Menü Menü schließen

Bewegung

No Risk, More Fun!

Rad fahren und Inlinern – guter Ausdauersport,doch nicht ohne Risiko

Wer sich auf Rädern oder Rollen beschwingt auf die Piste begibt, kann – je nach Tempo und Kilometerleistung – einiges für seine Ausdauer tun. Doch mit dem Tempo steigt auch das Sturzrisiko. Während für viele Inliner Kopf-,Knie- und Handschutz ganz selbstverständlich sind, verhalten vor allem Radfahrer sich oft allzu sorglos. Nur eine Minderheit nutzt den Helm und minimiert so das Risiko schwerer Kopfverletzungen. Dabei ist das Risiko kaum zu unterschätzen – ein ungeschützter Sturz bei vergleichsweise moderaten 20 km/h kann nicht nur zu Hautabschürfungen, Prellungen und Knochenbrüchen führen, sondern auch zu schweren Schädel-/Hirntraumata. Doch während ein gebrochener Arm meist schnell verheilt, bedeuten Kopfverletzungen mit Schädelfrakturen und Blutgerinnseln im Hirn oft Lebensgefahr und sind fast immer mit Spätfolgen verbunden. Das Argument vieler Freizeitradler, dass man schließlich schon seit langen Jahren Fahrrad fahre und daher absolut sicher sei, hat nur bedingt Bestand. Denn nicht wenige Fahrradunfälle kommen durch Fremdeinwirkung zustande. Vielleicht hat man bislang einfach nur eine Riesenportion Glück gehabt. Sein Glück aber sollte man nicht strapazieren – deshalb: Helm auf zur nächsten Radtour! Heutige Fahrradhelme sind übrigens federleicht und aufgrund ihrer modernen Form- und Farbgebung alles andere als spießig.

Der beste Schutz für alle Aktivitäten: eine ehrliche Selbsteinschätzung

Im Frühjahr steigt regelmäßig die Zahl der Verletzungen und Unfälle im Freizeitsportbereich. Grund: Viele Menschen starten zwar hoch motiviert, doch schlecht vorbereitet in ihre sportlichen Outdoor-Aktivitäten. Wer einige Regeln beherzigt, kann sich vor schlimmen Folgen effektiv schützen. Es gibt zwei Haupt-ursachen für Verletzungen und Unfälle: Zum einen eine mangelhafte Sicherheitsausrüstung, zum anderen eine übertriebene Selbsteinschätzung.

Verletzungsträchtige Risikosportarten

Man hört immer, dass man zur Minimierung des Unfallrisikos im Sportbereich vor allem Risikosportarten vermeiden solle. Gemeint sind sogenannte Extremsportarten wie Downhillbiken mit dem Mountainbike, Paragliden, Extremklettern, Apnoe-Tauchen oder Wildwasseraktivitäten. Gemessen an der Häufigkeit schwerer Verletzungen sind jedoch ausgerechnet weit verbreitete Sportarten wie zum Beispiel Fußball weitaus risikointensiver. Meist ist es nämlich so,
dass Menschen, die sich auf Extremsportarten einlassen, sich auch extrem gut vorbereiten: Sie sind fit, beherrschen ihre Sportart und wissen um die Risiken. Nun wollen wir Sie an dieser Stelle keinesfalls dazu ermuntern, sich eine Extremsportart auszusuchen. Doch man kann von Extremsportlern etwas lernen, was die Einstellung angeht: Macht man sich nämlich deren intensive Vorbereitung auf den Sport und das hohe allgemeine Fitnessniveau zu eigen, ist man auch als Freizeitsportler auf so ziemlich jede sportliche Aktivität optimal vorbereitet.

Sturzverletzungen sind eine Sache; Schäden durch Überbeanspruchung von Muskeln und Bändern oder auch des Herz-
Kreislauf-Systems eine ganz andere. Und hier schützt auch die beste Sicherheitsausrüstung nicht, hier kommt es darauf an, für Sicherheit im Kopf zu sorgen durch eine ehrliche Einschätzung des eigenen Leistungsstandards. Es bringt nichts, wenn man als im Laufen Ungeübter aus dem Stand heraus fünf Kilometer bei möglichst hohem Tempo bewältigen
will – so legt man sich nur lahm und verliert jede Motivation. Der Schlüssel zum Erfolg ist der langsame Einstieg, gefolgt von einer langsamen, aber stetigen Leistungssteigerung. Dazu gehört auch, auf Signale seines Körpers zu achten. Muskelkater ist zwar normal, doch Schwindelgefühle, Atemnot und Herzrasen sind ein deutliches Zeichen
dafür, dass man sich etwas zu viel zumutet. Also lieber zwei, drei Gänge runterschalten und erst einmal auf einer niedrigeren Leistungsebene das Niveau halten. Wer lange sportlich abstinent war, ist gutberaten, vor dem Start in einen
intensiver betriebenen Freizeitsport zunächst die Hausarztpraxis aufzusuchen und sich durchchecken zu lassen.