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Entspannung

In drei Schritten zur Entspannung

Man fühlt sich vom Stress und der Alltagshektik überlastet und stöhnt: Ach, mal ein Wochenende lang nichts tun! Doch kann man überhaupt nichts tun? Wäre es nicht wichtiger, das, was man tut, anders zu tun?

Entschleunigung gegen Stress

Der erste Schritt: Wir gewinnen die Herrschaft über unsere Zeitplanung zurück. Nicht die Uhr bestimmt, wann und in welcher Zeit wir etwas erledigen, sondern unser eigenes Zeitgefühl. Wer in Arbeitsprozessen steckt, wird, was das befreite Zeitmanagement angeht, natürlich Kompromisse eingehen müssen, doch selbst die verbleibende Freizeit bietet noch genügend Gelegenheiten, sich von starren Zeitvorgaben und Terminzwängen zu befreien. Jedes Ding hat seine Zeit – und es braucht sie auch. Stellen Sie sich vor, Ihr Leben wäre ein Garten: Es gibt eine Zeit der Aussaat, eine Zeit der Hege und Pflege und eine Zeit der Ernte. All diese Zeiten können von Pflanze zu Pflanze sehr unterschiedlich sein, es gibt einen natürlichen Rhythmus. In einem solchen natürlichen Rhythmus lebt auch jeder Mensch. Finden Sie Ihren individuellen Lebensrhythmus – wenigstens in der Freizeit. Und versuchen Sie gar nicht erst, alles gleichzeitig zu erledigen.

Reduzierung der Komplexität schützt vor Burnout

Zum zweiten Schritt: Das moderne Leben ist ungeheuer komplex. Wer in einem Ballungszentrum lebt und als Pendler unterwegs ist, einer regelmäßigen Arbeit nachgeht, in einer Partnerschaft lebt, schulpflichtige Kinder hat und die zur Alltagsbewältigung fast schon unverzichtbaren Kommunikationsmedien nutzt, steckt mittendrin im feinmaschigen Komplexitätsnetz: Man darf Bus oder Bahn nicht verpassen, muss die Kinder pünktlich zur Schule bringen oder abholen, den Arbeitsalltag bewältigen, Einkäufe erledigen, kochen, den Haushalt am Laufen halten, zwischendurch vielleicht noch Arzttermine absolvieren und nach Möglichkeit keine Nachricht aus der Welt der sozialen Medien verpassen. Diese Komplexität selbst ist dynamisch und erwartet laufend Updates. Folge: Das Räderwerk dreht sich immer schneller und ständig kommen neue Rädchen hinzu – bis Sie selbst irgendwann unter die Räder kommen und zum Burnout-Fall werden. Wo in diesem Netz gibt es Ballast, von dem Sie sich befreien können? Was ist überflüssig oder doch zumindest weniger wichtig? Versuchen Sie, Ihr Leben zu vereinfachen: Kann man den Haushalt nicht etwas lässiger angehen? Muss man wirklich allem nachgeben, was über Facebook, Twitter, Instagram, Youtube und Co Aufmerksamkeit verlangt? Vor allem über die Reduzierung des Medienkonsums lassen sich ungeahnte zeitliche Ressourcen freisetzen.

Konzentration auf das Wesentliche

Während die ersten beiden Schritte negativ bestimmt waren (weniger Zeitstress, weniger Komplexität), ist der dritte Schritt positiv bestimmt: Entscheiden Sie selbst, was in Ihrem Leben wichtig ist oder wichtig sein sollte – und setzen Sie diese Entscheidung konsequent um. Denken Sie dabei einfach an einen Leitstern, an dem Sie sich jederzeit orientieren können, der Ihren Kurs vorgibt – und dem Sie alle anderen Belange unterordnen. Nehmen wir an, Ihr Leitstern hieße „Gesundheit": Sie werden, wenn Sie diesem Leitstern folgen, alles tun, was Ihnen hilft, gesund zu bleiben oder wieder gesund zu werden. Und Sie werden automatisch alles ausschließen, was dem Erreichen Ihres Zieles im Wege steht.