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Bewegung

Der Geist läuft immer mit!

Dem Gedächtnisverlust effektiv vorbeugen durch Bewegung mit Geist. Die Kombination von Bewegung und Denken bietet eine hervorragende Vorbeugung gegen Demenzerkrankungen. Aktuelle Studien belegen, dass regelmäßige Bewegung die Gedächtnisleistung stärken und den Ausbruch einer Demenz verzögern bzw. deren Entwicklung abmildern kann. Zudem stieg neben der Gedächtnisleistung der Studienteilnehmer das allgemeine Wohlbefinden. Sie litten nach 18 Monaten weniger unter Depressionen, Herzgefäßerkrankungen und sprachen von einer besseren Lebensqualität.

Als besonders wirksam gelten Bewegungsformen, bei denen gleichzeitig Körper und Geist in Anspruch genommen werden. Finden Sie heraus, welche Bewegungsform Ihnen am meisten entgegenkommt – und bleiben Sie dran! Denn nur regelmäßiges Training bringt Ihnen das erhoffte Ergebnis.

Geist und Bewegung

1. Der Geist konzentriert sich auf die körperliche Bewegung

Tai Chi zählt neben Kampfsportarten wie Judo und Karate ebenso dazu wie viele westliche Sportarten, bei denen der Geist nicht einfach abschalten darf. Ballspiele etwa erfordern immer höchste Konzentration und vorausschauendes Planen. Auch beim Geräteturnen oder bei der Gymnastik muss man sich auf Bewegungsabläufe konzentrieren. Reines Konditionstraining hingegen fordert den Geist in der Regel weniger, hat jedoch allein durch die Verbesserung der körperlichen Gesamtverfassung eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf das Gesamtsystem Mensch. Es ist übrigens zweitrangig, ob Sie allein oder in der Mannschaft trainieren: Bewegungsabläufe und Spielgestaltung werden Ihre Konzentrationsfähigkeit in beiden Fällen fordern.

2. Der Geist konzentriert sich während der körperlichen Bewegung auf andere Dinge

Die klassische Form dieser Geist-in-Bewegung-Spielart ist der Spaziergang zu zweit mit anspruchsvoller Unterhaltung. Als Paradebeispiel könnte der Dichter Goethe mit seinem Sekretär Eckermann gelten, deren gemeinsame Spaziergänge meist zu hochgeistigen Resultaten führten, die es verdienen, noch fast 200 Jahre später zur Kenntnis genommen zu werden. Nun ist nicht jeder zum Dichterfürsten berufen, also mögen es ganz alltägliche Dinge sein, die den Gegenstand des Dialogs bilden. Wichtig ist allerdings die Bereitschaft, in der Konfrontation mit dem alltäglichen Gegenstand nicht das Gewohnte zu denken, sondern Scharfsinn und Schlagfertigkeit und andere Perspektiven zu erproben. Denn nur so wird der Geist selbst in Bewegung geraten. Wer lieber allein ist beim Spazierengehen (das übrigens gern etwas flotter, also bei zügigem Tempo vonstatten gehen sollte): Man kann Dialoge auch im Geiste führen, das Für und Wider einer Sache erwägen, Gedankenschritte entwickeln. Und wer nicht gern spazieren geht: Auch beim Schwimmen lässt sich trefflich nachdenken. Nur beim Radfahren (ansonsten eine gute Form der Bewegung) sollte Ihre Aufmerksamkeit vorrangig dem Straßenverkehr gehören.

3. Gezieltes Gedächtnistraining beim Spazierengehen oder Schwimmen.

Nicht nur die geistige Übung als solche ist wichtig, besonders die gezielte Erinnerungsarbeit ist als Vorbeugung gegen Gedächtnisverlust von großer Bedeutung. Die Erinnerungsarbeit kann sich auf lang Zurückliegendes richten, etwa die Namen der Mitschüler in der Abschlussklasse oder alte Liedtexte und Gedichte. Doch auch das Kurzzeitgedächtnis sollte gezielt trainiert werden. Welche Nachrichten haben Sie heute früh auf der Titelseite Ihrer Tageszeitung gelesen? Was steht auf Ihrem Einkaufszettel? Wann haben Ihre Kinder oder Enkelkinder Geburtstag? Wie lauten die Telefonnummern Ihrer fünf besten Freunde? Es bedarf keiner großen Vorbereitung – diese Übungen können jederzeit und überall stattfinden. Beim Spazierengehen, beim Schwimmen, beim Jogging: Der Geist läuft immer mit!