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Rückenleiden

Osteoporose: sinnvolles Rückentraining

Konsequentes Rückentraining stärkt unser Rückgrat gleich in doppelter Hinsicht: Zum einen fördert es den Knochenstoffwechsel und beugt so bis zu einem gewissen Grad einem krankhaften Knochenschwund vor, zum anderen regt es den Muskelaufbau an. Starke Rückenmuskeln stützen die Wirbelsäule und entlasten sie. Wichtiger als dicke, sichtbare Muskelpakete ist hier eine gut ausgeprägte Tiefenmuskulatur.

Osteoporose und ein entsprechendes Rückentraining sind nicht nur was für alte Frauen. Zwar sind drei bis vier von zehn Frauen nach der Menopause aufgrund der hormonellen Veränderungen von Osteoporose betroffen, doch auch viele Männer erkranken – in vielen Fällen tritt Osteoporose nämlich auch als sekundäre Folge anderer Grunderkrankungen auf.

Während bereits Erkrankte durch moderates Rückentraining Schmerzen vorbeugen und so für mehr Lebensqualität sorgen können, sollten gerade jüngere Gesunde durch intensives Rückentraining Muskeln und Knochen zum Wachstum anregen.

Rückentraining bei Osteoporose: Warum nicht mal wieder tanzen?

Je nach Krankheitsstadium fällt das Rückentraining natürlich unterschiedlich aus. Ziel ist immer, eine möglichst gute und schmerzfreie Beweglichkeit bis ins hohe Alter zu erhalten. Muskeln und Knochen müssen gefordert werden, denn beide Systeme verkümmern bei Unterforderung noch schneller. Tanzen ist eine auch für ältere Menschen gut geeignete Sportart, die den Körper vielfältig stärkt: Die kleinen tiefen Haltemuskeln entlang der Wirbelsäule werden besonders trainiert. Außerdem schult Tanzen ein gute Körperhaltung. Auch die Koordination wird gestärkt. Das ist wichtig, um die Sturzgefahr und damit die Gefahr von gefährlichen Knochenbrüchen zu reduzieren.

Ein gutes Maß an Bewegung aktiviert Stoffwechsel und Durchblutung, in Folge werden Knochen und Organe besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Vielerorts wird ein speziell auf an Osteoporose Erkrankte zugeschnittenes Funktionstraining angeboten. Hier liegt der Schwerpunkt auf einer Kräftigung der Rumpfmuskulatur. Unter Anleitung werden Bewegungsabläufe geübt, die auch die Beweglichkeit im Alltag verbessern. Ein weiterer Knochenabbau kann in vielen Fällen verlangsamt oder sogar verhindert werden. Bei bereits erlittenen Wirbelbrüchen darf nur unter fachkundiger Anleitung trainiert werden.

Rückentraining als effektive Präventionsmaßnahme: möglichst früh, möglichst oft

Osteoporose ist alles andere als harmlos und bedeutet eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität. Gerade in jungen Jahren aber kann man durch gezieltes Rückentraining viel dafür tun, das persönliche Osteoporose-Risiko zu mindern. Knochen und Muskeln befinden sich immer im Umbauprozess – bereits ab einem Alter von etwa 30 Jahren allerdings überwiegen die Abbauprozesse. Die Vorbeugung kann also gar nicht früh genug beginnen. Nur durch viel Bewegung können die knochenbildenden Zellen angeregt werden.

Für starke Rückenmuskeln empfiehlt sich ein Training auf wackeligen Untergründen. Dadurch müssen die tief liegenden Muskeln immer wieder gegen das entstehende Ungleichgewicht arbeiten. Unter Belastung werden die Muskeln stärker und helfen, das Skelett zu stützen. Außerdem wird die Koordination der Muskelgruppen untereinander merklich verbessert. Einfachstes Rückentraining ist häufiges Barfußlaufen auf unebenen Untergründen. Hier wird die Muskulatur ähnlich wie auf einem Wackelbrett stimuliert. Am besten nutzt man kleine Pausen im Alltag immer wieder für rückenstärkende Übungen.