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Infos zur Er­näh­rung

Der geniale Kartoffelzauberturm

Aus einem Kilo Kartoffeln 20 Kilo ernten? Das geht auch ohne großen Gemüsegarten, denn der Anbau der Knollen gelingt mühelos auch auf dem Balkon oder auf der Terrasse. Sie müssen einfach nur die dritte Dimension des Gärtners entdecken.

Der Kartoffelturm gibt es in verschiedenen Varianten: Für den Balkon empfiehlt sich die Variante mit einem hohen Pflanzgefäß. Auf der Terrasse oder in einem kleinen Garten sorgt der selbstgebaute Turm aus Drahtgittern und Bambusmatten für ein gutes Wachstum der Pflanzen und einen hohen Ertrag. Im April kann es losgehen.

Die Vorbereitung

  • Estrichmatten oder Kaninchendraht, Bambus- oder Schilfmatten und dazu Draht oder Kabelbinder besorgen.
  • Aus dem etwa 80 cm breiten Draht eine Röhre mit einem Durchmesser von etwa 60 cm formen und die Enden mit Draht oder Kabelbindern gut befestigen.
  • Mit den Bambus- oder Schilfmatten auskleiden, mit Bambusstangen stabilisieren und so aufstellen, dass der Turm nicht kippen kann und überschüssiges Wasser gut abfließt.

Estrichmatten sind stabiler im Stand als Kaninchendraht, lassen sich aber ebenfalls gut in Form biegen. Als Standhilfe kann man zusätzlich ein paar große Steine einlegen.

Wer sich die Bastelarbeit ersparen möchte, kauft fertige Pflanzgefäße – hohe und vorzugsweise schwarze Töpfe sind optimal, denn hier erwärmt sich die Erde gut – das bringt mehr Ertrag. An den Seiten Löcher mit einem Durchmesser von etwa 10 Zentimetern ausschneiden, damit die Triebe später auch seitlich einen Weg ans Licht finden.

Die Befüllung

Ab Ende April geht es ans Befüllen:

  • Für eine gute Drainage etwa 5 bis 10 cm Kies, Blähton oder Heu einfüllen.
  • Darauf kommen etwa 10 bis 15 cm mit etwas Sand gemischte Erde.
  • Im Abstand von etwa 5 cm die Kartoffeln – frühe Sorten sind besonders gut geeignet – legen und mit einer Schicht Erde bedecken.
  • Das Ganze feucht halten (aber nicht durchnässen, sonst droht Kartoffelfäule) und abwarten.
  • Wenn die Keime etwa 10 bis 15 cm lang sind, diese mit Erde bedecken, bis nur noch die Blattspitzen zu sehen sind.
  • Diesen Vorgang so lange wiederholen, bis das Gefäße bis oben befüllt ist – so bilden sich mehrere Schichten von Kartoffelknollen.

Der Ertrag lässt sich noch deutlich steigern, wenn man die Kartoffeln gleich in mehreren Schichten einlegt:

  • Hier darf der Turm dann auch bis zu einem Meter hoch sein.
  • Die erste Schicht Kartoffeln mit 15 cm Erde bedecken und eine zweite, versetzt gelegte Schicht Kartoffeln legen Nach diesem Prinzip den Turm bis oben befüllen.

Gießen und pflegen

Nun heißt es abwarten. Dabei regelmäßig gießen. Die Erde sollte feucht, aber nicht matschig sein, damit die Knollen nicht zu faulen beginnen. Mit der Zeit werden sich nicht nur oben, sondern auch an den Seiten des Turms jede Menge Triebe zeigen. Für die bessere Entwicklung der Seitentriebe einfach Stücke aus den Matten heraustrennen. So wird schließlich der ganze Turm mit Kartoffellaub bedeckt und grün sein.

Das Glück der reichen Ernte

Sobald das Laub der Kartoffelpflanzen trocken wird ist, beginnt die Erntezeit. Doch auch jetzt nehmen die Kartoffeln noch an Umfang zu, wenn man sie weitere zwei Wochen im Turm belässt. Dann den Turm entweder schichtweise abtragen oder öffnen und ernten.