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Er­näh­rungs­trends

Gemüsechips: Gesund snacken geht anders!

Gemüsechips

Gemüsechips gelten oft als Alternative zu Kartoffelchips und leckerer Snack für unterwegs. Zwar setzen viele Hersteller auf Natürlichkeit und verwenden neben dem Gemüse nur noch Öl und Salz, doch gesund sind die deshalb keineswegs. Die als Fertigprodukt verkauften Chips enthalten ähnlich viele Kalorien wie herkömmliche Kartoffelchips und fast genauso viel Salz. Unser Tipp lautet deshalb: Selbst machen! Im Backofen zubereitete Gemüsescheiben sind eine deutlich gesündere Knabberei.

Gemüse ist gesund. Roh geknabbert, ist es jedoch nicht jedermanns Sache. Und um einen leckeren Gemüseauflauf zu kochen, mangelt es abends nach einem langen Tag im Büro oftmals an Zeit und Lust. Da scheint für viele im Snackregal des Supermarktes die ideale Lösung zu liegen: Gemüsechips aus Möhren, Süßkartoffeln, Pastinaken, roter Bete oder Zucchini. Einfacher geht es kaum. Tüte auf und sofort gesundes Gemüse naschen. Auf diesen Gedankengang spekulieren die Hersteller und verkaufen ihre Produkte dementsprechend gut. Tatsächlich sind Wirsing, Möhren, Pastinaken und Co. aber alles andere als gesund, nachdem sie in reichlich Öl frittiert, mit einer ordentlichen Portion Salz gewürzt und anschließend in Alu oder Plastik verpackt wurden. Ähnlich wie die traditionellen Kartoffelchips sind sie ein Snack, den man beispielsweise auf einer Party knabbern kann, der aber keinesfalls regelmäßig auf dem Speiseplan stehen sollte.

Wie viel gesunde Eigenschaften besitzen Gemüsechips noch?

Während Kartoffelchips häufig mit Zusatzstoffen, Aromen und Geschmacksverstärkern angereichert werden, kommen Gemüsechips in der Regel ohne aus. Viele Hersteller setzen auf Natürlichkeit und verwenden neben dem Gemüse nur Sonnenblumenöl und Salz. Hier haben die roten, bläulichen und dunkelgelben Chips also ganz klar die Nase vorn. Im direkten Vergleich stehen sie ebenfalls besser da, wenn man auf die enthaltenen Ballaststoffe schaut. Diese Pflanzenbestandteile sind wichtig für die Verdauung und in den Gemüsechips auch nach der Verarbeitung in kleine Scheiben noch vorhanden. Ob das ebenfalls für die von Natur aus enthaltenden Vitamine, Minerale und sekundären Pflanzenstoffe gilt, ist jedoch fraglich. Vermutlich ist von diesen gesunden Bestandteilen im Gemüse nach der Zubereitung im Frittierfett nicht mehr viel übrig. Was aber reichlich zu finden ist, ist Salz. Der Gehalt fällt bei den meisten Produkten fast genauso hoch aus wie bei Kartoffelchips und ist somit deutlich zu hoch, um noch als gesund durchzugehen. Ähnliches gilt für den Fettgehalt. Zwar hängt die Menge der Kalorien von der Gemüsesorte und dem Produktionsprozess ab, dennoch lassen sich in den meisten Gemüsechips viel zu viele davon entdecken. Als Mittel zum Abnehmen taugen sie deshalb keineswegs – eher als Maßnahme, um Hüft- und Bauchspeck voran zu treiben.

Knabbern ohne schlechtes Gewissen

Ebenfalls problematisch ist ein relativ hoher Gehalt an Acrylamid, der sich bei Tests in einigen Produkten nachweisen ließ. Acrylamid bildet sich beim Rösten, Backen und Frittieren oder Braten stärkehaltiger Lebensmittel wie Getreide oder Gemüse, z. B. Kartoffeln oder Süßkartoffeln. Obwohl sich also an dem Fertigprodukt Gemüsechips nichts Gesundes mehr finden lässt, hat der Trend dennoch etwas Gutes. Er hat vielen Leuten ins Bewusstsein gerufen, dass man Chips aus Roter Bete, Zucchini, Möhren etc. auch selbst machen kann. Sie benötigen dazu nur das Gemüse Ihrer Wahl, eine Messer oder einen Hobel und einen Backofen.

Und so geht's:

Waschen und schälen Sie das Gemüse und schneiden Sie es anschließend in dünne Scheiben. Mischen Sie z. B. Olivenöl mit etwas Salz (nach Geschmack auch andere Gewürze wie Paprika, Curry, Kurkuma oder Kreuzkümmel) und bestreichen Sie die Gemüsescheiben damit. Anschließend verteilen Sie diese gleichmäßig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und schieben es bei 130 bis 150 Grad Umluft in den Ofen. Öffnen Sie die Tür gelegentlich, damit die Feuchtigkeit entweichen kann oder klemmen Sie den Stiel eines Holzlöffels in die Ofentür. Je nach Dicke der Scheiben, sind die Gemüsechips nach 30 bis 45 Minuten fertig. Guten Appetit!