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Verletzungsrisiko Leichtsinn – so kommen Sie gesund aus dem Skiurlaub zurück

Skifahren und Snowboarden sind nicht übermäßig gefährlich. Aber tödlich gefährlich wird es, wenn jemand übermüdet, betrunken oder mit defekter Ausrüstung den Berg hinabsaust.


Im Vergleich zu Fußball, Hand- oder Basketball sind die meisten Wintersportarten erstaunlich wenig verletzungsanfällig. Das zeigen jedenfalls die Statistiken, die sich mit den Unfallzahlen beschäftigen. Doch wer aus dem Skiurlaub mit einem kaputten Kniegelenk nach Hause kommt, dem nutzt dieses Wissen herzlich wenig. Denn – auch das beweisen die Statistiken – beim Skifahren und Snowboarden fährt oft der Leichtsinn mit. Da wundert es nicht, dass insbesondere die jungen Ski- und Snowboardfahrer an oberster Stelle der am meisten verletzungsgefährdeten Personengruppe stehen. Danach folgen untrainierte Pistenbenutzer, die ihre Kräfte schlichtweg überschätzt haben, und Personen ab 45 Jahren.


Nachmittags passieren die meisten Unfälle

Die meisten Unfälle passieren am Nachmittag – wenn die Stunden auf der Piste lang und die Pausen kurz waren. Auch der hochprozentige Aufwärmdrink ist kein guter Begleiter. Hier gilt die Regel: Je betrunkener der Skifahrer, desto schwerer die Verletzung. Und wo wir gerade beim Thema Party sind: Wer nach einer durchfeierten Nacht morgens müde den Berg auf Skiern oder dem Snowboard herunterrast, der kann eigentlich schon mal prophylaktisch den Rettungsdienst rufen.
Gönnen Sie sich PausenIm Umkehrschluss heißt das: Schnallen Sie sich Ihre Skier oder das Snowboard nur unter, wenn Sie ausgeschlafen, nüchtern und ausgeruht sind. Machen Sie genügend Pausen und planen Sie gegebenenfalls einen oder mehrere Ruhetage bereits beim Kauf des Skipasses ein. Dass sich niemand mit einer dicken Erkältung oder nach der Einnahme von Schmerzmitteln auf die Piste begibt, sollte selbstverständlich sein.

Immer mit Helm fahren

Auch mit der richtigen Ausrüstung lassen sich Verletzungen vermeiden. Es lohnt sich immer vor dem Saisonstart die Ski- oder Snowboardausrüstung vom Fachpersonal prüfen zu lassen. Achten Sie darauf, dass nicht nur Körpergewicht und -größe berücksichtigt werden, sondern ebenfalls Fahrkönnen und eventuelle Vorverletzungen. Außerdem sollte die Benutzung des Helmes genauso selbstverständlich sein wie das Überstreifen der Handschuhe. Wer noch mehr auf der sicheren Seite fahren möchte, trägt einen Rückenprotektor und als Snowboarder zusätzlich Handgelenkschützer mit einer starren Schiene auf der Seite der Handfläche. Bei einigen Snowboardhandschuhen sind sie bereits eingearbeitet. Eine gute Skibrille gehört ebenfalls dazu. Sie sollte nicht aus Glas sein, eine Antifog-Beschichtung haben und mit einem UV-Schutz ausgestattet sein.


Skigymnastik verringert das Verletzungsrisiko

Und sonst? Bereiten Sie sich auf Ihren Urlaub im Schnee vor. Und zwar indem Sie Muskeln und Gelenke mit spezieller Skigymnastik kräftigen und dehnen. Das können Sie entweder unter Anleitung im Fitnessstudio tun oder nach Übungen – die Sie zahlreich im Internet oder in Büchern finden – auch zu Hause. Am Wintersportort angekommen, sollten Sie sich eine Regel besonders zu Herzen nehmen: Bleiben Sie auf den gesicherten Skipisten. Selbstüberschätzung und mangelnde Geländeerfahrung sind die Hauptgründe, warum Skifahrer die ausgewiesenen Strecken verlassen – und dort böse stürzen oder schlimmstenfalls sogar zu Lawinenopfern werden.