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Infos zur Er­näh­rung

Antientzündliche Ernährung

Gelenkschmerzen lindern

Entzündliche Prozesse machen vielen Menschen schwer zu schaffen. Vor allem unterschwellige Entzündungen sind zunächst nur schwer zu diagnostizieren, können aber chronisch werden. Sie spielen eine große Rolle bei vielen Erkrankungen, insbesondere bei Gelenkerkrankungen wie Arthrose und Rheuma.

Neben einer genetischen Disposition haben auch Lebensstil und Ernährungsweise Einfluss auf das Krankheitsgeschehen. Manche Lebensmittel verfügen über Substanzen, die das entzündliche Geschehen hemmen und Schmerzen lindern. Neben Gemüse und Obst weisen auch bestimmte Gewürze wirksame entzündungshemmende Stoffe auf.

Antientzündlich: sekundäre Pflanzenstoffe

Obst und Gemüse enthalten neben vielen gesunden Mikronährstoffen auch eine fast unendliche Vielfalt an sekundären Pflanzenstoffen: Diese bioaktiven Substanzen schützen die Pflanzen vor Schäden durch Sonnenlicht, Krankheiten und Fressfeinden und verleihen ihnen ihre intensiven Farben und Düfte. Und viele davon haben auch einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit, sie wirken zellschützend, antimikrobiell und entzündungshemmend – auch wenn die genauen Wirkzusammenhänge noch nicht bis ins Letzte erforscht sind. Zwiebeln enthalten etwa 100 dieser bioaktiven Substanzen, Äpfel und Tomaten sogar mehr als 300. Lebensmittel tierischen Ursprungs verfügen über keine vergleichbaren Stoffe, dafür punkten fettreiche Kaltwasserfische aber mit entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren. Isolierte sekundäre Pflanzenstoff ein Kapsel- oder Pulverform sind keine echte Alternative, da die Nahrungsinhaltsstoffe im Verbund ihre Wirkung am besten entfalten können.

Weniger:

  • Schweinefleisch steht bei vielen Ernährungsforschern aufgrund des hohen Gehalts an Arachidonsäure in Verdacht, Entzündungen zu begünstigen, sollte daher seltener auf dem Speiseplan stehen. Der Berufsverband Deutscher Rheumatologen empfiehlt generell einen geringeren Fleischkonsum.
  • Süßes meiden, denn Zucker begünstigtdie Entstehung entzündungsfördernderBotenstoffe. Außerdem ist ein hoherZuckerkonsum oft mitverantwortlichfür Übergewicht, das die Gelenkezusätzlich belastet. Außerdem produziertdas körpereigene Bauchfettbesonders viele entzündungsförderndeBoten-stoffe.
  • Sonnenblumenöl wegen des ungünstigenVerhältnisses von Omega-3-zu Omega-6-Fettsäuren nur sparsamverwenden. Besser durch Rapsölersetzen.

Mehr:

  • Gewürze: Eine Mischung aus Kreuzkümmel,Muskatnuss und Kurkuma mildert Gelenkschmerzen. Auch Ingwer und Chili enthalten schmerzlindernde ätherische Öle.
  • Bunte Paprikaschoten enthalten jede Menge entzündungshemmende Antioxidantien.
  • Beeren sowie dunkle Kirschen, Trauben,Pflaumen und Gemüse punkten mit vielen gesunden Pflanzenfarbstoffen. Diese stecken besonders in den Randschichten, Schalen also immer mitessen.
  • Leinsamen und Leinöl, Walnüsse und Walnussöl liefern viele entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren, diese Öle bitte nicht erhitzen.
  • Grüntee enthält Katechine, das sind keimhemmende und immunstärkende Antioxidantien.
  • Fettreicher Seefisch enthält entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren.

Tipps zur praktischen Umsetzung im Ernährungsalltag:

Morgens vor dem Frühstück: Kreuzkümmelpulver, Muskatnusspulver und gemahlenen Kurkuma auf Vorrat im Mischungsverhältnis 1/3 : 1/3 : 1/3 mischen– jeden Morgen eine Teelöffelspitze davon mit etwas Honig einnehmen.

Mittagsessen: Öfter mal fettreichen Seefisch wie Lachs, Hering oder Makrele mit knackig gegartem Paprikagemüse kombinieren. Als Würzmittel etwas Chili und fein gehackten Ingwer verwenden. Salate mit Leinöl oder Walnussöl anmachen, zusätzlich mit Walnussstückchen dekorieren. Grundsätzlich mehr Gemüse und Fisch als Fleisch essen.

Zwischendurch: Konsum von Süßigkeiten reduzieren, stattdessen mehr Obstessen. Täglich eine Kanne Grüntee statt Fruchtsaftgetränke.