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Seelische Gesundheit

Zufriedenheit

Zufriedenheit – ein schönes Wort, das uns an Ausgeglichenheit, innere Ruhe und Frieden denken lässt. Den Zustand der Zufriedenheit erreichen wir leider nur selten. Eher kennen wir die Unzufriedenheit. Welcher dieser Aussagen über Zufriedenheit würden Sie am ehesten zustimmen?

Zufriedenheit ist ein seelischer Zustand, der sich einstellt ...

... wenn die Welt vollkommen in Ordnung ist und beruflich und privat alles prima läuft

... wenn ich mit mir selbst und meiner Umgebung absolut im Reinen bin.

... wenn ich das Gefühl habe, alles geleistet zu haben, was ich zu leisten vermag.

Wahrscheinlich geht es Ihnen ganz ähnlich wie uns: Man fühlt sich zu einer der drei Aussagen mehr hingezogen als zu den anderen, kann diese aber nicht ausschließen. Das liegt in der Natur der Sache, denn Zufriedenheit ist ein vielschichtiges Phänomen. In einer Umwelt, in der vieles im Argen liegt, kann man ebenso wenig zufrieden sein wie mit einer Situation, in der man selbst nicht alles gegeben hat. Zufriedenheit hat zwar sehr viel mit mir selbst und meinen Ansprüchen zu tun, aber eben auch mit der Außenwelt, also mit dem Verhalten anderer Menschen. Das gilt im Beruflichen wie im Privaten.

Nie Zufrieden?

Es gibt Menschen, die sich in ihrem Zufriedenheitsempfinden vollkommen vom Zustand der Außenwelt abhängig machen. Da das, was in der Welt passiert, aber oft unfriedlich ist und eher Anlass zur Sorge gibt, lässt sich so ein Zustand der Zufriedenheit kaum erreichen – man leidet am Elend anderer, kann dies auch nicht ausblenden. Da man die unfriedliche Außenwelt kaum erfolgreich ändern kann, ist weitere Unzufriedenheit programmiert.

Manche Menschen sind prinzipiell mit allem unzufrieden, was sie selbst oder was andere in ihrem Verantwortungsbereich tun – das sind die Perfektionisten, denen bei jeder Gelegenheit vor allem das Defizitäre auffällt. Ein Lob wird man von ihnen nur selten hören, Eigenlob aber auch nicht. Solcher Perfektionismus verursacht Stress. Wo Stress herrscht, ist kein Raum für Zufriedenheit.

Der Gegensatz zur notorischen Unzufriedenheit wäre die Selbstzufriedenheit. Selbstzufriedenheit ist natürlich auch keine Lösung, denn sie ist blind für die eigenen Fehler. Selbstzufriedene Menschen sehen den Mangel stets nur bei den anderen, nie bei sich selbst.

Die Komplexität der Zufriedenheit

Zufriedenheit hängt von zahlreichen Faktoren ab, die einander stark beeinflussen können: Kann man zufrieden im Privatleben sein, wenn im Beruflichen die Unzufriedenheit überwiegt – und umgekehrt? Und bedeutet die Abwesenheit von etwas Schlechtem automatisch die Anwesenheit von etwas Gutem? Wenn Sie ein Bild von sich selbst und Ihrem Leben entwerfen würden – wie sähe Ihre ganz persönliche Zufriedenheitsbilanz aus?

Mehr Zufriedenheit im Privatleben

Natürlich gibt es kein Zufriedenheitsrezept, das in allen Lebenssituationen gleichermaßen passt. Aber es gibt doch einige Fixpunkte, die Ihnen den Weg zu mehr Zufriedenheit ebnen werden. Hier die wichtigsten:

Schwerpunkte setzen

Familie, Gesundheit, öfter mal Urlaub machen – verfolgen Sie Ihre Anliegen konsequent. Machen Sie eine Liste von Dingen/Verpflichtungen, die dem, was Ihnen wichtig ist, im Wege stehen. Welche der Hindernisse können Sie wie umgehen oder beseitigen? Doch setzen Sie Ihrem Ehrgeiz Grenzen. Sie können die Welt nicht verändern und auch sonst nicht alles erreichen. Setzen Sie sich realistische Ziele.

Mehr Zeit

Nehmen Sie sich mehr Zeit für Menschen, die Ihnen nahestehen. Suchen Sie möglichst oft den direkten Kontakt – Netzwerke im richtigen Leben sind wichtiger als Netzwerke im Internet (betrachten Sie Letztere lediglich als Hilfsmittel). Der Austausch mit anderen bringt Sie immer voran. Nehmen Sie sich Zeit nicht nur für andere Menschen, sondern für alle wichtigen Dinge und Tätigkeiten. Eile und Hast führen zu Stress, Stress führt zu Unzufriedenheit. Lieber von allem etwas weniger, das dann aber richtig und mit Muße und Hingabe.

Gründe für Unzufriedenheit erkennen

Wenn Sie mit etwas unzufrieden sind, versuchen Sie die Gründe Ihrer Unzufriedenheit zu erkennen. Liegt es wirklich nur an den anderen oder nicht auch an Ihnen selbst? Bei Unzufriedenheit mit dem Verhalten anderer Menschen suchen Sie das Gespräch. Bleiben Sie dabei aber gerecht! Die Grundlage eines zufriedenen Lebens ist Gesundheit. Geben Sie acht auf sich, sorgen Sie für eine gesunde Ernährung, für viel Bewegung und ausreichenden Schlaf.

Mehr Zufriedenheit im Berufsleben

Die pronova BKK hat in diesem Jahr eine bundesweite Arbeitnehmerbefragung durchgeführt. Am häufigsten standen der beruflichen Zufriedenheit ständiger Termindruck (38 %), schlechtes Arbeitsklima (37 %), emotionaler Stress (36 %), Überstunden (24 %) sowie ständige Erreichbarkeit und Rufbereitschaft (30 %) im Weg. Auch hoher Erfolgsdruck, mangelnde Pausen und monotone Aufgaben wurden beklagt. Unser Online-Job-Coach wird Ihnen helfen, dagegen anzugehen. Sie bekommen über einen Zeitraum von 12 Wochen spannende und praxiserprobte Coach-Lektionen für den Joballtag. Hier einige wichtige Empfehlungen vorab:

Stressfallen erkennen

Stress lässt sich nicht immer vermeiden. Aber viele Stresssituationen sind unnötig bzw. lassen sich durch Planung und Abstimmung umgehen. Unterstützen Sie Ihr persönliches Antistressprogramm durch eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung aus möglichst vielen frischen Zutaten und sorgen Sie auch für Bewegung und Entspannung. Und nutzen Sie im Betrieb Ihr Recht auf regelmäßige Pausenzeiten!

Berufliches und Privates im Ausgleich

Wer beruflich oft unter Spannung steht, kann durch ein entspanntes Privatleben Ausgleich schaffen. Deshalb ist es so wichtig, Berufliches nicht mit in den Feierabend oder gar in den Urlaub zu nehmen. Setzen Sie Grenzen, vermeiden Sie Erreichbarkeit rund um die Uhr. Denken Sie während der Arbeitszeit auch mal an schöne Dinge, die Sie glücklich machen. So kann das Privatleben das Berufsleben positiv beeinflussen.

Fair bleiben

Soziale Faktoren spielen eine entscheidende Rolle für die berufliche Zufriedenheit – behandeln Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen fair und menschlich. Und setzen Sie auch sich selbst nicht unter Perfektionsdruck.

Testen Sie Ihre Zufriedenheit