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Bewegung

Schwimmen lernen - JETZT!

Schwimmen lernen - Jetzt!

Sobald es warm wird, zieht es die Menschen zu Tausenden in die Freibäder, an Strände, Flussufer und Baggerseen. Jedes Jahr verunglücken dabei einige Hundert Menschen tödlich. Häufige Ursachen sind Selbstüberschätzung einerseits und Unterschätzung von Gefahren andererseits. Doch die Hauptursache ist eine andere: Es gibt immer mehr Nichtschwimmer und unsichere Schwimmer in Deutschland.

Früh übt sich Ein Appell an alle Eltern:

Lassen Sie Ihr Kind so früh wie möglich schwimmen lernen – möglichst noch vor dem meist ohnehin zu selten stattfindenden schulischen Schwimmunterricht. Das sogenannte Babyschwimmen ist eine Art Wassergymnastik für die Kleinsten und führt nicht dazu, Schwimmtechniken bereits im Kleinkindalter zu erlernen. Dennoch kann das Babyschwimmen ein wichtiger Einstieg in den Umgang mit Wasser sein – Ihr Kind wird, wenn es später richtig schwimmen lernen soll, keine Angst vor dem nassen Element haben. Verzichten Sie auf Schwimmlernhilfen wie aufblasbare Schwimmtiere, Reifen, Schwimmflügel oder Schwimmbretter – sie täuschen Sicherheit nur vor. Einige dieser vermeintlichen Hilfen können sogar zur Todesfalle werden.

Selbstvertrauen gewinnen

Wenn Sie als Vater oder Mutter Ihrem Kind das Schwimmen gern selbst beibringen möchten, denken Sie daran, Ihr Kind gerade am Anfang nicht zu überfordern. Frusterlebnisse führen schnell zum Abbruch der Lernbemühungen. Spielerische Übungen, bei denen Sie Ihrem Kind Halt geben, sind ideal. Sobald Ihr Kind Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gewinnt, ruhige Schwimmbewegungen ausführt und den Kopf sicher über Wasser hält, können Sie ihm langsam zur Steigerung des Selbstvertrauens mehr Freiraum gewähren. Gut ist es, wenn Ihr Kind die in vielen Hallen-, Strand- und Freibädern angebotenen Schwimmprüfungen („Seepferdchen“) mitmacht. Erst dann ist Ihr Kind reif für das Wasser. Unbeaufsichtigt schwimmen gehen lassen sollten Sie Ihre Kinder erst ab dem ersten Jugendabzeichen (Bronze).

Schwimmen lernen im Erwachsenenalter

Es ist nie zu spät, das Schwimmen noch zu erlernen. Das ist besonders unter gesundheitlichen Aspekten sehr sinnvoll: Regelmäßiges Schwimmen ist ein auch für Übergewichtige sehr gut geeigneter und die Gelenke schonender Ausdauersport und als solcher geeignet, Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems vorzubeugen. Natürlich gibt es auch Schwimmlernvideos zu kaufen, doch ihr Nutzen ist begrenzt. Man kann sich zwar anschauen, wie Schwimmbewegungen ausgeführt werden, doch im nassen Element selbst fühlt es sich dann doch ganz anders an. Der Schwimmunterricht im Wasser ist durch nichts zu ersetzen. Spezielle Schwimmschulen sind darauf eingerichtet, Menschen auch im fortgeschrittenen Lebensalter das Schwimmen noch beizubringen.

Schwimmen können ist nicht alles – es kommt auch auf das richtige Verhalten im Wasser an.

Nur so ist die nötige Sicherheit gegeben. Hier die wichtigsten Baderegeln für Kinder (gemäß den von der DLRG formulierten Grundsätzen):

  • Gehe nur ins Wasser, wenn du dich wohlfühlst. Kühle dich vorher ab oder dusche.
  • Gehe niemals mit vollem oder ganz leerem Magen ins Wasser.
  • Gehe als unsicherer Schwimmer oder Nichtschwimmer nur bis zum Bauch ins Wasser.
  • Rufe nie um Hilfe, wenn du nicht wirklich in Gefahr bist, aber hilf anderen, wenn sie Hilfe brauchen.
  • Überschätze dich und deine Kraft nicht.
  • Bade nicht dort, wo Schiffe und Boote fahren. Auch Schleusen, Brückenpfeiler und Wehre sind keine Schwimm- und Badezonen.
  • Bei Gewitter ist Baden lebensgefährlich. Verlasse das Wasser sofort und suche ein festes Gebäude auf.
  • Springe nur dort ins Wasser, wo es frei und tief genug ist. Mache vor allem keine Kopfsprünge, wenn du nicht weißt, wie tief das Wasser ist.
  • Sumpfige Uferzonen und von Pflanzen durchwachsene Gewässer sind keine Badereviere.
  • Besondere Vorsicht ist beim Baden im Meer angebracht – Brandungswellen, ablandige Winde und Unterwasserströmungen können selbst geübten Schwimmern gefährlich werden.