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Grüne Sauce am Gründonnerstag?

Grüne Sauce am Gründonnerstag hat auf jeden Fall in vielen Regionen Tradition. Möglicherweise leitet sich der Name dieses besonderen Donnerstags vor Karfreitag sogar aus dem Brauch her, reichlich grünes Gemüse auf den Tisch zu bringen. Die ersten grünen Triebe von Garten- und Wildkräutern sind besonders zart und lecker. Sieben davon gehören in eine Frankfurter Grüne Sauce: Schnittlauch, Petersilie, Sauerampfer, Borretsch, Pimpinelle, Kerbel und Kresse. Unser klassisches Rezept oder die leckere vegane Variante schmecken übrigens nicht nur am Gründonnerstag.

Die Kraft des Frühlings

Zwar gibt es auch im Winter grüne Gemüse wie Grünkohl, Weißkohl, Wirsing und Rosenkohl. Doch die frischen Frühlingskräutertriebe sind ungleich zarter und prall gefüllt mit Vitalstoffen. Alten Vorstellungen zufolge wird mit den ersten Kräutern die Kraft des Frühlings aufgenommen. Sie stärken uns dann für das ganze Jahr. Und in der Tat enthalten frische Kräuter viele Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe, die unser Immunsystem vitalisieren und uns nach dem langen Winter wieder fit machen. Wenn Sie kräuterkundig sind, gehören Wildkräuter sicher ohnehin zu Ihrem Speiseplan. Die grünen Sieben für eine Frankfurter Grüne Sauce wachsen allerdings auch im Garten. Oder Sie kaufen einfach ein großes gemischtes Bund auf dem Wochenmarkt. Traditionell genießt man die Grüne Sauce zu gekochten Eiern und Pellkartoffeln. Sie passt aber auch zu Fleisch. Veganer reichen Pellkartoffeln, Blumenkohl oder im fortgeschrittenen Frühjahr auch Spargel zur Grünen Sauce.

Frankfurter Grüne Sauce (Grie Soß)

Traditionelle Zutaten:

  • etwa 300 g frische Kräuter: Schnittlauch, Kerbel, Petersilie, Sauerampfer, Pimpinelle, Kresse, Borretsch
  • 3 hartgekochte Eier, fein gehackt
  • 300 g Naturjoghurt
  • 300 g Schmand
  • 2 TL Senf
  • 1 El Öl
  • 1 EL Zitronensaft oder Essig
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung:

Die Kräuter waschen, trocken schütteln und super fein hacken, sodass der grüne Pflanzensaft austritt. Kenner schwören dabei auf Handarbeit: Das Zerkleinern mit einem Mixer könnte das feine Kräuteraroma zerstören und für einen bitteren Beigeschmack sorgen. Die gehackten Kräuter mit geriebenen Eiern, Joghurt, Schmand, Senf, Öl und Zitronensaft (Essig) verrühren. Mit etwas Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Etwa 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Vegane Variante:

etwa 300 g frische Kräuter: Schnittlauch, Kerbel, Petersilie, Sauerampfer, Pimpinelle, Kresse, Borretsch

600 g Sojajoghurt

2 TL Senf

1 El Öl

1 EL Zitronensaft oder Essig

Salz, Pfeffer, Zucker

(auf Wunsch kann man auch etwas Pflanzensahne unterrühren)