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Bewegung

Mehr Bewegung im Alltag

„Die zunehmend dauerhaft sitzenden Tätigkeiten am Schreibtisch sind ein wahrer Gesundheitskiller.”

Sagt Professor Dr. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln. Der Gesundheitsexperte der pronova BKK rät daher zu mehr Bewegung im Alltag.

Endlich Feierabend! Ein langer Arbeitstag ist vorüber, der aber zum größten Teil sitzend verbracht wurde. Und zu Hause wartet die gemütliche Couch. Für Bewegung ist – so scheint es – im Alltag, besonders nach langen Arbeitstagen, wenig Platz. Dabei ist Inaktivität und Schonung der direkte Weg in die Sackgasse. Bewegung muss in unserem alltäglichen Leben wieder selbstverständlich werden und einen festen Platz finden.

„Nur was genutzt wird, kann sich entwickeln – was ungenutzt bleibt, verkümmert“, erklärt Prof. Dr. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln. Eine einfache Leitlinie, die in der Gesellschaft oft zu wenig Beachtung findet. Zunehmende Inaktivität im Alltag und Bewegungsmangel verdrängen mehr und mehr den aktiven Teil unseres Lebens.

Die weitreichenden Folgen sind: Adipositas, Muskelschwund, Stoffwechselstörungen, eine Reduktion der Leistungs-fähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems. „Auf den Beruf bezogen, können Bewegungsmangel und Inaktivität zudem zu einer erhöhten Krankheits- und Stressanfälligkeit führen, was direkten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit hat“, sagt Froböse. Um das zu verhindern, gibt es wenige, aber dafür entscheidende Regeln, die es zu befolgen gilt. Zum einen die durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegebene Empfehlung „5 x in der Woche 20-30 Minuten Bewegung“. Zum anderen kurze, aber regelmäßige Bewegungspausen am Arbeitsplatz.

Mehr Zeit für Bewegung!

An Zeitmangel kann die Bewegung im Übrigen nicht scheitern. „Man kann die empfohlenen Bewegungseinheiten der WHO über den Tag verteilt sammeln. Dreimal zehn Minuten sind genauso effektiv wie einmal 30 Minuten. Da gibt es keinen Unterschied“, weiß Froböse. Bei der Auswahl der sportlichen Betätigung gibt es viele Möglichkeiten. Wichtig ist, zusätzlich zum Training des Herz-Kreislauf-Systems den Organismus mit einem regelmäßigen und gezielten Krafttraining zu unterstützen. „Dafür sollte bewusst Zeit eingeräumt werden. Übungen zur Stärkung der Rumpf-muskulatur sind bei Menschen, die einer sitzenden Tätigkeit nachgehen, besonders wichtig, da die Schulter-und Nackenbereiche stark beansprucht sind“, so der Gesundheitsexperte der pronova BKK.

Den Alltag aktiver gestalten!

„Die zunehmend dauerhaft sitzenden Tätigkeiten am Schreibtisch in vielen Berufsfeldern sind ein wahrer Gesundheits-killer“, meint Froböse. Aber genau dieser Tendenz müsse man entgegenwirken. Die Zauberformel lautet: Bewegungspausen! Regelmäßig eingesetzt, können sie Wunder wirken, denn so wird jede Körperzelle mit
Sauerstoff versorgt. Was nach einem aufwendigen Projekt klingt, ist in der Praxis ganz einfach – Möglichkeiten bieten
sich genug. Anstatt ins Nachbarbüro zu mailen, einfach kurz nach nebenan gehen. So hat man sich nicht nur aus
der starren Haltung vor dem Computer gelöst, sondern kann auch so manche Angelegenheit schneller klären. Pausen
sollten stündlich eingebaut werden – fünf Minuten reichen schon aus. Auch die Leistung am Arbeitsplatz wird sich
nach einer kurzen Erholung verbessern.

Den Alltag aktiver zu gestalten bedeutet aber vor allem auch, seine Pausen effektiver zu nutzen. „Die Mittagspause kann für einen kurzen Spaziergang genutzt werden. Anstatt zum Restaurant um die Ecke mit dem Auto zu fahren, genießen Sie den Weg dorthin einfach zu Fuß“, rät der Sportwissenschaftler. Aber nicht nur die Verabredung zum Essen kann für eine Bewegungspause genutzt werden. „Den Fahrstuhl bei Botengängen links liegen zu lassen, fällt am Anfang vielleicht schwer, aber bereits nach kurzer Zeit wird die Ausdauerleistung verbessert sein und der Stoffwechsel arbeitet effektiver“, ist Froböse überzeugt. Auch der Weg zur Arbeit bietet eine Vielzahl an Bewegungsmöglichkeiten. „Lassen Sie das Auto in der Garage und steigen Sie auf das Fahrrad um. Wenn Sie mit Bus und Bahn unterwegs sind, steigen Sie eine Haltestelle früher aus und nutzen Sie den restlichen Weg für einen kurzen Spaziergang.“

Also:

Raus aus der Inaktivität und rein in ein aktiveres und gesünderes Leben!

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