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Da ist Ei drin?​

Eier werden keineswegs nur in der Küche verwendet. Dort sind sie zwar als Frühstücksei, als Spiegelei, als Rührei, als Eierstich und als Back- oder Süßspeisenzutat äußerst vielfältig vertreten. Doch die wahre Domäne des Hühnerprodukts ist die Verarbeitung in der Lebensmittelindustrie.

Eiersuche – nicht nur zu Ostern

Eier werden industriell verarbeitet in Suppen, Eintöpfen, Kuchen, Gebäck, Mayonnaisen, Nudeln, Süßwaren aller Art, Salatdressings, Panaden, Geflügelsalaten, Fastfood-Erzeugnissen, Fischzubereitungen, Babynahrung und vielen anderen Produkten. Auch bei der Produktion von Rotwein etwa wird oft frisch aufgeschlagenes Hühnereiweiß ins Fass gegeben. Das Eiweiß bindet unerwünschte Stoffe, die sich dann leicht aus dem Wein entfernen lassen. Und nicht zuletzt finden sich Eier natürlich im Eierlikör.

Auch in Kosmetika macht das Ei sich nützlich: Lecithin etwa, eine fettähnliche Substanz, die den pH-Wert der Haut reguliert und damit ein Austrocknen verhindert, kann aus Eiern gewonnen werden. Lecithin wird Cremes und Haarpflegeprodukten zugesetzt.

In der Kunstmalerei findet das Ei als Eitempera Verwendung. Eitempera ist ein leuchtstarkes, farbintensives Malmittel.

Und zu guter Letzt werden auch Grippeimpfstoffe mithilfe von Hühnereiern hergestellt – für Hühnereiweißallergiker ein echtes Problem, denn im Impfstoff können noch Spuren von Hühnereiweiß enthalten sein. Seit einigen Jahren werden daher alternative Methoden erprobt, die jedoch wegen der Nebenwirkungen teils wieder vom Markt genommen wurden.

Gesundes Haar, gesunde Haut: Tipps für selbstgemachte Kosmetik auf Eibasis

Aufgrund ihrer zahlreichen wertvollen Inhaltsstoffe haben Eier nicht nur als Lebensmittel einen guten Ruf, sondern sind auch ein bewährtes Mittel für die Pflege von Haut und Haaren. So wird dem Ei ein Antiaging-Effekt zugeschrieben. Enthaltene Antioxidantien neutralisieren freie Radikale und beugen so Falten und anderen sichtbaren Zeichen der Hautalterung vor. Eier tragen jedoch nicht nur zur Faltenminderung bei, sondern geben auch den Haaren Glanz und verfeinern die Hautporen.

Eier von Hühnern, die auf Grünland gehalten werden (in der Regel trifft dies nur auf Eier aus Bioproduktion und dort wiederum eher auf kleine Produzenten zu), enthalten deutlich mehr wertvolle Inhaltsstoffe. Diese positiven Effekte können Sie im Handumdrehen selbst nutzen. Verwenden Sie dafür bitte ausschließlich sehr frische Eier. Und lassen Sie die Zubereitung keinesfalls länger stehen, weil sich sonst Bakterien vermehren können. Reste bitte entsorgen.

1. Lecithin: Ei für glänzende Haare

Pürieren Sie ein Ei (Eigelb und Eiweiß) mit einer reifen Avocado und verteilen Sie die Masse auf der Kopfhaut und im Haar. Nach 30 Minuten gründlich ausspülen.

2. Fettsäuren und Vitamine: Eigelb gegen trockene Haut

Mischen Sie das Dotter von einem Ei mit je einem Teelöffel Olivenöl und Zitronensaft. Verteilen Sie die Masse auf Gesicht, Hals und Dekolleté. Nach 15 Minuten abspülen.

3. Protein: Eiweiß gegen fettige Haut

Eiweiß von einem Ei steif schlagen. Geben Sie einen Spritzer frisch gepresstem Zitronensaft hinzu. Tragen Sie die Masse auf Gesicht, Hals und Dekolleté auf und lassen Sie sie ca. 15 Minuten einwirken. Anschließend abspülen.