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Bewegung

... und immer wieder der Rücken

Kaum zu glauben, aber wahr: 75 von 100 Erwachsenen in Deutschland haben gelegentlich oder ständig Rückenprobleme, teils eher harmloser, teils durchaus schwerwiegender Art. Ein nicht unerheblicher Anteil aller Krankschreibungen und Therapien geht hierzulande deshalb auf das Konto von Rückenleiden – eine auch unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht zu unterschätzende Problematik. Mindestens genauso gewichtig wie der volkswirtschaftliche Aspekt ist natürlich die Beeinträchtigung der Lebensfreude jener Menschen, die unter chronischen oder akuten Schmerzen im Rückenbereich leiden.


Rückenleiden: Erscheinungsformen und Ursachen

Rückenleiden können sehr unterschiedliche Erscheinungsformen und Ursachen haben. Kein Wunder, besteht unser Rücken als zentrale Körperachse doch aus einer Vielzahl von Wirbeln, Bandscheiben, Muskeln und Bändern, deren hochkomplexes Zusammenspiel beispielsweise durch Fehlbelastungen, Überbeanspruchung oder eine bewegungsarme, überwiegend sitzende Lebensweise beeinträchtigt werden kann. Folge sind Rückenschmerzen. Je nachdem, welche Ursachen konkret vorliegen, kommen vom Rückentraining über die Schmerztherapie bis hin zur Operation verschiedene Verfahren zum Einsatz. Für Betroffene ist es wegen der individuellen Problemlage nicht immer ganz einfach zu entscheiden, welches therapeutische Verfahren nun wirklich dauerhafte Besserung verspricht. Dennoch kann man in den meisten Fällen zwei Aussagen als gesichert ansehen: Erstens lohnt es sich – sofern eine klare organische Ursache wie ein Bandscheibenvorfall ausgeschlossen werden kann – immer auch, seelische Belastungen und Stress als Ursache ins Auge zu fassen. Und zweitens ist sportliche Bewegung als therapeutischer Ansatz grundsätzlich zwar sehr sinnvoll, doch längst nicht jeder Sport ist für jeden Rücken gleichermaßen geeignet. Vor diesem Hintergrund haben wir zwei handliche, komprimierte Ratgeber für Sie entwickelt, die wir Ihnen kurz vorstellen möchten.

Verkannte Ursache: Seelische Belastung

Neben organischen Ursachen kommen für Rückenprobleme häufig auch seelische Schieflagen als Auslöser in Betracht. Der Zusammenhang ist an einem ganz einfachen Beispiel schnell nachvollziehbar: Wenn Sie innerlich ständig angespannt sind, schlägt sich das auch in Ihrer Körperhaltung nieder – Sie ziehen den Kopf ein, ducken sich weg, verkrampfen im Bereich der Schulter-Nacken- Muskulatur und haben prompt ein unter Umständen über Tage und Wochen anhaltendes Schmerzerlebnis. Gegen Anspannung und Verspannung helfen diverse Entspannungstechniken sowie vor allem die Bereitschaft, seelischen Ursachen auf den Grund zu gehen. Auch Psychotherapie kann hilfreich sein, Rückenprobleme dauerhaft zu lösen. Die Broschüre „Rücken und Seele“ erklärt in komprimierter Form die Zusammenhänge und gibt Ihnen nützliche Hinweise.

Welcher Sport ist gut für den Rücken?

Zur Prävention wie zur Rehabilitation gleichermaßen ist bei verschiedenen Rückenleiden die sportliche Betätigung sehr hilfreich. Da manche Sportarten jedoch mit neuen Belastungssituationen für Ihren Rücken verbunden sein können, ist es wichtig, eine geeignete Auswahl zu treffen. Auch einige klassische Rückenübungen sollten Sie in Ihr tägliches Bewegungsprogramm aufnehmen. Unsere Broschüre „Rücken und Sport“ zeigt Ihnen, welche das sind, und erläutert, worauf Sie bei der Auswahl einer Sportart achten sollten.

Rücken und Ernährung

  • Übergewicht ist nicht nur schädlich für Ihr Heiz-/Kreislaufsystem – dicker Bauch und hohes Körpergewicht sind auch für Ihre Wirbelsäule sowie Ihren gesamten Bewegungsapparat extrem belastend. Deshalb ist es für übergewichtige Rückenpatienten besonders wichtig, abzuspecken.
  • Sehen Sie bitte von Radikaldiäten ab, die bringen ohnehin nichts. Gehen Sie den Weg einer mengenreduzierten, ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung mit hohem Obst- und Gemüseanteil sowie Fisch, Milchund Getreideprodukten. Das, was Sie essen, sollte auch im Interesse Ihrer Knochengesundheit viele Mineralstoffe und Vitamine enthalten.
  • Ganz wichtig: Verabschieden Sie sich dauerhaft von ungesunder (also zu reichhaltiger und zu fetter) Ernährung. Wenn Sie Ihre Ernährungsumstellung nun noch mit Bewegungstraining – möglichst ebenfalls dauerhaft – kombinieren, verstärken Sie den Abnehmeffekt nachhaltig.