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Familie

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Profil Nachwuchs - Baby-Buch

Eine wachsende Zahl von Frauen entbindet per Kaiserschnitt – oft ohne echte medizinische Notwendigkeit. Dabei ist die natürliche Geburt im Regelfall tatsächlich meist der bessere Weg ins Leben. Schon in der letzten Phase der Schwangerschaft bereiten sich Mutter und Kind auf die bevorstehende Geburt vor: Der Bauch wird für etwa eine halbe Minute immer mal wieder hart und trainiert so das Zusammenziehen für die Geburt des Babys. Diese meist schmerzlosen Wehen-Übungen heißen Braxton-Hicks-Kontraktionen und sind kein Grund zur Beunruhigung. Sie sorgen außerdem für eine optimale Blutversorgung der Plazenta. Das Köpfchen des Babys senkt sich in das Becken. Der eigentliche Geburtsbeginn wird durch Hormone markiert, die das Baby bildet und auf die dann auch die Mutter reagiert. Jetzt ist die Zeit reif für die Geburt.

Geplanter Kaiserschnitt?

Das Kind wird fit für das Leben außerhalb des Mutterleibs

Der ovale Beckendurchgang und der ovale Kopf des Kindes sind normalerweise optimal aufeinander abgestimmt. Die Schädelplatten des Babys sind noch beweglich, so lässt sich der Gang durch den engen Geburtskanal leichter bewältigen. Unter den Wehen wird der Gebärmutterhals weicher und kürzer, der Muttermund beginnt, sich zu öffnen. Immer stärkere Wehen bewirken, dass sich der Muttermund etwa zehn Zentimeter weit öffnet. Erst dann kann der Kopf des Babys hindurchkommen. Die Geburt ist Schwerstarbeit für Mutter und Kind. Doch gleichzeitig gewährleistet sie auch die letzte Ausreifung des Babys. Im Mutterleib wird das Ungeborene über die Plazenta mit Sauerstoff versorgt. Zwar wird die Atemtätigkeit bereits geübt, doch noch sind die Lungen mit Flüssigkeit gefüllt. Im engen Geburtskanal wird das Fruchtwasser aus den Lungen gedrückt, dabei fallen die Lungenbläschen in sich zusammen. In Sekundenschnelle entfalten sie sich mit den ersten Atemzügen: Das Baby stößt einen lauten Schrei aus. Milchsäurebakterien besiedeln vor der Geburt die Schleimhaut des Geburtskanals und schützen das Baby vor schädlichen Keimen. Sie helfen, sein Immunsystem zu stabilisieren – die optimale Vorbereitung auf das Leben außerhalb des Mutterleibs findet auf den letzten Zentimetern statt. Das jedoch entfällt beim Kaiserschnitt.

Kaiserschnitt rettet Leben

Zum Glück für Mutter und Baby können Ärzte das Baby auch per Kaiserschnitt auf die Welt holen: Mehrlingsgeburten, Vorerkrankungen der Mutter, eine Ablösung der Plazenta oder eine Fehllage der Plazenta vor dem Geburtskanal, ein Missverhältnis zwischen der Kopfgröße des Babys und dem Becken der Mutter, ein Nabelschnurvorfall, eine Querlage des Babys oder eine außergewöhnliche Größe des Babys können medizinisch notwendige Indikatoren für eine solche Maßnahme sein.

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Kaiserschnitt – nur dann, wenn wirklich nötig

Nur etwa ein Drittel der Kaiserschnittgeburten sind medizinisch notwendig. Ziel eines Kaiserschnitts ist es immer, die Risiken für Mutter und Kind zu minimieren. Eine Kaiserschnittgeburt ist keine missratene Geburt und eine Frau, die per Kaiserschnitt entbunden hat, ist deswegen keine schlechtere Mutter. Bei einer relativen Indikation für einem vorangeganenen Kaiserschnitt wie etwa der Beckenendlage oder eines vorangegangen Kaiserschnitts sollten Sie jedoch zusammen mit erfahrenen Ärzten und Hebammen abwägen, ob eine natürliche Geburt möglich ist. Denn Kinder, die auf natürliche Weise geboren werden, haben ein geringeres Risiko für Asthma und Allergien – allein deshalb schon sollte der Kaiserschnitt nicht ohne Not oder guten medizinischen Grund gewählt werden. Auch die Meinung, dass die Kaiserschnittgeburt für das Kind schonender sei oder für die Mutter weniger schmerzhaft, ist ein Irrtum. Kinder brauchen die Anstrengung der Geburt. Und ein Kaiserschnitt ist natürlich immer auch mit den üblichen Operationsrisiken verbunden.

Deshalb: Nur Mut zur natürlichen Geburt – sie ist fast immer der bessere Start ins Leben!

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