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Infos zur Er­näh­rung

Wissenswertes rund um das Thema Ernährung.

Algen - Bunte Vielfalt aus dem Meer

Die bunten Meeresgemüse haben als Nahrungsmittel eine seit Jahrtausenden bestehende Tradition. Vor allem in Japan, China und an den Küsten Nord-, Mittel- und Südamerikas, in Irland, Wales und Frankreich werden Algen mit Genuss verzehrt. In anderen europäischen Ländern stehen sie zunehmend auf dem Speiseplan, nicht nur bei Makrobioten und ausgeprägten Sushi-Anhängern. Zu Recht, denn sie haben viele wertvolle Inhaltsstoffe.

Algen in aller Kürze

  • Algen können mikroskopisch klein sein oder bis zu 1000 m lang werden.
  • Makro- bzw. Speisealgen werden nach ihrer Farbe unterteilt in Rotalgen, Braunalgen und Grünalgen.
  • Algen haben die höchste Nährstoffdichte aller Pflanzen überhaupt.
  • Algen enthalten alle lebenswichtigen Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente und einen großen Anteil an Ballaststoffen.
  • In Cremes, Packungen oder Badezusätzen wirken Algen feuchtigkeitsspendend, belebend, reinigend und regenerierend.
  • Meeresalgen sind ein wichtiger Jodlieferant*. Mineralstoffe aus Algen kann der Körper besonders gut aufnehmen und verwerten.

*JodDie Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE empfiehlt eine tägliche Jodzufuhr von 0,2 mg. Das entspricht, je nach Art, etwa 1 bis 5 g getrockneten Algen. Rotalgen haben einen eher niedrigen, Grünalgen einen mittleren und Braunalgen einen hohen Jodgehalt. Seriöse Anbieter lassen den Jodgehalt ständig kontrollieren und machen entsprechende Angaben auf der Verpackung ihrer Produkte.

Nori, Wakame, Dulse & Co

Nori ist hierzulande die bekannteste Speisealge, werden ihre Blätter doch zum Umhüllen der Sushi-Rollen verwendet. Vor allem die asiatische Küche kennt jedoch noch viele andere Arten, Algen zu genießen: Sie können gekocht, gebraten oder gedämpft werden, einige Arten werden roh im Salat verzehrt, manchmal werden sie in kleinen Mengen als Gewürz verwendet. Nori enthält wie viele andere Arten auch das Vitamin B12, das sonst nur in tierischen Produkten vorkommt. Dulse, eine weitere Rotalgenart, ist im kalten Wasser des Atlantiks heimisch, sie wird auch in der Bretagne und in Irland als Snack oder in Suppen und Salaten gegessen. Meeressalat ist eine leuchtend grüne Alge, die weltweit verbreitet ist. Ihr Geschmack ist frisch, an Sauerampfer erinnernd, sie wird gern zu Fisch oder in Salaten gegessen. Wakame mit ihrem würzig-aromatischen Geschmack hat eine längere Kochzeit, sie gehört zu den Braunalgen. In Japan ist sie ein Muss in der Miso-Suppe. Wakame enthält weniger Jod als andere Braunalgen. Die besonders in Braunalgen vorhandene Alginsäure wirkt reinigend und entgiftend auf den Darm. Hijiki, ebenfalls eine Braunalge, ist außerordentlich reich an Kalzium und passt gut in Eintöpfe und Nudelsalate.

Und was sonst noch wissenswert ist

Die meisten Algen sind bei uns als Trockenware erhältlich und müssen vor dem Verzehr längere Zeit eingeweicht werden. Um die Jodaufnahme zu begrenzen, kann das Einweichwasser weggegossen werden. Algen werden in großen Zuchtanlagen kontrolliert angebaut. Wichtig für die Qualität ist sauberes, unbelastetes Wassers. In verschmutztem Wasser können Algen auch unerwünschte Substanzen aufnehmen, daher sollte man möglichst auf kontrollierte Algenprodukte von Naturkostherstellern zurückgreifen. Bei den als Nahrungsergänzungsmittel angebotenen Algen Chlorella, Spirulina und AFA-Algen handelt es sich streng genommen nicht um Speise-, sondern um Mikroalgen.