder haben auch Freude am Reiten oder an Kampfsportarten.
  • Besuchen Sie mit Ihren Kindern auch mal Kletterhallen oder Hochseilgärten. Mut und Selbstvertrauen sind hier gefragt. Vielleicht sind Ihre Sprösslinge Ihnen bei solchen Aktionen sogar überlegen.
  • Gehen Sie mit Ihren Kindern regelmäßig zum Schwimmen, und zwar nicht nur in Spaßbäder. Schwimmen erfordert Ausdauer, Kraft und Koordination. Man kann natürlich auch Springen, Tauchen oder Wasserball spielen.