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Wis­sens­wer­tes

Greifvögel und Wildschweine attackieren Läufer

Laufen gilt als gesund, doch mitunter haben Jogger unheimliche Begegnungen der dritten Art: Aus dem Nichts heraus stürzt sich ein Greifvogel senkrecht herab und fliegt haarscharf an ihrem Kopf vorbei. Oder die Laufstrecke wird von einer Wildschweinrotte gequert. Generell sind sowohl Wildschweine als auch Greifvögel, insbesondere Mäusebussarde, häufig in der Nähe menschlicher Siedlungen anzutreffen. Wahrscheinlich finden sie hier besonders leicht Futter. Während Wildschweine eher im Herbst unterwegs sind, werden Attacken von Greifvögeln vornehmlich im Frühjahr beobachtet. Zum Glück kommt es in beiden Fällen höchst selten zu ernsthaften Verletzungen. Denn weder Greifvögel noch Wildschweine nehmen Menschen als ihre Beute wahr. Dennoch sollten Läufer vorbereitet sein, gerade wenn sie auch gern mal querfeld- oder querwaldein unterwegs sind.

Greifvögel verteidigen ihre Brut

Angriffe auf Menschen erfolgen aus zweierlei Gründen: Entweder fühlen die Greifvögel sich einfach gestört und wollen ihr Revier verteidigen. Oder sie wollen ihren Horst und ihre Jungen schützen. Oft starten sie dabei mit einem sogenannten Vergrämungsflug mit dem Ziel, dem Eindringling, in diesem Fall dem Jogger, einen gehörigen Schrecken einzujagen. Aber auch ein gezielter Angriff auf den höchsten Punkt, also den Kopf, unter Einsatz der Krallen kommt schon mal vor, kleinere Kratzer oder Wunden nicht ausgeschlossen. Als Beute betrachten sie uns Zweibeiner dabei nicht. Läufer wirken allerdings durch ihre schnellen Bewegungen deutlich gefährlicher auf die Vögel als Spaziergänger. Mit einfachen Abwehrmaßnahmen kann man schnell wieder Herr der Lage werden: Falls Angriffe von Greifvögeln in der Region häufiger vorkommen, empfiehlt sich das Tragen einer Kopfbedeckung, um zumindest vor den scharfen Krallen geschützt zu sein. Zusätzlich kann man sich extra groß machen, die Arme hochreißen und laut rufen. So schlägt man die Angreifer schnell in die Flucht.

Wildschweine auf Futtersuche

Gerade im Herbst zieht es Wildschweine in die Nähe menschlicher Behausungen. Jetzt müssen die Tiere besonders viel fressen, um Vorräte für den Winter anzulegen. Wildschweine sind Allesfresser, eine umgestürzte Mülltonne oder ein Komposthaufen ist für sie das reinste Futterparadies. Eigentlich sind Wildschweine vorsichtige Tiere und sehr wachsam, so dass Begegnungen mit Menschen eher die Ausnahme sind. Falls Sie auf Ihrer Laufrunde dennoch mal in ein Rudel geraten sollten, bleiben Sie cool, laufen Sie einfach weiter und ignorieren Sie die Tiere. Vermeiden Sie auf jeden Fall hektische Bewegungen. Versuchen Sie auch nicht, sich den vielleicht niedlichen Jungen zu nähern, die Wildschweinmutter könnte sonst zubeißen, was mit Sicherheit schmerzhaft ist. Keinesfalls sollte Sie die Begegnung mit einem Keiler suchen. Keiler sind äußerst kraftvolle Tiere und durchaus in der Lage, Sie von den Beinen zu holen. Dazu verfügen Keiler über außerordentlich scharfe und spitze Eckzähne, die Hauer. Wildschweine können es an Geschwindigkeit mit jedem Läufer aufnehmen, allerdings ist es unwahrscheinlich, dass sie gezielt zur Jagd ansetzen. Sie sind nämlich keine Raubtiere, sondern Aasfresser.