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Cerealien: gesundes Frühstück oder Zuckerfalle?

Loops, Rings, Flakes oder Balls: Schon am Namen lässt sich erahnen, dass die meisten der hübsch bunten Frühstückscerealien ein stark verarbeitetes Lebensmittel sind – und keinesfalls ein vollwertiger Frühstückssnack.

Frühstückscerealien gut für die Gesundheit?

Manche Gerüchte halten sich hartnäckig. So tischen die Hersteller von Frühstückscerealien den Konsumenten mit schöner Regelmäßigkeit auf, dass Getreidepuffs, Loops, Rings, Flakes und Co. gut für die Gesundheit seien. Tatsächlich sind die meisten der hübsch bunt verpackten Cerealien alles andere als gesund. Sie bestehen aus reichlich Zucker und Fett. Damit der unbedarfte Konsument dem nicht sofort auf die Schliche kommt, verbirgt sich der wahre Zuckergehalt häufig hinter Bezeichnungen wie Glukosesirup. Von daher ist es sinnvoll, die Zutatenliste der anvisierten Balls, Kissen, Schoko- und Knuspermüslis gründlich zu studieren – und nicht den Werbeversprechen auf der Verpackung zu vertrauen. Oft zeigt sich zudem, dass für die verlockende Farbe künstliche Farbstoffe zuständig sind und für den Geschmack Aromen aus dem Chemielabor. Auch die zahlreichen Vitamine, für die häufig auf der Schachtel geworben wird, sind meistens künstlich. Das macht sie zwar nicht unbedingt schlechter, aber von einem gesunden und natürlichen Frühstück ist man mit den Cerealien trotzdem weit entfernt. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob Lebensmittel wie Frühstücksflocken überhaupt mit Mineralien oder Vitaminen angereichert sein müssen. Das liest sich nett auf der Verpackung, doch wer sich ausgewogen und vollwertig ernährt, braucht keine künstlichen Vitalstoffe in seinen Lebensmitteln.

Was knuspert denn da?

Ein weiterer Punkt, der gegen den regelmäßigen Verzehr der Frühstücksflocken spricht, sind die fehlenden Ballaststoffe. Zwar geht die Bezeichnung Cerealien auf den Namen der römischen Göttin des Ackerbaus Ceres zurück und bedeutet demnach Getreide bzw. Produkte aus Getreide, doch die meisten Frühstückscerealien tragen ihre Namen zu Unrecht. Viele Sorten werden aus geschältem Getreide zubereitet, so dass fast alle Mineral- und Ballaststoffe, die ursprünglich im Korn enthalten waren, verloren gegangen sind.

Bleibt die Frage, wie die Alternative zu den farbenfrohen und knackigen Fertigprodukten aussieht. Die Antwort lautet: selbst machen. Der Nachteil daran ist sicherlich, dass das Einkaufen der verschiedenen Zutaten und später das Mischen zeitaufwendiger ist. Ansonsten hat die eigene Müslikreation nur Vorteile. Beispielsweise sättigt eine Variante aus Hafer-, Reis- oder Dinkelflocken wesentlich besser als jedes der quietschbunten Fertigprodukte. Denn der hohe Anteil an Ballaststoffen sorgt zum einen dafür, dass der Magen angenehm gefüllt ist, zum anderen dass Stärke und der Zucker nur langsam ins Blut aufgenommen werden. Der Körper wird somit über eine längere Zeit kontinuierlich mit Energie versorgt und die gefürchteten Heißhungerattacken kurz vor dem Mittagessen bleiben aus. Außerdem ist der Zuckeranteil deutlich geringer und künstliche Zusätze fehlen komplett.

Abwechslung ist gesund

Wem das selbst angerührte Müsli zu langweilig ist, der kann es z. B. mit Obst, Rosinen oder Sonnenblumen- und Kürbiskernen aufpeppen. Für Farbe sorgen beispielsweise ein Schuss Orangen- oder Apfelsaft oder ein Smoothie. Auch Joghurt, Buttermilch, Quark und Sojamilch sind eine leckere Alternative zur allgemein üblichen Milch. Probieren Sie aus, was Ihnen und Ihrer Familie am besten schmeckt!