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Entspannung

Nach den Festen das Fasten?

Aktuelles zum Thema Diäten

Gefährliche Nulldiät

Eine Nulldiät scheint verlockend einfach: Kein Einkauf besonders teurer Lebensmittel, kein extra Kochen, kein Kalorienzählen, kein Abwiegen kleiner Essensmengen. Eine Nullkalorienzufuhr ist aber eine echte Hungerkur: Dem Körper werden lebenswichtige Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe vorenthalten. Um zu überleben, greift er auf Reserven zurück. Dabei werden vorrangig nicht Fettreserven, sondern Muskeleiweiße abgebaut. Als Folge kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen. Weitere mögliche Folgen einer Nulldiät sind: Blutübersäuerung, Gichtanfälle, allgemeine Schwäche, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, übermäßiges Frieren und Mundgeruch. Schwangere, Stillende und chronisch Kranke dürfen auf gar keinen Fall fasten.

Für eine dauerhafte Gewichtsabnahme taugt eine Nulldiät nicht. Während des Hungerns schaltet der Körper auf Sparflamme, er lernt, mit weniger Kalorien auszukommen. Wird dann wieder normal gegessen, verbraucht der Körper zunächst immer noch weniger Kalorien, der berüchtigte Jo-Jo-Effekt tritt auf.

Heilfasten nur unter Aufsicht

Als therapeutisches Heilfasten kommen Fastenkuren z. B. bei Herz-/Kreislauferkrankungen, Rheuma oder Hauterkrankungen zum Einsatz, wobei die spirituelle Dimension des Fastens im Mittelpunkt steht – die Gewichtsabnahme ist allenfalls eine Begleiterscheinung. Der deutsche Arzt Otto Buchinger hat den Begriff „Heilfasten“ 1935 geprägt. Er empfahl eine minimale Kalorienzufuhr in Form von Honig, Obst- und Gemüsesäften. Ein Bewegungsprogramm und eine Ernährungsschulung sind fester Bestandteil der Kur. Viele Heilfastenanhänger berichten von Euphorie und neuer Energie, die das Fasten mit sich bringen. Allerdings können Müdigkeit, Schwäche oder Konzentrationsstörungen auftreten. Statt auf eigene Faust zu fasten, sollte man hausärztlichen Rat einholen.

Abnehmen ohne Diät

Eine langsame und konsequente Änderung von Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten führt meist auch ohne Radikalkur oder Fastenklinikaufenthalt und vor allem ohne Einschränkung der Lebensfreude zu einer dauerhaften Gewichtsabnahme. Viele kleine Schritte bringen den Erfolg:

  • kalorienfreie Getränke wählen wie Mineralwasser oder ungesüßte Tees
  • langsamer und bewusster essen
  • auf Zwischenmahlzeiten verzichten
  • vor allem viel Bewegung einplanen, um zusätzliche Kalorien zu verbrauchen und die Muskelmasse zu erhöhen – bei einer verminderten Kalorienzufuhr ohne zusätzliche Bewegung geht nämlich auch Muskelmasse verloren und der Körperfettanteil steigt sogar
  • wichtig sind Ausdauer und Geduld, meist ist nur eine langsame Gewichtsabnahme von Dauer – und das Ganze nicht zu verbissen sehen, sondern lieber öfter mal herzhaft lachen, denn Lachen verbraucht zusätzliche Kalorien!