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Gut zu wissen

Die Immunabwehr steigern - was ist sinnvoll, was nicht?

Sind Sie im Winter von einem Infekt zum nächsten geeilt? Fühlen Sie sich jetzt im Frühjahr müde und ausgepowert?

Dann sind wahrscheinlich Ihre körpereigenen Energie- und Kraftreserven am Boden. Die Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte ist eine Ganzjahresaufgabe und keinesfalls auf Herbst und Winter beschränkt. Schließlich dienen unsere Abwehrkräfte ja auch nicht allein dazu, Erkältungserreger in Schach zu halten. Die Immunabwehr des Körpers hat hochkomplexe Aufgaben. Entsprechend vielfältig sind die Möglichkeiten, ihr auf die Sprünge zu helfen.

Doch welche Maßnahmen sind wirklich sinnvoll?

A - Präparate

Medizinische Präparate auf pflanzlicher Basis wie Echinacea (Sonnenhut), Kombinationen von Vitamin und Zink oder auch spezielle Lebensmittel wie Cistus-Tee (Zistrose) oder Manuka-Honig gelten als Immunstimulanzien, d. h. sie sollen helfen, die Abwehrkräfte des Körpers zu steigern. Wissenschaftliche Studien geben allerdings keine klare Antwort hinsichtlich der Wirksamkeit dieser Mittel. Dennoch kann eine vorübergehende Anwendung etwa bei häufiger Infektanfälligkeit sinnvoll sein. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Arzt.

B - Gesunde Lebensführung

Für die gesunde Lebensführung ist jeder selbst verantwortlich. Das mag zunächst unbequem und anstrengend erscheinen, doch wer konsequent bei der Stange bleibt, kann durch folgende einfache Maßnahmen die Immunabwehr nachhaltig und wirkungsvoll stärken:

  1. Ausgewogene Ernährung:
    Täglich frisches Gemüse, frisches Obst und Vollkornprodukte als Basis der Ernährung. Hochwertige Pflanzenöle, Milch, Milchprodukte, Fisch und Eier in Maßen, Fleisch, Wurst, Süßigkeiten und Weißmehlprodukte selten oder nie. So versorgen Sie Ihren Körper mit al- len benötigten Vitalstoffen.
  2. Verzicht auf Genussgifte wie Alkohol und Nikotin
  3. Tägliche Bewegung:
    Gehen Sie so viel wie möglich zu Fuß, nehmen Sie Treppe statt Fahrstuhl, Rad statt Auto und treiben Sie, wenn möglich, zwei- bis dreimal pro Woche Sport. Und gehen Sie möglichst oft an die frische Luft – bei jedem Wind und Wetter. Durch regelmäßige Bewegung reduzieren Sie bei Bedarf auch Ihr Gewicht.
  4. Sauna:
    Der Wechsel von Hitze und Abkühlung ist ein bewährtes Immuntraining. Saunagänge sind keinesfalls nur in der kalten Jahreszeit nützlich.

C - Erkenntnisse der Psychoneuroimmunologie

Die Psychoneuroimmunologie geht davon aus, dass die Immunabwehr nicht allein eine körperliche Sache ist, sondern zuallererst eine seelische. Wer es versteht, die glücklichen Momente des Lebens zu tragenden Pfeilern zu machen, nimmt über den Weg der Produktion körpereigener Glückshormone unmittelbaren Einfluss auf die Abwehrkraft. Ein harmonisches Familienleben, eine erfüllte Partnerschaft, gute Freunde, Freude am Beruf, das Gefühl, gebraucht zu werden und etwas Sinnvolles zu tun, können ebenso wie der liebevolle Umgang mit Tieren dazu beitragen, dass Sie entspannter, stressfreier und damit auch gesünder durchs Leben kommen. Dauerhafter Stress hingegen macht auch der Immunabwehr zu schaffen und lässt sie ermatten.

Die Bewertung der Ansätze im Überblick:

A B C
Wirksamkeit 0 ++ ++
Nebenwirkungen 0 ++ ++
Als Langfristmaßnahme geeignet
-- ++ ++
Kosten bei Daueranwendung hoch
keine bis geringe
keine

++ = sehr geeignet
0 = Wirksamkeit letzlich nicht erwiesen/Nebenwirkungen nicht auszuschließen
-- = eher nicht geeignet