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Zahngesundheit

Mit Bleaching zum strahlenden Lächeln?

Wer wünscht sich nicht strahlend weiße Zähne? Eine makellose weiße Zahnreihe gilt als Symbol für Erfolg und Attraktivität und Bleaching (= Bleichen, Zahnaufhellung) als Möglichkeit, sich diesen Wunsch zu erfüllen.

Nicht jeder ist von der Natur mit weißen Zähnen ausgestattet worden, häufig bewegt sich die Zahnfarbe eher in Richtung gelblich oder grau. Zusätzlich lagern sich im Laufe der Jahre Farbstoffe aus Kaffee, Tee oder Nikotin im Zahnschmelz ein und lassen die Zähne dunkler erscheinen. Der Gedanke an eine Zahnaufhellung ist da nicht weit. Was passiert beim Bleaching? Es werden Präparate eingesetzt, die das Bleichmittel Wasserstoffperoxid oder eine Vorstufe davon enthalten. Sie dringen in den Zahnschmelz ein, durch eine chemische Reaktion verändern sich die Farbstoffe im Zahn, die Zahnfarbe erscheint heller.

Zahnaufhellung arbeitet mit Bleichmitteln

Zahnärzte bieten unterschiedliche Bleaching-Verfahren an: Beim sogenannten „Home-Bleaching" fertigt der Zahnarzt zunächst passgenaue Kunststoffschienen für Ober- und Unterkiefer an. Der Patient füllt dann zu Hause das Bleichmittel in die Schienen und trägt sie – je nach Konzentration des Bleichmittels – über mehrere Stunden. Dieser Vorgang wird im Verlauf einiger Wochen mehrfach wiederholt. Der Zahnarzt überprüft während der Behandlungsdauer mehrfach den Erfolg.

Beim Bleaching in der Zahnarztpraxis werden hochkonzentrierte Bleichmittel eingesetzt, die teilweise noch mit Licht oder Wärme verstärkt werden. Die Einwirkzeit beträgt nur 15 bis 30 Minuten. In jedem Fall sollten die Zahnflächen nach der Aufhellung mit härtendem Fluor behandelt werden, da die Bleichmittel aggressiv wirken. Wer ohnehin schon unter empfindlichen Zähnen leidet, sollte daher besonders sorgfältig Nutzen und Risiken abwägen: Das Bleichen kann Zähne und Zahnhälse überempfindlich für Temperaturreize sowie Süßes und Saures machen. Von Bleachingprodukten für Selbstanwender aus dem Drogeriemarkt raten Experten übrigens ab. Die Hersteller arbeiten mit ungenau sitzenden Universalschienen, aus denen Bleichmittel austreten und das Weichgewebe reizen und Entzündungen verursachen kann.

Achtung: Zahnersatz lässt sich nicht aufhellen

Vor dem Bleaching steht eine gründliche Beratung beim Zahnarzt, der Zähne und Zahnfleisch genau untersucht. Wer Zahnfüllungen und Zahnersatz in Form von Kronen oder Brücken hat, muss bedenken, dass diese sich nicht bleichen lassen. Werden die natürlichen Zähne dann heller als vorhandener Zahnersatz, hat man keine Freude am Ergebnis. Und wie lange hält eine Zahnaufhellung? Die Bundeszahnärztekammer spricht von unterschiedlichen Erfolgsraten. Direkt nach dem Bleaching erkennt man meist eine deutliche Aufhellung. Im Laufe weniger Jahre schwindet der Effekt aber wieder. Zum einen, weil unter anderem Kaffee- und Teegenuss wieder Spuren hinterlassen, zum anderen durch den natürlichen Alterungsprozess. Da es sich beim Bleaching um eine rein kosmetische Maßnahme handelt, müssen die Kosten privat getragen werden.