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Wis­sens­wer­tes

Laufen im Gebirge als neue Herausforderung

Sie laufen gern und suchen eine neue Herausforderung? Wie wäre es da mit einem Lauftraining im Gebirge? Es muss ja nicht gleich das Hochgebirge sein, auch in den Mittelgebirgen kann man sich erproben. Wer bislang ausschließlich in ebenem Terrain unterwegs war, sollte ein wenig Zeit in die Vorbereitung investieren, bevor es an den ersten Berglauf geht. Alle, die sehr hoch hinaus wollen, checken ihre Ausrüstung noch mal und ergänzen bei Bedarf. Und wer so richtig Spaß an der Sache bekommt, nimmt die Herausforderung eines echten Wettkampfs an. Laufen im Gebirge erhöht übrigens nicht nur die Fitness, sondern belohnt auch mit klarer Luft, herrlichen Landschaften und grandiosen Ausblicken.

Die Vorbereitung

Laufstrecken in den Bergen führen schon mal über Stock und Stein. Als optimale Vorbereitung hierfür empfehlen sich Probeläufe abseits der befestigten Wege in unebenem Gelände. Die Gelenke können sich so an die stärkere Belastung gewöhnen. Auch bei längeren Laufdistanzen sollten Sie nicht aus der Puste kommen. Sinnvollerweise integrieren Sie ein Intervalltraining in Ihr regelmäßiges Lauftraining: Auf kürzeren Distanzen steigern Sie immer mal wieder das Tempo und gehen an Ihre Grenzen. Oder Sie ziehen das Tempo kontinuierlich an, bis Sie Ihre maximale Leistung erreicht haben oder es Ihnen gelingt, diese kurzzeitig zu überschreiten. Treppenläufe sind ebenfalls eine gute Vorbereitung, dafür gibt es zum Glück überall Gelegenheiten.

Die Ausrüstung

Die Schuhe sollten ein etwas tieferes Profil haben für mehr Halt. Je nach persönlichen Vorlieben wählen Sie entweder einen leichten Schuh oder entscheiden sich doch eher für ein höheres Modell, das mehr Halt verspricht. Wenn Sie eine längere Distanz ins Auge fassen, brauchen Sie leichtes Gepäck: Eine Trinkflasche ist ein absolutes Muss ebenso wie ein trockenes Thermo-Shirt und eine leichte wetterfeste Jacke, denn gerade in den Bergen kann das Wetter auch mal umschlagen. Schaffen Sie sich einen gut sitzenden kleinen Rucksack an, in dem auch Ihr Handy einen sicheren Platz hat. Im Hochgebirge ist die UV-Strahlung wesentlich stärker als im Flachland: Cremen Sie unbedeckte Hautpartien mit reichlich Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor ein. Eine Sonnenmütze schützt Ihren Kopf.

Das erste Mal

Suchen Sie sich für den Anfang eine Strecke mit moderater Steigung. Sie werden schnell merken, dass Ihr Herz-Kreislaufsystem und Ihre Muskeln mehr beansprucht werden als in ebenem Gelände. Fordern Sie sich also nicht schon beim ersten Mal zu Höchstleistungen heraus! Ab einer Höhe von etwa 1.500 Metern wird die Luft dünner, es steht weniger Sauerstoff zu Verfügung und Sie ermüden schneller. Das ist völlig normal. Gewöhnen Sie sich langsam an längere Distanzen und größere Höhenunterschiede.

Der erste Wettbewerb

Irgendwann fühlen Sie sich fit genug, um sich mit anderen zu messen. Es muss ja nicht gleich ein Bergmarathon sein, auch in den Mittelgebirgen gibt es Laufwettbewerbe über verschiedene Distanzen. Vor dem Wettkampf ist eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit, Kohlenhydraten und Proteinen wichtig, außerdem sollten Sie gut ausgeruht an den Start gehen. Schätzen Sie schon bei der Wahl der Distanz ihre Fähigkeiten realistisch ein. Falscher Ehrgeiz ist fehl am Platz und schadet Ihrer Gesundheit. Sollten Sie während des Wettbewerbs an Ihre Leistungsgrenzen stoßen, haben Sie den Mut auszusteigen.