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Seelische Gesundheit

Das Glück der anderen

Sie wollen glücklich werden? Dann versuchen Sie, nicht nur an Ihr eigenes Glück zu denken – teilen Sie Ihre Glücksmomente mit anderen Menschen. Und streben Sie danach, andere Menschen glücklich zu machen. In beiden Fällen kommt das Glück auch zu Ihnen.

Ehre macht glücklich

Menschen, die sich ganz selbstlos für ein Ehrenamt entscheiden, um anderen zu helfen, berichten immer wieder davon, dass die Freude der Menschen, die sie in ihrem Ehrenamt betreuen, sehr zu ihrem persönlichen Glück beiträgt. Oft engagieren sich aber gerade solche Leute ehrenamtlich, die sich selbst auch vorher schon als glücklich bezeichnet haben – sie geben etwas ab von ihrem Glück und bekommen es vermehrt zurück. Glück färbt eben ab. Fakt ist, dass ehrenamtliche Tätigkeit das Selbstwertgefühl steigern kann – man engagiert sich, schafft etwas Sinnvolles und erfährt dafür Lob und Anerkennung. Mitentscheidend für das Glücksgefühl kann es sein, wenn man das Ehrenamt selbst als Herausforderung empfindet, sich weiterbildet und an seinen Aufgaben wächst. Das Überschreiten persönlicher Grenzen kann zu starken Glückserlebnissen führen.

Glück teilen, Glück genießen

Glücklich ist, wer Freunde hat – denn wer sein Glück mit anderen teilt, erlebt oft die doppelte Freude. Wenn Freunde sich mitfreuen, macht auch das glücklich. Die Freude der Freunde dürfte umso größer sein, wenn der Glückliche sie konkret und aktiv an seinem Glück beteiligt. Sie haben etwas Geld über? Investieren Sie es doch ganz spontan in eine Wochenendunternehmung mit den besten Freunden, anstatt es zu sparen! Haben Sie das Glück, einen schönen Garten zu besitzen? Öffnen Sie Ihren Garten für andere Menschen! Gemeinsame Tätigkeiten vom Pflanzen und Ernten bis zum Grillspaß machen einfach mehr Freude. Ganz wichtig: Es sind eigentlich immer Aktivitäten, die glücklich machen. Passivität hingegen macht fast immer unglücklich – und sei es nur deswegen, weil man durch Inaktivität die besten Chancen, glücklich zu werden, verpasst.

Glück macht kreativ

Wer glücklich ist, lernt leichter, denkt schneller, kann sich besser erinnern und trifft in der Regel auch schneller die richtigen Entscheidungen. Ängstlichkeit hingegen lähmt. Glück und Leistung sind im Grunde so etwas wie ein Kreislauf: Meine Leistungssteigerung wird durch ein Glücksgefühl belohnt. Und wenn ich glücklich bin, fällt es mir leicht, mich zu weiteren Leistungen zu motivieren. In diesen Kreislauf kann man leicht einsteigen, indem man versucht, eine Leistungssteigerung zu erreichen.

Und noch etwas: Glückliche Menschen finden leichter und schneller die richtige Lösung eines Problems, sind also kreativer. Zur Kreativität gehört auch, dass sie sehr spontan Entscheidungen für sich treffen können – man spürt das Richtige und tut es, ohne lange nachzudenken. Wer hingegen das Problem stundenlang hin- und herwälzt, wer nach der perfekten Lösung sucht, wird selten glücklich sein. Perfektionismus führt eher zum Unglücklichsein – und das aus gutem Grund: Niemand und nichts ist perfekt, perfektionistisches Bestreben gelangt also nie an ein Ende. Auch diese Einsicht können Sie mit Ihren Freunden teilen.