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Entspannung

Eine aktuelle Studie lässt aufhorchen: Macht Fastfood nicht nur dick, sondern auch krank? Zumindest erhöht der häufige Verzehr von Fastfood-Produkten bei Kindern und Jugendlichen das Risiko, an schwerem Asthma, Heuschnupfen oder allergischen Hautausschlägen zu erkranken, maßgeblich.

Gutes für kleine Menschen mit großem Hunger

Zu dieser Einschätzung kam eine breit angelegte Studie, bei der mehr als eine halbe Million Kinder und Jugendliche aus 51 Ländern zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt wurden. In der Altersgruppeder 13- bis 14-Jährigen war das Risiko für schweres Asthma um 39 Prozent erhöht, wenn mindestens drei Fastfood-Mahlzeiten pro Woche verzehrt wurden, bei den Sechs- bis Siebenjährigen um 27 Prozent. Ursächlich hierfür ist wahrscheinlich der hohe Gehalt an Transfettsäuren in den Fastfood- Produkten sowie der Anteil an gesättigten Fettsäuren, Zucker, Salz und Konservierungsstoffen.

Bei überzeugten Obstessern hingegen traten die genannten Krankheiten deutlich weniger häufig auf.

Doch viele Kinder scheinen eine starke Abneigung gegenüber Gemüse und Obst zu haben. Und der fürErwachsene so wichtige Gedanke an die Versorgung des Körpers mit den nötigen Nährstoffen spielt für sie ohnehin noch keine Rolle. Kinder essen einfach das, was Spaß macht und schmeckt – und sie fordern die Lebensmittel ein, die ihnen die Werbung schmackhaft machen will. Hier beginnt für Eltern oft eine schwierige Gratwanderung, denn sie benötigen manchmal viel Geduld, ihre Kinder so ganz nebenbei an eine natürliche und gesunde Ernährungsweise heranzuführen. Diese minimiert nämlich von Anfang an die Risiken für die bekannten Zivilisationskrankheiten wie Herz-/Kreislauferkrankungen, Übergewicht und Diabetes. Was aber brauchen Kinder wirklich und was ist für eine gesunde Mahlzeit außer den Zutaten noch wichtig?

Was Kinder brauchen

Während der Wachstumsphase benötigen Kinder für ihre gesunde Entwicklung ausreichend Energie aus Kohlenhydraten und Fetten, dazu genügend Eiweiß für das Zellwachstum. Bei den Vitaminen kommt dem Vitamin D und der Folsäure eine besondere Bedeutung zu, außerdem ist der Bedarf an Eisen und Kalzium bei Kindern höher als bei Erwachsenen. Wichtig ist natürlich auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Der Energiebedarf unterliegt Schwankungen, so benötigen sehr aktive Kinder mehr Energie als ruhigere Vertreter. Und während ein Kind an einem Tag ständig hungrig ist, kann es am nächsten durchaus nach einer kleinen Portion schon satt sein. Die meisten Kinder verfügen noch über ein natürliches Sättigungsgefühl, Eltern sollten sich hüten, dieses durch Zwang zum Aufessen einer bestimmten Portionsgröße zu zerstören. Größere Kinder bedienen sich beim Essen am besten selbst und füllen sich nur so viel auf den Teller, wie sie essen wollen.

Der gesunde Mix macht’s

Hochwertige pflanzliche Öle liefern nicht nur Energie, sondern enthalten auch viele Vitamine und gesunde Fettsäuren. Bei der Gesamtzufuhr von Fett, die bei Kindern 30 bis 35 Prozent der Gesamtenergiemenge betragen darf, sollte auch auf versteckte Fette geachtet werden. Kohlenhydrate machen einen Anteil von etwa 50 Prozent aus. Komplexe Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten, Kartoffeln, Gemüse und Obst sind hier zu empfehlen. Gerade Obst und Gemüse haben eine hohe Nährstoffdichte, sie liefern Vitamine, Mineralstoffe und wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe. Als Eiweißlieferanten empfehlen sich mageres Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte und Milchprodukte, die nebenbei eine sehr gute Kalziumversorgung sicherstellen. Kalzium ist zusammen mit Vitamin D, das der Körper beim Spielen im Sonnenlicht selbst herstellt, besonders wichtig für den Knochenaufbau. Wer Milchprodukte schlecht verträgt, deckt seinen Bedarf mit kalziumreichem Mineralwasser, isst regelmäßig dunkle Gemüsesorten wie Brokkoli oder Spinat oder greift zu Nüssen und Mandeln. Grüne Blattgemüse sind auch wichtige Folsäurelieferanten. Folsäure dient der Zellneubildung. Während der Wachstumsphase benötigen Kinder viel Eisen, der Bedarf erhöht sich bei Mädchen noch einmal mit dem Einsetzen der Menstruation. Tierisches Eisen hat eine höhere Bioverfügbarkeit als pflanzliches. Allerdings kann Letzteres durch die gleichzeitige Zufuhr von Vitamin C erhöht werden. Als Getränke eignen sich Mineralwasser und ungesüßte Früchte- oder Kräutertees. Fruchtsäfte und Milchgetränke sind aufgrund ihres Kaloriengehaltes eher als Zwischenmahlzeit einzustufen.

Frische Zutaten verwenden

Nur wer aus frischen Zutaten kocht, behält den Überblick und entscheidet selbst über die gesunde Zusammensetzung der Mahlzeit und deren Geschmack. Gleichzeitig werden Kinder, die beim Kochen miteinbezogen werden, an eine gesunde Ernährungsweise spielerisch herangeführt. Mit Sicherheit haben sie mehr Spaß beim Gemüseschnippeln als beim Öffnen einer Dose oder beim Aufreißen der Tüte eines Fertiggerichtes.