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Infos zur Er­näh­rung

Bau es selbst an!

Bau es selbst an!

Frisch geerntet sind sie am leckersten und dabei prallvoll mit gesunden Vitalstoffen: Gemüse, Obst und Kräuter. Platz dafür findet sich zum Glück auch auf der kleinsten Terrasse oder auf dem Minibalkon. Doch statt fertige Pflanzen zu kaufen, kann man sie auch selbst heranziehen. Wer die eigentliche Gartenzeit gar nicht abwarten kann, zieht drinnen auf der Fensterbank schon die ersten Pflänzchen vor, das verspricht eine frühe Ernte.

Für Leckermäulchen: Erdbeeren

Das ist kinderleicht: Erdbeeren brauchen wenig Platz, sind leicht zupflegen und garantieren eine reiche Ernte. Die jungen Pflanzen im Frühjahr einfach mit einem Abstand von 20 bis 30 cm in einen Balkonkasten setzen. Sie gedeihen aber auch in einem Kübel, in Pflanzbeuteln, in Hängeampeln und in speziellen Erdbeertöpfen. Das sind große Pflanzgefäße mit seitlichen Öffnungen, in die jeweils eine Pflanze gesetzt wird. Erdbeeren lieben die Sonne, sind dabei aber recht genügsam. Sie wollen regelmäßig gegossen werden, an heißen Tagen auch gern morgens und abends, vertragen aber keine Staunässe. Für eine optimale Düngung entweder direkt beim Pflanzen Kompost oder Hornspäne unter die Erde mischen oder organischen Dünger verwenden.

Eine besonders große Ausbeute versprechen Monatserdbeeren, hier darf von Juni bis spät in den Herbst hinein genascht werden. An halbschattigen Plätzen fühlen sich die kleinen, aromatischen Walderdbeeren besonders wohl. Nach der letzten Ernte dann da salte Laub entfernen und nur das Herz stehen lassen. Mit etwas Reisig oder einem Vlies geschützt überstehen die Pflanzen auch den Winter auf dem Balkon. Wer sich einen guten Ertrag über Jahre hin sichern möchte, sollte jedoch die Pflanzen alle zwei bis drei Jahre erneuern.

Von mild bis scharf: Chilis

Chilis kommen aus warmen Ländern und gedeihen besonders gut an einem sonnigen Standort. Wer gleich mehrere Sorten mit verschiedenen Schärfegraden wählt, hat für jedes Gericht die passende Würze. Chilis gehören zu den Starkzehrern, am besten gleich beim Pflanzen einen Langzeitdünger mit einarbeiten. Außerdem die Pflanzen mit einem Holzstab in passender Länge stützen und regelmäßig hoch binden. Gleichzeitig darauf achten, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Überhaupt sollte das Augenmerk auf dem Gießwasser liegen: Chilis mögen keine kalkhaltiges Leitungswasser, freuen sich dagegen über Regenwasser, das nicht zu kalt sein sollte. Von der Blüte bis zur Ernte ist etwas Geduld gefragt. Die Haupterntezeit liegt im August und September, wenn die kleinen Schoten nicht mehr grün, sondern leuchtend rot sind. Erst jetzt bekommen sie ihren letzten Schliff in Sachen Schärfe und Aroma.

Gesunde Würze: Kräuter

Ob Liebhaber der italienischen oder der französischen Küche, begeisterter Kräuterteetrinker oder generell experimentierfreudig in der Küche: Frisches und aromatisches Grünzeug von Balkon oder Terrasse lässt alle Genießerherzen höher schlagen. Hier kann man das ganze Jahr über ernten für leckere Salate, Saucen, Smoothies, Tees oder auch für eine kleine Hausapotheke.

Viele Kräuter lassen sich problemlos trocknen oder einfrieren. Einfach Kräuter in Kübel, Balkonkästen oder spezielle Pflanzgefäße mit seitlichen Aussparungen pflanzen. Mediterrane Kräuter wie Salbei, Rosmarin brauchen viel Sonne und dürfen nicht zu viel gegossen werden. Basilikum liebt Wärme und steht gern windgeschützt. Regelmäßige Ernte sorgt für immer neue Triebe. Pfefferminz sollte immer ein eigenes Pflanzgefäß haben, andernfalls durchwuchern und verdrängen unterirdische Ausläufer andere Kräuter. Petersilie bevorzugt Halbschatten und eine gleichmäßige Feuchtigkeit. Zitronenmelisse, ein frisches Teekraut, liefert nicht nur aromatische Blätter, sondern ist auch eine hervorragende Bienenweide. Für ein optimales Aroma werden die meisten Küchenkräuter vor der Blüte geerntet.