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Gut zu wissen

Die sechs Typen der Gap-Year-Macher

In den USA hat das Gap Year Tradition: Vor dem Einstieg ins Berufsleben steht eine Auszeit, oft am anderen Ende der Welt. Auch in Deutschland wird die ausgedehnte Auszeit immer beliebter.
Was im Gap Year geht? Die Definition ist offen: Manche nutzen es als Orientierungsphase vor dem neuen Lebensabschnitt, engagieren sich für einen guten Zweck oder fliehen einfach aus dem Alltag. So unterschiedlich wie die Ziele sind auch die Gap-Year-Typen selbst. Sechs davon haben wir in dieser nicht ganz ernst gemeinten Liste zusammengestellt.

Die Streberin

Was sie vorher gemacht hat

Die Streberin gibt schon ihr ganzes junges Leben lang richtig Gas. Im Kindergarten konnte sie schon schreiben. Dann haben Mama und Papa sie zu Bestleistungen in der Grundschule motiviert, um die Gymnasialempfehlung auch ganz sicher zu bekommen. Im Gymnasium hat sie dann alles für den Einser-Schnitt gegeben. Schließlich öffnen einem nur die besten Unis die richtigen Türen. Die Streberin lebt in einer Welt voller Chancen, von denen sie jede einzelne ergreift. Jetzt hat sie den Abschluss in der Tasche und steht er vor der Frage: Gibt sie dem Werben der Head Hunter nach oder nutzt sie die Chance für eine Auszeit?

Was sie plant

Sie will endlich mal zur Ruhe kommen, sich endlich einmal Zeit für sich selbst nehmen. Sie will die Welt sehen und es sich dabei richtig gut gehen lassen.

Was sie wirklich macht

Während der dritten Woche im Resort in kommt aus ihrem Alumni-Netzwerk das perfekte Jobangebot. Die richtige Firma, die richtige Aufgabe. Eine einmalige Chance. Der Rückflug wird gebucht und die Karriere gestartet. Schließlich ist sie vernünftig und macht das, was wirklich zählt.

Der Backpacker

Was er vorher gemacht hat

Den Backpacker gibt es inzwischen aus allen Gesellschaftsschichten. Ob als Belohnung nach der Ausbildung, als Auszeit nach einem stressigen Semester oder wenn sich auf der Arbeit zu viel Resturlaub angesammelt hat: Der Backpacker will dem Alltagstrott entfliehen und bucht dafür einen Flug ans andere Ende der Welt. Wer genug Geld und Zeit zur Verfügung hat, bucht gleich eine Weltreise.

Was er plant

Der Backpacker schnappt sich seine Kumpels oder die Partnerin, aber auf jeden Fall sein Smartphone und eine lange Liste von Geheimtipps. Das Ziel: Orte abseits ausgetretener Pfade entdecken und möglichst viele Hotspots für kosmopolitische Partys mit anderen Backpackern erkunden. Der Backpacker gönnt sich dabei die kürzeste Auszeit. So lange muss sie auch nicht sein, denn das eigentliche Ziel sind intensive Erlebnisse, von denen der Backpacker nach der Rückkehr noch lange zehren wird.

Was er wirklich macht

Von den geplanten zehn Reisezielen schafft er gerade mal vier. Aber bei den Cocktails, den Stränden und der coolen Partyszene gibt es einfach keinen Grund mehr, weiterzuziehen. Noch lange später wird er allen davon erzählen, dass das wahre Glück doch eigentlich auf diesem Strand am Ende der Welt zu finden war.

Die Instagrammerin

Zwei junge Frauen machen ein Selfie am Strand auf einer Luftmatratze

Was sie vorher gemacht hat

Sie treibt Sport, damit sie gut aussieht. Die hippen Outfits stehen niemandem so gut wie ihr. Ihre Selfies lassen sie immer im besten Licht erscheinen. Die Instagrammerin hat sich eine solide Fanbasis erarbeitet und ist dafür über ihren Freundeskreis hinaus bekannt. Immer wieder bekommt sie Make-up zugeschickt, das sie in ihren Stories präsentiert. Jetzt will sie Influencerin werden. Was man dafür braucht? Strandbilder mit Palmen, exotischen Tieren und spektakuläre Design-Hotelzimmer.

Was sie plant

Ihre Reiseziele ziehen sich wie eine Perlenkette einmal um den gesamten Globus. Die hat sie aus den besten Posts von Influencern, Stars und Promis zusammengestellt. Mit vereinten Kräften haben die Paketboten ihre Outfits angeliefert, und auch an ihrer Figur hat sie diszipliniert gearbeitet.

Was sie wirklich macht

Vom Party-Hotspot zum Traumstrand, vom Designhotel zur Touristenattraktion: Die Instagrammerin arbeitet ihre Liste eisern ab. Die Fotos, Stories und Videos beweisen, dass sie wirklich dort war. Ihre Followergemeinde belohnt sie dafür mit Herzchen und steigenden Follower-Zahlen. Dabei reist sie oft in der Gruppe, denn komischerweise hatten richtig viele andere genau dieselbe Idee wie sie.

Der Sportler

Ein sportlicher Mann im Gap Year spielt Beachvolleyball.

Was er vorher gemacht hat

Der Sportler hat immer einen Ball am Fuß und einen Schläger in Hand. Wenn er nicht mit der Mannschaft unterwegs ist, schwimmt oder läuft er. Der Sportler ist am glücklichsten, wenn er sich richtig auspowern kann. Zum Profi reicht es nicht, aber den Nachwuchs zu trainieren macht auch richtig Spaß. Jetzt nutzt er die Chance, ein ganzes Jahr dem Sport zu widmen.

Was er plant

Ein Jahr als Trainer auf Weltreisen. Eine Kreuzfahrt auf dem Clubschiff als Animateur, als Fußballcoach nach Afrika und danach vielleicht noch ein bisschen Work and Travel in Amerika.

Was er wirklich macht

Der Sportler zieht das durch. Er lebt seine Leidenschaft aus, steckt Kinder mit seiner Begeisterung für Sport an und sieht auch noch etwas von der Welt. Zurück in Deutschland studiert er Sportwissenschaften. Nach dem Studium macht er dann doch irgendwas mit Marketing. Nur am Wochenende zieht es ihn immer wieder auf die Sportplätze der Stadt, wo er den Kindern zeigt, wo der Hammer hängt.

Der Weltverbesserer

Was er vorher gemacht hat

Wenn man die Welt sehen will, aber unter Flugscham leidet, wird man Volunteer. Als Freiwilliger engagiert sich der Weltverbesserer dort, wo die Landschaft exotisch und die Armut groß ist. In Afrika, Südostasien oder in Lateinamerika. Er will dabei Gemeinschaft erleben, andere Idealisten treffen, in fremde Kulturen eintauchen und denen helfen, die es selbst nicht können.

Was er plant

Der Weltverbesserer will wirklich einen Unterschied machen und ein Werk hinterlassen, das nachhaltig hilft. Er will sich selbst und der Welt beweisen, dass man die Welt als einzelner Mensch zum positiven verändern kann.

Was er wirklich macht

Weil die echten Hilfsorganisationen entweder keine schönen Strände im Angebot haben oder die Projekte nicht spektakulär genug sind, geht er zu einem Reiseanbieter, der eine Reise mit Hilfseinsatz anbietet. Er merkt schnell, dass das der Hilfseinsatz ein Feigenblatt ist, mit dem ein Abenteuerurlaub verkauft wurde. Nach der ersten Ernüchterung genießt der Weltverbesserer die guten Partys und verliebt sich in die süße Britin mit den Dreadlocks. Das verbessert zwar nicht die Welt, dafür prahlt er nach der Reise nicht damit, was er im letzten Jahr alles für die Menschheit geleistet hat.

Die Suchende

Was sie vorher gemacht hat

Die Suchende ist wie die Streberin gestartet. Gute Noten, viele Hobbies und ein Bachelor-Studium in Regelstudienzeit. Jetzt stellt sie sich die Frage, wie es weitergehen soll. Direkt den Master machen? In die Berufswelt einsteigen und schauen, wie weit man mit dem Bachelor kommt? Oder erstmal etwas Selbstfindung betreiben? Die Suchende hat verstanden, dass sie sich mit dem nächsten Schritt für Jahre festlegt.

Was sie plant

Raus aus dem Alltag, Schluss mit Checklisten, Schluss damit, dem nächsten Ziel hinterher zu hecheln. Ihr stehen alle Möglichkeiten offen: In Praktika kann sie in verschiedene Berufswelten hineinschnuppern, auf langen Reisen die Welt und sich selbst kennenlernen, oder sich im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen bzw. Ökologischen Jahres engagieren.

Was sie wirklich macht

Das weiß die suchende Person selbst noch nicht. Wir wissen aber schon, dass wir dabei sein wollen. Ob wir die Reiseimpfungen für die Weltreise übernehmen, ob wir während des FSJ Schutz bieten oder ob wir als günstige Versicherung den Berufseinstieg begleiten: Wer neue Pfade zu erkundet, kann sich auf uns verlassen. Wie wir auch deine Gap-Year-Pläne unterstützen können, erklären wir gerne im Webchat oder am Telefon.

​Unser Tipp: Die passenden Reiseimpfungen der pronova BKK

Damit du auch während dieser Zeit gesund bleiben, ist ein umfassender Impfschutz sehr wichtig. An den Kosten dafür beteiligt sich deine pronova BKK.

Egal wo die Reise bei dem Gap Year hingeht – Hauptsache gesund!

Die pronova BKK unterstützt dich mit folgenden Leistungen:

  • Auslandskrankenversicherung
  • Ärzte-Videochat (auch im Ausland verfügbar)
  • Reiseimpfungen und erweiterte Impfleistungen
  • Sportmedizinische Untersuchung
  • Ärztliche Behandlung im Ausland
  • Malariaprophylaxe

Noch Fragen?

Solltest du noch Fragen haben – egal ob im In- oder Ausland – steht dir unser Kundenservice unter folgender Telefonnummer zur Verfügung:

0441 925138-4949