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Sonne mit Wonne

Sonne ist wichtig für gute Laune und auch für die Bildung von Vitamin D – wer sich für kurze Zeit ohne Sonnenschutz in die Mittagssonne begibt, macht also eigentlich nichts verkehrt. Wer sich jedoch länger in der Sonne aufhält, sollte alle freiliegenden Hautpartien mit Sonnencreme schützen und diesen Sonnenschutz regelmäßig erneuern. Worauf Sie sonst noch achten müssen, erfahren Sie hier.

Die Augen brauchen besonders guten Schutz

Ob am Meer oder im Hochgebirge – die Augen leiden gleichermaßen. Wasser reflektiert bis zu 30 Prozent des Lichts und intensiviert so die Sonneneinstrahlung. Und in den Bergen nimmt je 1.000 Meter Höhenunterschied die Strahlung um bis zu 20 Prozent zu. Das Auge versucht sich zwar selbst durch vermehrtes Blinzeln und eine Verengung der Pupille zu schützen und Hornhaut und Linse absorbieren einen Teil der UV-Strahlung, dennoch kann energiereiche Strahlung die Netzhaut besonders im Bereich der Makula, dem Bereich der größten Sehschärfe, schädigen und so eine Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) fördern. Außerdem kann die Sonneneinstrahlung in der Linse oxidative Prozesse auslösen, die langfristig zu einer Linsentrübung führen. Ein Sonnenhut mit breiter Krempe reduziert die UV-Belastung des Auges immerhin um etwa 50 Prozent. Bei einer Sonnenbrille mit UV-Schutz 100 nimmt das Auge übrigens noch fast 80 Prozent der Strahlung auf, daher besser eine Brille mit UV-Schutz 400 tragen und auf das CE-Zeichen auf der Innenseite des Bügels achten. Wer ein Gestell mit breiten Bügeln wählt, hat auch einen guten Schutz vor seitlicher Sonneneinstrahlung.

Welche Kleidung bietet Schutz vor Sonnenbrand?

Wüstenvölker tragen meist dunkle Kleidung – schwarzer Stoff absorbiert mehr als 90 Prozent der Strahlung, weißer nur etwa 40 Prozent. Dicht gewebte Stoffe schützen besser als locker verarbeitete. Kleidung aus Chemiefasern wie Polyester oder Polyamid halten die Strahlung effektiver ab als solche aus Viskose und Baumwolle. Spezielle UV-Schutz-Kleidung mit dem Siegel UV-Standard 801 besteht daher fast immer aus synthetischen Fasern und ist sehr dicht gewebt. Mit Nanopartikeln ausgerüstete UV-Schutz-Kleidung sollten Sie sicherheitshalber vermeiden, da die Risiken der Nanotechnologie noch nicht abschließend geklärt sind.

Unser Tipp: regelmäßiges Hautkrebsscreening

Frühzeitig erkannt, kann Hautkrebs oft erfolgreich behandelt werden. Die Kosten für das ärztliche Hautkrebsscreening übernehmen wir für alle Versicherten ab 35 Jahre (in einigen Teilen Deutschlands bereits ab 20 Jahre) alle zwei Jahre.

Wenn die Lippen leiden

Die Haut der Lippen ist besonders empfindlich, da sie kein Melanin bildet und über keinerlei eigenen Sonnenschutz verfügt. Symptome für einen Sonnenbrand auf den Lippen sind Rötungen, Schmerzen, Verhärtungen oder leichte Schwellungen. Eine Bläschenbildung kann ein Zeichen von Lippenherpes sein, eine zu starke Sonnenein- strahlung begünstigt den Ausbruch dieser Virenerkrankung. Tragen Sie vorbeugend einen Sonnenschutzstift mit natürlichen Fetten und hohem Lichtschutzfaktor auf. Bei einem Sonnenbrand auf den Lippen reichlich Wasser oder Tee trinken, um den Flüssigkeitsbedarf zu decken – wenn die Lippen schmerzen, eventuell mit einem Strohhalm trinken. Wenn Sie Ihre Lippen kühlen möchten, besser kein Eis verwenden, sondern Quark, den Sie dünn auf die Lippen auftragen.

Auch auf den Kopfschutz achten

Der beste Sonnenschutz schützt nicht vor Sonnenstich – deshalb vermeiden Sie es auch mit Kopfschutz, sich allzu lange in der Sonne aufzuhalten. Trinken Sie reichlich. Und denken Sie auch daran, neben dem Kopf auch den Nacken zu schützen – ideal ist ein Sonnenhut mit breiter Krempe oder eine Sonnenmütze mit Nackenschutz.