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Seelische Gesundheit

Kleiner Zufriedenheitstest

Zufriedenheit ist eigentlich nur das, was man aus einer Situation macht. Je aktiver Sie Ihr Leben gestalten, desto zufriedener werden Sie sein. Umgekehrt gilt: Unzufriedenheit resultiert sehr oft aus Untätigkeit. Gehen Sie doch mal folgende Situationen durch und überlegen Sie, wie Sie dazu stehen:

Sie machen Urlaub. Leider kommen Sie seit drei Tagen nicht so richtig aus dem Hotelzimmer raus, denn es regnet ununterbrochen. Was empfinden Sie?

A) Ich ärgere mich schwarz, denn ich habe viel Geld für diesen Urlaub bezahlt und eigentlich ist hier um diese Zeit immer gutes Wetter.

B) Ich schlafe lange, lese viel, gucke viel fern und surfe ausgiebig im Internet – irgendwie muss ich die Zeit ja totschlagen.

C) Ich besorge mir eine wetterfeste Jacke oder schnappe mir einen Regenschirm und gehe trotzdem raus – wenn ich schon mal hier bin, will ich auch was erleben.

Sie stellen fest, dass Sie zugenommen haben – die Hose kneift, das Hemd spannt über dem Bauch und der Gürtel kommt Ihnen plötzlich zu kurz vor. Was machen Sie?

A) Ich bekomme schlechte Laune und schiebe mir vor lauter Frust erst mal einen Schokoriegel rein.

B) Ich resigniere und kaufe mir neue Klamotten in passender Größe.

C) Ich überlege, ob ein paar Kilo mehr OK für mich sind (schlank steht schließlich nicht jedem) oder ob ich sie nicht lieber loswerden möchte – wenn Letzteres, gehe ich das Problem konsequent an.

Ihr Partner oder Ihre Partnerin hat seit Wochen kaum noch Zeit für Sie – die berufliche Belastung lässt nur wenig Raum für Privates. Wie gehen Sie damit um?

A) Ich bin sauer und lasse den anderen das deutlich spüren.

B) Ich akzeptiere es und hoffe auf bessere Zeiten.

C) Ich spüre, dass der Dauerstress uns nicht gut tut und spreche mit meiner Partnerin/meinem Partner darüber – wir versuchen, gemeinsam eine Lösung zu finden und beispielsweise aus der wenigen Zeit viel zu machen.

Sie haben Konsumwünsche, die Ihr Budget deutlich übersteigen. Wie gehen Sie mit dieser Situation um?

A) Ich denke darüber nach, wie ungerecht die Welt doch ist – wieso können andere sich das leisten und ich nicht?

B) Ich besorge mir vielleicht einen Kredit – die Zinsen sind derzeit ja extrem niedrig, das bekomme ich schon irgendwie finanziert.

C) Ich frage mich, warum ich diese eine Sache so sehr begehre – brauche ich das wirklich oder ist diese Anschaffung nicht nur eine Ersatzbefriedigung für etwas, was man gar nicht kaufen kann? Falls ja, versuche ich hier anzusetzen und mein Leben zu ändern – Konsum löst bekanntlich keine Probleme!

Schon wieder haben Sie es nicht geschafft, mit dem Rauchen aufzuhören. Einige Monate ging es gut, dann kam der Rückfall. Wie sieht Ihre Reaktion aus?

A) Ich kann einfach nicht aufhören, solange ich so viel Stress habe – die anderen sind schuld!

B) Ich hab's doch gleich gewusst – bringt nichts, dagegen anzugehen.

C) Ich versuche zu ergründen, warum ich überhaupt rauche. Dabei lerne ich mich selbst besser kennen und finde vielleicht heraus, warum ich immer wieder zur Zigarette greife. Erkenne ich die Ursache, finde ich vielleicht auch den Ausweg.

Ein guter Freund hat Sie schwer enttäuscht ohne dass Sie wissen warum. Was empfinden Sie?

A) Ich bin außer mir – der kann mich mal für alle Zeiten!

B) Ich bin traurig. Aber so ist das Leben halt.

C) Ich versuche herauszufinden, warum er sich so verhalten hat. Könnte es an mir liegen, hab ich etwas falsch gemacht? Ich werde auf ihn zugehen. Vielleicht lässt sich ja was retten.

Seit einigen Monaten stört Sie Ihre Wohnsituation – es ist laut, Sie haben nervige Nachbarn und zu allem Überfluss ist die Wohnung auch noch teuer. Was machen Sie?

A) Ich lege mich mit allen Nachbarn an und zeige jede Ruhestörung an!

B) Ich schaue ab und an mal nach Wohnungen im Internet und in der Tageszeitung.

C) Ich ziehe schon nächsten Monat um – die alte Wohnung hab ich ohne zu zögern gekündigt und dann auch bald eine neue gefunden. Man muss Fakten schaffen!

Sie haben die letzten zehn Jahre keinen Sport getrieben und würden sich gern mehr bewegen, doch leider klappt es nicht so recht – der innere Schweinehund ist Ihr bester Kumpel. Stört Sie das?

A) Ich bin einfach nur genervt – keiner hat Zeit, mitzujoggen, das Fitnessstudio ist richtig blöd und außerdem weiß ich gar nicht, wann ich das schaffen soll.

B) Ich weiß, dass ich mehr tun müsste. Aber ich kann mich so schlecht motivieren.

C) Ich weiß, dass der Anfang hart sein wird. Lust hab ich keine, aber ich setze mir einen Plan, den ich auch einhalten werden.

Ihnen ist langweilig. Was tun Sie?

A) Ich spüre Unruhe, bekomme schlechte Laune, werde lustlos und unzufrieden mit meinem Leben insgesamt.

B) Ich sitze die Langeweile irgendwie aus und warte darauf, dass etwas passiert oder mich wer anruft.

C) Ich kenne eigentlich keine Langeweile. Ich stecke voller Pläne, die nur darauf warten, dass ich mal Leerlauf habe. Auf zu neuen Ufern – das ist meine Devise!

Zählen Sie jetzt mal kurz durch, unter welchem Antwortbuchstaben (A, B oder C) Sie die meisten Übereinstimmungen hatten. Hier die Auflösung:

A)

Kann es sein, dass Sie schnell negativ reagieren, wenn etwas nicht so läuft, wie Sie es gern hätten? Sie schieben Ihre Unzufriedenheit auf andere Menschen oder die Umstände, aber sehen sich selbst kaum als Ursache. Unser Tipp für Sie: Wenn Sie Anzeichen von Unzufriedenheit spüren, unternehmen Sie was – gehen Sie raus, bewegen Sie sich an frischer Luft, treffen Sie sich mit Freunden, verschaffen Sie sich Abwechslung. Sie werden schnell merken, dass solche Aktivitäten wie ein frischer Wind Ihr Leben durchlüften. Je fordernder die Aktivität, desto besser!

B)

Sind Sie ein Wunder an Gelassenheit oder neigen Sie einfach nur dazu, alles mehr oder weniger passiv hinzunehmen? Sie ärgern sich nur selten – das ist gut. Aber richtig zufrieden sind Sie auch nicht. Das ist nachvollziehbar, weil Sie sich mit ihrer abwartenden Haltung von anderen abhängig machen, statt selbst die Initiative zu ergreifen. Unser Tipp: Nicht abwarten und Tee trinken, sondern die Dinge anpacken – wohlüberlegt und mit der Kraft der inneren Ruhe, die Ihnen offenbar zu eigen ist.

C)

Glückwunsch –Sie machen eigentlich alles richtig: Sie gehen die Dinge offensiv an, kümmern sich nicht groß darum, was andere denken. Und Hindernisse sind dazu da, überwunden zu werden. Versuchen Sie, andere mit Ihrer Energie und Ihrer Begeisterungsfähigkeit anzustecken und mitzureißen!