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Studie belegt: Freunde sind gesund

Freund sind gesund

Was jeder irgendwie schon immer instinktiv wusste, weiß aufgrund kanadischer und niederländsicher Studien jetzt auch die Medizin: Freunde sind gesund. Dass etwas Wahres dran sein muss, kann man das auch daran sehen, dass Menschen, die einsam leben, dazu neigen, öfter zu erkranken. Doch was genau ist so gesund an der Freundschaft?

Wer keine Freunde hat, lebt gefährlich: Einsamkeit kann so schädlich sein wie täglich 15 Zigaretten zu rauchen oder regelmäßig Alkohol zu konsumieren. Wer hingegen viel Zeit mit Freunden verbringt, hat meist weniger Stress im Leben, ein stärkeres Immunsystem sowie ein verringertes Risiko für Bluthochdruck und Depressionen. Die Erklärung ist einfach: Freunde geben Rückhalt in Krisensituationen, sind da, wenn man Hilfe braucht, entlasten einen von Alltagssorgen, bedeuten sozialen Zusammenhalt. Das gilt natürlich nur für echte Freundschaften, nicht für Freundschaften, die man nur in den sozialen Medien pflegt. Ein virtueller Freund auf Facebook mag ein sozialer Kontakt sein, ersetzt aber keine Freundschaft.

Merkmale guter Freundschaft

Es sind im Wesentlichen sieben Merkmale, die eine gute Freundschaft auszeichnen:

1. Gegenseitiges Interesse, gegenseitige Aufmerksamkeit – die Interessen können sehr weit auseinander liegen, entscheidend ist die Bereitschaft, sich auch auf Fernes einzulassen.

2. Eine intime Kenntnis des Anderen – man kennt auch dessen Schwächen, akzeptiert sie auch.

3. Vertrauen ist wichtig – man teilt Sorgen und Nöte und kann sich sicher sein, dass das Mitgeteilte im engsten Kreis bleibt

4. Man verbringt Zeit miteinander – und hat Zeit, wenn der andere einen braucht.

5. Man weiß, dass man sich auf den anderen verlassen kann und ist bereit, diese Verlässlichkeit auch für den anderen vorzuhalten.

6. Denkt man an den anderen oder unternimmt man etwas mit ihm, ist das einfach ein verdammt gutes Gefühl.

7. Wenn der andere mal Mist baut, mag das zwar ärgerlich sein – aber kein Grund, gleich die Freundschaft zu kündigen; die Bereitschaft, etwas großzügig zu verzeihen, ist unerlässlich.

Wo findet man Freunde, wenn man keine hat?

Anknüpfungspunkte gibt es viele: Sport im Verein, Bekanntschaften am Arbeitsplatz, Zufallsbegegnungen bei gemeinsamen Bekannten, ein gemeinsames Hobby. Ist gegenseitige Sympathie vorhanden, kann man vorsichtig den ersten Schritt wagen – die Einladung zum Feierabendbier, eventuell ein Spaziergang oder eine Verabredung zum gemeinsamen Konzertbesuch. Es zeigt sich dann meist sehr schnell, ob eine gemeinsame Basis da ist, auf der sich dann alles Weitere entwickeln kann.

Ob es wirklich Freundschaft ist oder nur eine Bekanntschaft, zeigt sich oft erst in der Krise: Ist der andere wirklich da, wenn man ihn braucht? Bis dahin aber sollte man möglichst viele Gemeinsamkeiten entdecken und Freude an gemeinsamen Unternehmungen haben.

Freundschaft gedeiht besonders gut, wenn viel Hygge da ist

Gesunde Freundschaft gibt es zwar zum Glück ohne ärztliches Rezept. Dennoch gibt es ein gutes Rezept, Freunde zu finden und Freundschaften zu pflegen. Das Rezept heißt: Hygge. Hygge ist das spezifisch nordische Glücksgefühl, das sehr viel mit gemeinsam verbrachter Zeit im gemütlich eingerichteten Zuhause und im Freien zu tun hat, mit gemeinsam zubereiteten und genossenen Mahlzeiten und dem sicheren Gefühl, dass geteiltes Glück oft doppeltes Glück, geteiltes Leid aber meist nur halbes Leid ist. Also: Freunde machen uns gesund, weil sie uns glücklicher machen!