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Trend­sport­ar­ten

Pole Dance: Workout an der Stange

Akrobatische Übungen kraftvoll, fließend und ästhetisch kombiniert: Der Tanz an der Stange hat das Image des Striptease-Tanzes in schlüpfrigen Nachtclubs längst hinter sich gelassen und Einzug gehalten in Tanzschulen, Fitnessstudios und Hochschulsportangebote. Beim Pole Dance ist nämlich weitaus mehr gefragt als ein sich Räkeln in schmaler Bekleidung rund um eine Stange. Die Mischung aus Akrobatik, Tanzsport und Turnen ist äußerst schweißtreibend und bietet ein anspruchsvolles Workout für den ganzen Körper.

Starters, Headfirsts, Spins und Climbings

Auftaktfiguren, Drehbewegungen rückwärts oder vorwärts, Gleitbewegungen, Kopfüberhaltungen, Kletterelemente, Tanzschritte um die Stange und Figuren mit oder ohne Bodenberührung bilden die Grundelemente des Pole Dance. In perfekter Choreographie wirken sie gleichermaßen athletisch und leicht, anmutig und immer auch ein bisschen erotisch. Neben Elementen des Striptease fließen Übungen der chinesischen Zirkusakrobatik in den Pole Dance ein. Getanzt wird an einer fest stehenden Stange (Static Pole); Fortgeschrittene versuchen sich auch an einer sich drehenden Stange (Spinning Pole). Verschiedene Schwierigkeitsgrade der Übungen bieten immer neue Herausforderungen. Es muss ja nicht gleich die „Human Flag" sein, bei der man den Körper nur mit den Armen in der Waagerechten hält. Wie überhaupt ein athletischer Körper nicht Grundvoraussetzung für das Training ist. Bei genügend Ausdauer und Disziplin ist er aber mit der Zeit garantiert.

Pole Dance für Muskelkraft, Koordination, Geschicklichkeit und Anmut

Bei diesem Ganzkörpertraining bleibt kein Muskel ungenutzt. Halteübungen erfordern jede Menge Kraft in den Armen. Für manch anspruchsvollere Übung werden die Beine scheinbar um die Stange geknotet. Ohne eine gute Körperspannung läuft allerdings gar nichts. Und auch eine ausgefeilte Technik ist gefragt für einen Aufschwung über die Schulter an die Stange. Die Rumpfmuskulatur von den Schultern über Bauch und Rücken bis hin zum Becken wird bei allen Elementen gekräftigt. Dadurch kann so mancher Fehlhaltung im Alltag vorgebeugt werden. Gleichgewicht und Koordination werden gleichermaßen geschult. Höchste Konzentration und viel Geschicklichkeit sind nötig, um schwierige Kopfüberhaltungen oder Drehungen um die Stange zu meistern. Alltagsprobleme haben für die Zeit des Trainings definitiv keinen Platz mehr im Kopf.

Gute Vorbereitung garantiert Erfolg und Spaß

Pole Dance Training beginnt gewissermaßen im Kopf: Zum einen gilt es das Vorurteil zu überwinden, der Tanz an der Stange sei etwas fürs Rotlichtmilieu, zum anderen braucht es eine Portion Mut, sich locker und frei an der Stange zu bewegen. Mit der Zeit stellt sich allerdings in beiden Punkten immer mehr Sicherheit ein. Das regelmäßige Pole Dance Training wird nicht mehr schamhaft verschwiegen. Auf körperlicher Ebene zeitigt das disziplinierte Training schon bald Erfolge durch einen Zuwachs an Muskeln und ein verbessertes Körpergefühl. Damit wächst gleichzeitig das Vertrauen in die Fähigkeiten des eigenen Körpers. Und mit der Zeit gelingen die Übungen immer leichter und lockerer, die Bewegungen werden anmutiger und ästhetischer. Mit einem Schuss Kreativität lassen sich die einzelnen erlernten Elemente in einer eleganten Choreographie zusammenführen.

Auf körperlicher Ebene ist ein gutes Aufwärmtraining mit einfachen Übungen zur Kräftigung, Beweglichkeit und Dehnung der Muskeln, Bänder und Gelenke auf der Matte wichtig. Die Kraft der Muskulatur muss langsam aufgebaut werden, auch um Verletzungen vorzubeugen. Gerade Anfänger müssen allerdings einen Muskelkater und auch blaue Flecken schon mal in Kauf nehmen. Die Haut muss sich erst an die neue Herausforderung gewöhnen. Der Tanz an der Stange kann recht schweißtreibend sein, eventuell kann Magnesiumpulver für trockene Hände und einen besseren Halt an der Stange sorgen.