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Stu­di­en der pro­no­va BKK

Junge Familien in Deutschland – eine Studie der pronova BKK 

Deutschland hat im vergangen Jahr die höchste Geburtenrate seit der Wiedervereinigung erreicht. Im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn gehören wir allerdings immer noch zu den Schlusslichtern in Europa. Was können Gründe dafür sein? Wie sind die Rahmenbedingungen für Familien? Wie geht es den Eltern, was sind ihre Sorgen und Wünsche? Das wollten wir von der pronova BKK genauer wissen und haben im Rahmen der Studie „Junge Familien 2015/2016" insgesamt 1.000 Eltern mit Kind unter zehn Jahren befragt. 

Familie = Kinder, Zusammenhalt, Verantwortung und Glück

Fragt man junge Eltern, was für sie der Begriff „Familie" bedeutet, geben neun von zehn als erstes Kinder an. Sie stehen damit deutlich über dem Partner oder anderen Angehörigen. Darauf folgen Gedanken an Zusammenhalt, Verantwortung und Glück, von jeweils 80 Prozent der Befragten genannt. Für die Mehrheit der Eltern ist Familie klar der Lebensmittelpunkt. Ein Viertel verbindet mit „Familie" aber auch Stress, da es nicht immer einfach ist, dem eigenen Anspruch und den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.

Eltern mit Gesundheitsversorgung zufrieden, Impfpflicht gewünscht

Befragt nach den größten Sorgen, die sich die Eltern machen, steht auf Platz eins die Angst, dass das eigene Kind krank wird. Es folgen die Sorge um die finanzielle Absicherung und die Befürchtung, dem Kind nicht alles bieten zu können, was man als Eltern möchte. Die Voraussetzungen für eine gute Kindesgesundheit bewerten die Eltern aber positiv: 95 Prozent finden die Gesundheitsversorgung für Kinder hierzulande gut oder sehr gut. Insbesondere den Vorsorgeuntersuchungen und der Impfmedizin schenken Familien Vertrauen. 90 Prozent der Eltern sprechen sich daher auch für eine Pflichtimpfung aus für Masern, Polio und Tetanus. Rund die Hälfte befürwortet sogar eine Pflicht für alle  medizinisch empfohlenen Impfungen für Kinder.

Kritik an Bildung, Arbeitsbedingungen und gesellschaftlichem Stellenwert der Familie

Anders als die medizinische Versorgung stößt das Thema Bildung bei den befragten Eltern auf Kritik: Neun von zehn Familien sind der Meinung, dass das Angebot an Schulen verbesserungsbedürftig ist. Auch bei den Arbeitsbedingungen hat Deutschland ihrer Meinung nach Nachholbedarf, wenn es um Familienfreundlichkeit geht: 62 Prozent der Eltern berichten, dass Beruf und Familie bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber nur schwer zu vereinbaren sind. Bei einem Sechstel bietet das Unternehmen nicht eine einzige familienfreundliche Maßnahme an. So verwundert es nicht, dass die Mehrheit der Eltern sich einen höheren gesellschaftlichen Stellenwert von Familie wünscht. Drei Viertel sind der Meinung, dass dieser in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Vier von zehn gehen sogar soweit, Deutschland als nicht familienfreundlich einzustufen.