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Was ist Gesundheit?

Die pronova BKK ist der „Partner Ihrer Gesundheit“. Doch was ist das überhaupt – Gesundheit? Können Sie uns sagen, was Gesundheit ist? Versuchen Sie es mal. Oder fragen Sie Ihren Arzt. Sie werden feststellen, dass eine befriedigende Antwort nicht einfach zu finden ist. Man kann zwar spüren, was Gesundheit ist, doch es begrifflich auf den Punkt zu bringen, ist schon komplizierter. Wenn man krank ist, fehlt einem was – eben die Gesundheit. Ist Gesundheit also nur die Abwesenheit von Krankheit? Oder ist Gesundheit mehr? Geht es uns gut, spüren wir Gesundheit – in jeder Zelle unseres Körpers und in jeder Regung unserer Seele. Doch was genau ist es, was wir da spüren?

Im Einklang mit – ja, mit wem oder was denn?

Jedes Zeitalter, jede Kultur definiert Gesundheit auf eigene Art und Weise. Immer geht es dabei jedoch um Harmonie, um den Einklang. Mal sind es der Himmel und die Erde und die Elemente, die im Einklang sind und dabei auch den Menschen umfassen, mal sind es die Körpersäfte oder das männliche und das weibliche Prinzip oder die Geister der Ahnen im Verhältnis zur Welt der Lebenden. Eins fällt an diesen ursprünglichen Ideen alter Kulturen zur Gesundheit auf:
Um eine Art Ausgleich, um Harmonie und Einklang geht es immer.

Und: Der Mensch wird hier nicht isoliert als gesundes oder krankes Individuum betrachtet, sondern als Bestandteil des Universums.

Wenn wir heute sagen: Der Mensch muss im Zusammenhang mit seiner Umwelt gesehen werden, ist das zwar nicht falsch, doch nur ein letzter Rest dieses alten Denkens. Umwelt ist nur das Drumherum, das uns zufällig umgibt. Universum ist das große Ganze. Sind wir nur ein Produkt unserer Umwelt, ist unser Menschsein ziemlich beschränkt. Krankheit ist dann immer Ausdruck von Umwelteinflüssen. Sehen wir uns hingegen als Teil des Universums, denken wir unser Menschsein deutlich erweitert. Im Gegensatz zur Umwelt entzieht sich das große Ganze des Universums unserer Einflussnahme. Krankheit wäre dann vermutlich etwas, was Ursachen in einer uns übersteigenden Ordnung hat. Diesem Gedanken können wir hier nicht weiter nachgehen. Wir fragen uns stattdessen, was auf unser individuelles Dasein bezogen Gesundheit sein könnte.

Mehr als nur eine Frage von Laborwerten

Es gibt Menschen, die erleben ihren Routinecheck beim Arzt als Befreiung: „Meine Werte sind alle in Ordnung, ich bin gesund!“ In gewisser Weise stimmt das auch. Dennoch ist es ein verkürzter Begriff von Gesundheit. Die untersuchten Werte beziehen sich meist nur auf einige wenige, häufige Krankheitsbilder. Stimmen die untersuchten Werte, heißt das nicht, dass nicht doch irgendwo im Körper ein anderes krankhaftes Geschehen im Gange sein könnte. Außerdem spiegeln sie nur die körperliche Gesundheit, nicht die seelische. Zwar kann man heute mit Sicherheit sagen, dass seelische Erkrankungen sich auch im Körperlichen manifestieren (Stress und Depressionen beispielsweise können organische Erkrankungen nach sich ziehen), doch bis sie sich in Laborwerten niederschlagen, vergeht oft viel Zeit. Halten wir fest: Neben der körperlichen Gesundheit ist immer auch die seelische Gesundheit wichtig. Doch während man die körperliche Gesundheit anhand von Laborwerten beurteilen kann, ist die Sache mit der seelischen Gesundheit nicht so einfach feststellbar – mit einer Blutentnahme kann man Entzündungen im Körper, aber eben keine Verletzungen der Seele erfassen.

Körper, Geist und Seele

Alles ist mit allem verbunden – körperliche Erkrankungen können den Geist beeinträchtigen, seelische Erkrankungen können sich körperlich niederschlagen, geistige und körperliche Erkrankungen das Seelenleben beeinträchtigen. Alles scheint darauf hinzudeuten, dass wir den Begriff der Gesundheit sehr weit denken müssen. Fitnessübungen sind und bleiben zwar gesund, doch betreffen sie zunächst nur einen Teil unserer Gesundheit – die körperliche. Andererseits setzt körperliche Anstrengung bekanntlich Glückshormone frei und Glück ist eindeutig ein seelisches Empfinden. Das Glücksgefühl wiederum lässt uns zuversichtlicher in die Zukunft schauen, wir denken optimistischer und werden weniger anfällig für Krankheiten – spannende Zusammenhänge, für die Mediziner erst langsam ein Gespür entwickeln. Um noch einmal auf die Sache mit dem Einklang als Grundlage für Gesundheit zurückzukommen: Heute würde man sagen, dass es darauf ankommt, im Einklang mit sich selbst und seinen Zielen und Wünschen zu leben. Auch das ist eine klare Aussage.