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Eine Spende für das Leben

Wer gesund ist, kann auch schon zu Lebzeiten eine Niere oder – weitaus seltener vorkommend – einen Teil der Leber spenden. Solche Lebendspenden sind nach dem Transplantationsgesetz nur zwischen Verwandten ersten und zweiten Grades, zwischen Ehepartnern, Verlobten oder sich besonders nahe stehenden Personen zulässig.

Reine Familiensache: Organspende als Lebensspende

Die Lebendspende einer Niere bedeutet für den Spender keinerlei Beeinträchtigung seiner Lebensqualität: Seine Nierenkapazität erreicht nach der Spende völlig ausreichende 70 %. Das Risiko schwerwiegender Komplikationen liegt bei einem geringen Wert von etwa einem Prozent. Bevor eine Lebendspende vorgenommen werden kann, sind verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Zeitpunkt der Transplantation darf kein postmortal gespendetes Organ zur Verfügung stehen.
  • Empfänger muss auf der Warteliste stehen
  • sein Gesundheitszustand muss so stabil sein, dass eine Transplantation langfristigen Erfolg verspricht.

Stammzellen sind oft die letzte Rettung

Etwa 12.000 Menschen erkranken jährlich an Leukämie, darunter ca. 600 Kinder. Wenn eine Chemotherapie oder Bestrahlung als Therapie nicht ausreicht, liegt die letzte Hoffnung auf Heilung in der Übertragung gesunder Blutstammzellen. Das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) hat es sich zur Aufgabe gemacht, möglichst viele potenzielle Spender zu registrieren und im Bedarfsfall die Suche nach einem geeigneten Spender zu koordinieren. Je mehr Menschen sich registrieren lassen, desto wahrscheinlicher wird es, für einen schwer Erkrankten die lebensnotwendige Spende zu finden.

Jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 55 kann sich typisieren und in einer Spenderdatei registrieren lassen. Wer sich registrieren lässt, wird also nicht automatisch zum Spender: Nur bei etwa 10 % der Registrierten werden weitergehende Untersuchungen durchgeführt und nur ein Prozent spenden dann tatsächlich Blutstammzellen. Wenn Sie sich typisieren und registrieren lassen möchte, haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

Knochenmark und Blutspende können auch Leben retten

Im Knochenmark, insbesondere im Beckenkamm, befinden sich sogenannte pluripotente Stammzellen, aus denen die Blutzellen und die Zellen des Abwehrsystems gebildet werden. Bei einem Gesunden bildet sich das Knochenmark ständig neu und auch Blutzellen werden laufend neu produziert, da sie nur eine begrenzte Lebensdauer haben.

In Deutschland werden täglich etwa 15.000 Blutkonserven gebraucht: hauptsächlich für die Krebstherapie, aber auch bei geplanten Operationen inklusive Organtransplantationen und für Unfallopfer mit hohem Blutverlust. Blutspenden ist einfach, risikolos und noch nicht einmal zeitaufwändig: Meist sind die DRK-Blutspendedienste regelmäßig vor Ort. Jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 68 kann, darf und sollte Blut spenden. Der eigentlichen Spende geht eine kurze Befragung und Untersuchung voraus: Temperatur und Blutdruck werden gemessen und der Hämoglobin-Wert wird bestimmt. Die Blutentnahme von einem halben Liter wird unter Verwendung von sterilem Einwegmaterial liegend durchgeführt, sie dauert nur fünf bis zehn Minuten.

Organspende Broschüre anfordern

Unsere Broschüre zum Thema Organspende mit allen Fragen und Antworten sowie den Mitarbeiter-Statements erhalten Sie in allen Kundenservices der pronova BKK, telefonisch unter 0441 925138-4949.