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Wiederentdecktes Boxen: Hammerhartes Workout mit Abnehm-Garantie

Aufwärtshaken, seitlicher Haken und eine Gerade: Der Sandsack muss beim Boxtraining jede Menge einstecken. Und Sie? Sind nach dem Workout topfit. Denn das so genannte Freizeit- oder Fitnessboxen, das viele Vereine und einige Fitnessstudios anbieten, trainiert Kraft, Ausdauer, Koordination und Schnelligkeit.

Wenn Rocky Balboa alias Sylvester Stallone in „Rocky" für den großen Boxkampf trainiert, möchte man am liebsten mitmachen. Denn so fit und gestählt wie Rocky schließlich in den Ring tritt, würden die meisten Hobbysportler auch gern sein. Viele Fitnessstudios und Boxvereine haben das erkannt und bieten Freizeit- oder Fitnessboxen an. Dabei geht es nicht darum, seinen Gegner K.O. zu schlagen, sondern um Boxen als Workout und Abnehmhilfe. Schließlich ist Boxtraining hammerhart. Es trainiert Ausdauer, Koordination, Schnelligkeit und Kraft gleichzeitig. Durch die vielseitige Anstrengung werden darüber hinaus jede Menge Kalorien verbrannt.

Boxtraining: Alternative zum Training an Geräten

Dass ein Boxer Armmuskeln wie Stahl für einen gelungene Aufwärtshaken braucht, dürfte jedem noch spontan einfallen. Doch gleichzeitig müssen Schulter-, Brust-, Bauch- und Rückenmuskulatur in Form sein, damit die Schläge kraftvoll sind. Neben der reinen Muskelkraft braucht es eine gute Koordination von Beinen, Rumpf und Armen, um schnell zuzuschlagen. Fürs Ausweichen im richtigen Moment wiederum gehört eine flinke Beinarbeit dazu. Dieses permanente In-Bewegung-Sein ist das beste Ausdauertraining schlechthin – und längst nicht so langweilig, wie Runde um Runde durch den Stadtpark zu traben.

Vorteile: Die Übungen stählen den ganzen Körper

Bei so vielen Vorteilen müsste doch eigentlich jeder Fitnessbegeisterte sofort in den Ring steigen, oder? So einfach ist das auch wieder nicht. Denn Boxen haftet immer noch das Schläger-Image an. Wer an den Boxsport denkt, sieht vor seinem inneren Auge nicht selten plattnasige Hünen mit grimmigen Gesichtern, die schwitzend aufeinander eindreschen. Dieses Bild hat jedoch mit den Box-Fitnesskursen im Studio und selbst mit dem Amateurboxen im Verein nichts gemeinsam. Hier steht vor allem das Training im Vordergrund. Zu diesem gehören beispielsweise Seilspringen, Liegestütz, Schlagübungen gegen Sandsack oder Schlagkissen und Schattenboxen.

Zu Hause: Training in den eigenen vier Wänden

Wer möchte, kann Trainingsgeräte wie den schweren Sandsack oder den kleinen, schnellen Doppelendball sogar zu Hause aufhängen. Nach einem stressigen Tag im Büro kann es ungemein befreiend sein, Sack oder Ball mit gezielten Haken zu traktieren. Dadurch kann man Dampf ablassen, den eigenen Kampfgeist fördern – und hinterher herrlich ausgepowert und entspannt in den Sessel sinken. Ein absolutes Muss sind dabei allerdings Bandagen um die Hände und Boxhandschuhe. Sonst sind Verletzungen an den Fingergelenken vorprogrammiert. Außerdem empfiehlt es sich, die Grundtechniken vorher bei einem Profi zu erlernen oder zumindest in einem Fachbuch nachzulesen bevor die erste Runde gegen den Sack angepfiffen wird.

Gesundheit: Niemand muss in den Kampfring steigen

Auch bei einem Sparring – einem Trainingskampf mit geänderten Regeln, um Verletzungen vorzubeugen – sollte die Gesundheit immer an erster Stelle stehen. Darum tragen Amateure beispielsweise grundsätzlich einen gepolsterten Kopfschutz. Trotzdem ist umstritten, ob häufige Schläge gegen den Kopf langfristig gefährlich fürs Gehirn werden können. Dass das beim Profi-Boxen der Fall ist, steht außer Frage. Beim Amateursport streiten sich die Experten. Auf Nummer Sicher geht jedoch, wer zwar die Übungen aus dem professionellen Box-Training für sich nutzt, aber ansonsten nicht in den Ring steigt. Fragen Sie in einem Verein oder Fitnessstudio in Ihrer Nähe nach. Bei Kursen mit Namen wie Freizeit- oder Fitnessboxen müssen Sie keine Schläge einstecken, trainieren aber trotzdem genauso effektiv wie ein Box-Profi.