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Zahngesundheit

Veneers: Ästhetische Zahnmedizin schafft schöne Fronten

Was kann man tun, wenn an einem Frontzahn eine Ecke abgesplittert ist? Oder, wenn einen die eigenen unregelmäßigen Zahnfronten übermäßig stören? Die ästhetische Zahnmedizin bietet für solche Fälle Verblendschalen – sogenannte Veneers – an, die auf die Zähne aufgeklebt werden können.

Veneers bestehen aus einer hauchdünnen Spezialkeramik, sind aber bei sorgfältiger Ausarbeitung für viele Jahre beständig. Mit einer entsprechenden Klebetechnik ist die Haftung am vorbereiteten Zahn dauerhaft gesichert. Langzeiterfahrungen zeigen, dass keramische Veneers keine größeren Verschleißerscheinungen zeigen als natürliche Zähne. Laut Studien lösen sich nur 2 % der aufgeklebten Veneers innerhalb von sechs Jahren wieder ab.

Im Unterschied zu Überkronungen der Zähne, bei denen durch das Abschleifen der Zähne relativ viel Zahnsubstanz geopfert werden muss, gilt die Versorgung mit Veneers als minimalinvasive Zahnmedizin. Das Verfahren bietet sich allerdings nur dann an, wenn die Zahnsubstanz im Wesentlichen in Ordnung ist. Ganz unterschiedliche Makel lassen sich mit Veneers beheben: Neben abgebrochenen Ecken oder Rissen in den Zähnen verdeckt man auch zu große Abstände zwischen den Zähnen, kann kleinere Fehlstellungen ausgleichen und Verfärbungen überdecken.

Für Zähneknirscher nicht geeignet

Allerdings gibt es Voraussetzungen, unter denen der Zahnarzt Ihnen von Veneers eher abraten wird: Wenn Sie stärker mit den Zähnen knirschen, könnten sich die Verblendschalen eher wieder ablösen. Ist die Schmelzschicht des zu verblendenden Zahns zu dünn oder zu zersplittert, hält ein Veneer nicht. Auch ein zu stark verfärbter Zahn kann den ästhetischen Erfolg schmälern: Sehr dunkle Zähne können durch die dünne Keramikschicht durchschimmern.

Wie sieht die Behandlung aus?

Rechnen Sie mit zwei bis drei Terminen: Im ersten Schritt steht eine professionelle Zahnreinigung an, um Beläge und Zahnstein zu entfernen. Selbstverständlich erfolgt eine genaue zahnärztliche Untersuchung, bei der eventuelle Karies behandelt bzw. fragwürdige Füllungen erneuert werden. Danach wird der entsprechende Zahn angeschliffen und ein Abdruck für das zahntechnische Labor hergestellt. Während das Labor die Verblendschale anfertigt, erhalten Sie ein Provisorium zum Schutz des angeschliffenen Zahns. Im letzten Schritt passt der Zahnarzt das Veneer ein und verklebt es mit Ihrem Zahn.

Da die aufwendige Behandlung in erster Linie aus ästhetischen Erwägungen durchgeführt wird, rechnet der Zahnarzt die Kosten individuell mit Ihnen ab. Rechnen Sie für ein Keramik-Veneer für einen Frontzahn mit mindestens 700 Euro. Alternativ – und mit etwas moderateren Kosten – gibt es auch sogenannte Komposit-Veneers, für die ungefähr ab 150 Euro pro Zahn einkalkuliert werden muss. Komposite sind spezielle Mischungen aus Kunststoff und Keramik, die der Zahnarzt in einzelnen Schichten auf den Zahn aufträgt und mit einer UV-Lampe härtet. Vorteil ist, dass der Zahn nur oberflächlich angeraut und angeätzt, aber nicht beschliffen werden muss. Allerdings sind Komposit-Veneers nicht so haltbar wie die keramische Variante und verfärben sich auch leichter.