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Die pronova BKK auf dem Weg in die digitale Zukunft

Die digitale Zukunft hat natürlich schon längst begonnen. Aber der größte Teil des Weges liegt noch vor uns. Der Name dieses Weges: Digitale Transformation.

Der Begriff bezeichnet einen Prozess, bei dem analoge Abläufe – wie zum Beispiel das Sammeln von Daten und Informationen in Aktenordnern – in digitale Abläufe überführt werden. Doch nicht nur um Datenverwaltung geht es. Mehr noch geht es in der derzeitigen Phase um die Kommunikation zwischen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, und uns. Ein Bestandteil der digitalen Transformation ist zum Beispiel die App, die wir Ihnen zur Verwaltung Ihrer Bonuspunkte anbieten. Als weiteres Angebot kommt aktuell die neue Online-Geschäftsstelle der pronova BKK hinzu.

Doch die digitale Transformation ist nicht so sehr eine technische Angelegenheit als vielmehr eine kulturelle. Denn sie verändert unsere Art zu denken und zu handeln und natürlich unseren Umgang miteinander. Was genau macht die digitale Transformation dabei mit uns? Werden wir alle zu kleinen Robotern ohne menschliche Regung?

Sich persönlich zu kümmern und digitale Transformation sind also keine Gegensätze, sondern gehören untrennbar zusammen. Wir sprachen zu diesem Thema mit Klaus Büttgen, Stabsstellenleiter Digitale Transformation bei der pronova BKK.

Herr Büttgen – können Sie Menschen verstehen, die Angst vor der digitalen Transformation haben?

Ich weiß, dass es Bedenken gibt. Wir nehmen diese Bedenken ernst. Doch ein Ausbleiben der digitalen Transformation wäre für unser künftiges Wohlergehen verhängnisvoll.

Das klingt dramatisch – wie ist das zu verstehen?

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels vor allem. Noch gibt es bei der pronova BKK und den anderen Krankenkassen genügend qualifizierte Mitarbeiter, die sich um alles kümmern. Aufgrund der Altersstruktur wird sich das jedoch in spätestens zehn Jahren ändern, dann wird sich das Fehlen qualifizierten Nachwuchses bemerkbar machen. Um diese Lücke gar nicht erst entstehen zu lassen, ist Digitalisierung wichtig.

Computer ersetzen also Menschen?

Keineswegs – wir lagern optional lediglich Routinearbeiten in digitale Prozesse aus. Die Menschen, die hier arbeiten, bleiben wichtig, werden sogar noch wichtiger. Denn die können sich nun um Wichtigeres kümmern – um andere Menschen, um unsere Kundinnen und Kunden. Sie können im persönlichen Kundenkontakt viel präsenter sein, auf menschlicher Ebene Hilfestellung leisten.

Das können unsere Programme also noch nicht leisten?

Das sollen sie auch nicht. Wie gesagt, es geht um Routinearbeiten – und nicht darum, das Gespräch von Mensch zu Mensch zu ersetzen. Im Übrigen zwingen wir keinem Kunden die digitalisierte Welt auf – jede Kundin, jeder Kunde hat auch künftig die Wahl, ob er Dinge lieber persönlich klärt oder auch mal außerhalb der Öffnungszeiten entsprechende Programme nutzt, die ihm sofort helfen können. Die Entscheidung kann er von Fall zu Fall anders treffen. Wir bevormunden niemanden, sondern machen alle mündiger.

Sie denken jetzt in die Richtung: Jeder soll in Sachen Gesundheit ruhig eigenverantwortlicher werden?

Ja, genau. Ich halte es für sehr wichtig, Gesundheitsfragen nicht aus der Hand zu geben. Man sollte die Dinge selbst regeln – und die Nutzung der schon heute zahlreichen digitalen Möglichkeiten der pronova BKK gehört dazu. Wir werden hier in den nächsten Jahren eine ziemliche Ausweitung erleben – im E-Health-Bereich wird es genau darum gehen: digitale Möglichkeiten in den Dienst der eigenen Gesundheit zu stellen. Das betrifft dann aber nicht nur uns als Krankenkasse, sondern auch Ärzte, Krankenhäuser und andere Gesundheitsdienstleister. Für dieses Szenario wollen wir uns schon heute fit machen.